Im August waren die Verhältnisse noch anders. Die zweite Mannschaft des TuS Erndtebrück legte gegen den SSV Hagen einen Traumstart hin und gewann im ersten Spiel mit 6:0. Zum Ende der Hinrunde stehen die Erndtebrücker (11. Platz/15 Punkte) aber im unteren Tabellendrittel. Die Hagener (15./7) halten hingegen die Rote Laterne. Das Rückspiel der beiden Mannschaften am Sonntag ist daher ein Kellerduell.

TuS-Trainer Alfonso Rubio Doblas warnt: „Es wird kein Selbstläufer. Im Gegenteil: Ich erwarte eine schwierige Aufgabe. Hagen hat das letzte Spiel des Jahres und wird versuchen, mit einem Heimsieg den Anschluss zu wahren.“

Hagen geht jedoch nicht als Favorit ins Rennen: Zuletzt kassierte das Schlusslicht satte 15 Gegentore in drei Spielen. Gegen Hüsten (1:5), in Wenden (0:3) und gegen Hünsborn (0:7) setzte es drei hohe Pleiten in Serie. „Von dem letzten Hagener Spiel lass ich mich nicht blenden. Nach dem ersten Gegentor haben sie sich gegen Hünsborn hängen lassen“, urteilt Rubio Doblas. Der Spanier ist sich sicher: „Hagen ist eine Wundertüte. Sie haben technisch gute Spieler, die durchaus ein Spiel allein entscheiden können. Schließlich haben die Hagener dem Tabellenführer aus Gerlingen die bisher einzige Saisonniederlage zugefügt.“

Ohnehin müssen die Wittgensteiner in erster Linie auf sich selbst schauen. „Wir müssen Gas geben. Wir fahren frohen Mutes und mit voller Kapelle nach Hagen. Wir wollen etwas Zählbares mitnehmen“, gibt Rubio Doblas die Richtung vor.

Neben den verletzten Flügelspielern Kastriot Alitjaha und Cem Özer (beide Sprunggelenk) sowie den Torhütern Tom Robin Röcher (Kreuzbandriss) und Simon Sander (nach Hand-OP) kämpft ein großer Kader um einen Platz in der Elf, die in Hagen auflaufen wird.

Die Erndtebrücker wollen dabei an den ersten Auswärtssieg der Saison anknüpfen, so der TuS-Trainer: „Wir haben mit dem Last-Minute-Sieg in Dröschede den Bann gebrochen. Wir wollen uns am Sonntag gegen einen direkten Konkurrenten belohnen. Denn mit einem Sieg können wir bereits auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern.“

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