Der TuS Erndtebrück hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Der kriselnde Oberligist aus Wittgenstein feierte heute Abend nach blutleeren Vorstellungen in den vergangenen Wochen einen verdienten 4:2 (2:1)-Erfolg bei der Hammer SpVg. Und das, obwohl die Gastgeber bislang eine so beeindruckende Heimbilanz aufzuweisen hatten, bislang lediglich im Lokalderby der Westfalia aus Rhynern unterlegen waren. Doch der TuS zeigte eine ganz andere Spielauffassung an diesem Abend unter dem Hammer Flutlicht.

„Wir fahren nach Hamm, um dort zu gewinnen“, hatte Trainer Ivan Markow im Vorfeld bereits angedeutet, dass er in der abgelaufenen Trainingswoche eine andere Einstellung festgestellt hatte. In Hamm war es vor der Pause vor allem Haluk Arslan, der diese Eindrücke auch in Zählbares umzusetzen wusste. Mit seinem genau gezirkelten 20-Meter-Freistoß sorgte der Mittelfeldspieler nach 18 Minuten erstmals für Erndtebrücker Jubel. Die verdiente Führung, weil zuvor schon Lukas Rösch und Nino Saka einen Treffer knapp verpasst hatten. Da war dann auch der Ausgleich in der 38. Minute durch Volkan Ekici kein Grund für die Wittgensteiner, den Kopf in den Sand zu stecken. Aber es war natürlich eine tolle Antwort, die Arslan nur wenige Sekunden nach diesem Treffer mit seinem 20-Meter-Schuss gab.

Nach der Pause beginnt die effektive Phase für den TuS. Eine Viertelstunde, die Entscheidung bringt. Zunächst ist es Lukas Rösch nach 52 Minuten, der auf 3:1 erhöht, zwölf Minuten später stellt der eingewechselte Pablo Schmitt auf 4:1.

„Das war brutal“, freut sich Ivan Markow über diese ungewohnte Art der Erndtebrücker Chancenverwertung. In der Folge beschränken sich die Wittgensteiner überwiegend auf Defensivaktionen. „Da hat mir ein bisschen die Entlastung gefehlt“, so der Coach, der aber erkannt hat, dass die Defensive nichts anbrennen ließ. „Große Möglichkeiten haben wir nicht mehr zugelassen“, so Markow. Zwar gelang Joel Grodowski noch der zweite Hammer Treffer nach 73 Minuten, doch ein Zeichen in Richtung Wende gab er damit nicht.

Schiedsrichter: Fabian Maibaum - Zuschauer: 389
Tore: 0:1 Haluk Arslan (18.), 1:1 Volkan Ekici (38.), 1:2 Haluk Arslan (40.), 1:3 Lukas Rösch (53.), 1:4 Pablo Schmitt (64.), 2:4 Joel Grodowski (73.)

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