„Ich bin zufrieden, wir haben eine lange Durststrecke hinter uns. Der Sieg war immens wichtig für die Moral, nachdem die letzten Wochen nicht mit Punkten gesegnet waren“, freute sich Aldonso Rubio Doblas, Trainer von TuS Erndtebrücks zweiter Mannschaft, nachdem seine Mannschaft gegen den FC Wetter einen 3:1 (3:1)-Erfolg einfuhr. Zuvor blieben die Wittgensteiner sieben Spiele lang ohne „Dreier“ und holten nur einen Zähler seit dem Startsieg gegen Hagen. Am Pulverwald strichen die Hausherren im achten Anlauf den lange ersehnten zweiten Saisonsieg ein.

Und das verdient, so Rubio: „Heute haben wir uns mal für den Aufwand belohnt und die erspielten Chancen genutzt, was zuletzt ja das Manko war. Die Mannschaft hat sich 90 Minuten lang aufgerieben.“ Sein Gegenüber, Gästetrainer Markus Döninghaus, lobte die Wittgensteiner nach dem Abpfiff: „Das Spiel hat gezeigt, dass Erndtebrück zu Unrecht da unten steht. In der Offensive haben sie sich gut bewegt. Wir haben die Erndtebrücker speziell in der ersten Häfte nicht in den Griff gekriegt.“ Vor 50 Zuschauern begannen mit Yong Myung Oh, Murat-Kaan Yazar, Taira Tomita und Abbas Attiee gleich vier Leihgaben aus der Erndtebrücker Oberliga-Mannschaft. Die erste Chance des Spiels hatte aber Manuel Müther, dessen verunglückte Flanke an die Latte prallte (10.).

Wenig später zappelte der Ball dann aber doch im Netz der Wetteraner: FC-Keeper Florian Ricken klärte im Rauskommen gegen Yazar, der Ball landete aber vor den Füßen von Nico Renner, der mit einer Bogenlampe von der Seitenauslinie ins verwaiste Tor einschoss (14.). Die Führung hielt jedoch nicht lange, weil sich die Erndtebrücker auskontern ließen. Attiee scheiterte an Ricken – und dann ging es schnell: Ans Al Khalil passte schließlich scharf in die Mitte, wo sich Ilyas Kurnaz freigelaufen hatte und zum Ausgleich einschob (16.). Eine Co-Produktion zweier Leihgaben der ersten Mannschaft war es dann, die das Spiel zu Gunsten der Erndtebrücker gestaltete. Erst hatte Tomita nach Vorlage von Attiee mit einem abgefälschten Schuss am Sechzehner zum 2:1 eingenetzt (30.). Dann revanchierte sich der Torschütze und legte für Attiee auf, der die Nerven bewahrte und die Vorentscheidung markierte (40.).

„Die Spieler aus der Oberliga geben uns immer eine gewisse Qualitätssteigerung. Wir sind eine Reservemannschaft, da ist das normal und jedes Mal eine Verstärkung“, urteilte Rubio und fügte an: „Aber wir haben heute als Mannschaft gewonnen, als Kollektiv von den Leihgaben der ersten Mannschaft und unseren Spielern.“ Dass in der zweiten Halbzeit kein weiterer Treffer dazu kam, war aber alles andere als selbstverständlich. Wetter war gefährlich und verpasste durch Angelos Pavlidis (58.) und Fabian Rösner (62.) den Anschlusstreffer. „Man hat gesehen, warum Wetter schon zehn Punkte geholt haben. Die offensiven Umschaltmomente waren mit das Beste, was ich in der Landesliga gesehen habe. Hinten hatten wir ein paar Mal Glück, auf der anderen Seite haben wir in der Endphase viele Chancen liegen lassen.“, schilderte Rubio.

Denn auch Attiees Versuch per Freistoß (80.) und Renners Schuss im Fünfmeterraum (70.) trafen nicht ins Schwarze. Das änderte aber nichts am erlösenden Erfolg: „Das zuletzt ein wenig Unruhe aufkam ist völlig normal. Wir haben aber in der Situation, in der wir uns befinden, sehr besonnen agiert und uns nun belohnt.“ meinte Rubio und fügte an: „Wir dürfen jedoch nicht durchdrehen, wir haben noch immer nur sieben Punkte.“

Schiedsrichter: Sandra Föhrdes (RWLennestadt) - Zuschauer: 50
Tore: 1:0 Nico Renner (14.), 1:1 Ilyas Kurnaz (17.), 2:1 Taira Tomita (30.), 3:1 Abbas Attiee (40.)

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