Viel zu beschönigen gab es nicht. „Das war ein schwarzer Tag für uns“, brachte es Martin Kelber auf den Punkt.

Der Co-Trainer von Fußball-Bezirksligist TuS Erndtebrück war nach der 1:8 (1:5)-Klatsche bei der Reserve des FC Iserlohn gestern restlos bedient. Denn die Partie an der Schleddestraße in Iserlohn war für die B-Junioren ein Rückfall in alte Zeiten. „Es hat die Einstellung gefehlt, um aus dem guten Ergebnis in der Vorwoche ein fantastisches Ergebnis zu machen. Wir hätten acht Spieler auswechseln können. Einige Spieler hatten ein Kopfkissen im Gesicht. Ich wüsste gerne, was manche Spieler am Vorabend machen oder auch nicht machen, um sich vorzubereiten“, haderte Kelber. Bereits zur Pause schöpften die Wittgensteiner das gesamte Kontingent aus und brachten vier neue Spieler. Das einzige TuS-Tor des Tages erzielte Daniel Gorbacev (70.), da war die Partie nach acht Iserlohner Gegentreffern (5., 11., 12., 15., 37., 58., 60., 67.) jedoch längst gelaufen. „Wir waren vor dem Spiel in Schlagdistanz. Unser Ziel ist es, einen guten Fußball zu spielen und uns zu entwickeln. Das war aber ein Schritt zurück. Wir müssen immer 100 Prozent geben und manchmal auch ein oder zwei Prozent mehr, wenn wir etwas erreichen wollen“, konstatierte Kelber. Die B-Junioren stehen nun vor wegweisenden Wochen und Duellen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. „Dann müssen wir ein anderes Gesicht zeigen“, forderte der Co-Trainer. Und legte nach: „Ich kann nicht damit Leben, dass wir uns mit acht Gegentoren abspeisen lassen. Man kann verlieren, die Art und Weise ist aber entscheidend. Wir haben uns nicht reingebissen.“

Quelle: Siegener Zeitung