Diese Oberliga Westfalen ist wirklich verrückt. Von Platz 6 an, den die TSG Sprockhövel mit 29 Punkten belegt, stecken praktisch alle Teams im Kampf gegen den Abstieg. Mit dabei auch der TuS Erndtebrück, der es in dieser Saison bislang einfach nicht geschafft hat, mit konstanten Leistungen zum Befreiungsschlag auszuholen. Das Heimspiel am Sonntag gegen die in den vergangenen Wochen fleißig punktende Westfalia aus Herne ist daher richtungsweisend.

Erinnerungen werden wach an das Freitagabend-Hinspiel im September am Schloss Strünkede. Die 1:2-Niederlage, die Hektik in der Schlussphase, die Rote Karte gegen Mehmedalija Covic. Das bekannte Temperament des Herner Trainers Christian Knappmann wird die Westfalia auch an den Pulverwald begleiten.

Eine erstarkte Gast-Mannschaft ist das eine, die verletzungsbedingten Probleme im eigenen Team das andere. TuS-Coach Ivan Markow, der im übrigen schon die kommende Woche und das angesetzte Nachholspiel in Holzwickede, das im dritten Anlauf nun auf den kommenden Mittwoch, 27. März (19.30 Uhr) angesetzt wurde, im Auge hat. „Das wird eine vorentscheidende Woche“, so Markow, der auch das Auswärtsspiel in Rheine am darauf folgenden Sonntag in diese Einschätzung einbezieht.

Zunächst aber Herne. Die Westfalia verlor die letzten vier Spiele nicht, holte acht Punkte und ist klar auf dem aufsteigenden Ast. „Das ist eine gute Mannschaft“, weiß Ivan Markow. „eigentlich müssten die weiter oben stehen.“ Viele Verletzungen in der Hinrunde haben den Traditions-Club aus dem Ruhrgebiet in Bedrängnis gebracht, ein Platz ganz tief im Keller war die Folge.

Personelle Probleme sind dort weitestgehend überstanden, während gerade in dieser Hinsicht die Erndtebrücker derzeit der Schuh drückt. Klar ist, dass außer Luca Woditsch und Omar Lugavic mit Xhuljo Tabaku eine wichtige Kraft definitiv ausfällt. Mehr oder weniger dicke Fragezeichen aber stehen nun hinter weiteren Akteuren. Kisolo Deo Biskup hütete zwei Tage mit fiebriger Erkältung das Bett, Mehdi Reichert trainierte mit getaptem Bänderriss im Knöchel eingeschränkt. Pablo Schmitt unternimmt heute einen ersten Versuch auf dem Trainingsplatz, Haluk Arslan klagte nach überstandener

Gehirnerschütterung über Probleme im rechten Fuß. Auch er will aber im Freitagstraining testen, ob die verpassten Einlagen im Schuh Linderung verschaffen. Gar nicht auflaufen wird am Sonntag Lukas Rösch, der sich einen Muskelfaserriss zuzog, Talha Varli plagen Oberschenkelprobleme und muss ebenso passen.

Gute Vorzeichen sehen in der Tat anders aus. „Doch das alles darf uns nicht am Punkten hindern“, fordert Ivan Markow von allen Akteuren, die dabei sein können, 100-prozentige Einstellung und die Bereitschaft, an die Grenzen zu gehen. „Das sah zuletzt gegen Rhynern schon ganz gut aus, aber es muss mehr als ein Punkt heraus springen.“ Aus den drei anstehenden Spielen gegen Herne, in Holzwickede und in Rheine sollen es sieben Zähler werden – mindestens …

fupa.net