Wie unter der Woche bekannt wurde, rückt Alfonso Rubio-Doblas – gegenwärtig Trainer des TuS Erndtebrück 2. – im Rahmen der Strukturveränderung im Pulverwald zur neuen Saison auf die Position des Sportdirektors. Bis dato jedoch hat er mit der Reserve des Vereins noch eine schwierige Aufgabe zu bewältigen: den Klassenerhalt in der Landesliga.

Aus den sieben Begegnungen seit der Winterpause holte die Zweitvertretung der Wittgensteiner gerade einmal einen einzigen Punkt, ein Torverhältnis von 4:20 Treffern in 2019 offenbart die Erndtebrücker Schwäche. Derzeit belegt das Team den Relegationsrang, nach der deutlichen 0:5-Pleite vor heimischer Kulisse gegen Hohenlimburg am vergangenen Spieltag ist der Rückstand auf das rettende Ufer auf sechs Zähler angewachsen. Und nun geht es am Sonntag zum richtungsweisenden Keller-Krimi nach Wetter an der Ruhr. Der dort beheimatete FC steckt noch tiefer im Abstiegskampf, rangiert derzeit auf dem ersten direkten Abstiegsplatz. Die beiden Clubs allerdings trennen aktuell gerade einmal drei Zähler – die Bedeutung der Partie für beide Mannschaften ist also enorm.

„Die Bezeichnung eines ersten Endspiels ist mir zu extrem, als Sechs-Punkte-Spiel aber kann man es aber auf jeden Fall bezeichnen“, umschreibt Rubio Doblas seine Sicht der Dinge im Gespräch mit FuPa Südwestfalen. Man habe sich dazu entschieden, das Hohenlimburg-Spiel im Training gar nicht mehr zu thematisieren, um mit voller Kraft auf Wetter zuzusteuern, erklärt der Erndtebrücker Trainer.

Den kommenden Gegner habe er indes schon beim 3:1-Heimsieg im Hinspiel als „unangenehm“ wahrgenommen. „Wetter ist ein heißes Pflaster – ich erwarte ein spannendes und hochintensives 50:50-Spiel, in dem Zweikampf- und Nervenstärke entscheidend sein werden“, sagt Rubio Doblas, der darauf hofft, dass die zuletzt immer wieder aufgetretenen groben individuellen Fehler ausbleiben.

„Wir müssen ein über die vollen 90 Minuten konzentriertes und fokussiertes Spiel abliefern“, fordert der Spanier. Die Hoffnung auf einen doch so wichtigen Sieg und eine womöglich damit verbundene Trendwende jedenfalls ist groß. „Es stehen noch sieben Spieltage bevor und die Gegner, die wir in der Hinrunde mehrheitlich geschlagen haben, kommen noch“, so TuS-Coach Rubio-Doblas, der auf Jan Kemper (muskuläre Probleme) und Dennis Althaus (Schlüsselbeinbruch) verzichten muss. Hinter Stürmer Manuel Müther steht nach einem Schlag auf den Knöchel unterdessen nur noch ein kleines Fragezeichen.

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