Nach dem euphorischen 3:0 über Hamm folgte die Ernüchterung auf dem Fuße. 0:1 bei Abstiegskandidat Westfalia Herne ließen die Hoffnungen auf eine Aufholjagd jäh als Seifenblase zerplatzen. Nicht nur das Resultat am "Schloss Strünkede", sondern vielmehr der leblose Auftritt,  den der Fußball-Oberligist TuS Erndtebrück in Herne hinterließ, gaben am Pulverwald einige Rätsel auf.

"Bei einigen meiner Spieler hat die Einstellung und der unbedingte Siegeswille gefehlt", war TuS-Trainer Florian Schnorrenberg ob des Auftritts seiner Mannschaft auch einige Tage später noch bedient.

Wie an dieser Stelle schon oft erwähnt, kann der TuS sich aber glücklich schätzen, dass in aller Regel nach einem Auswärts- wieder ein Heimspiel auf dem Tableau steht. Und in eben jenem erwarten die Wittgensteiner am Sonntag (15 Uhr) den FC Gütersloh.

Die Ostwestfalen, die in der Tabelle drei Punkte mehr aufweisen und um einen Platz besser dastehen als der TuS, galten als eine der Überraschungsmannschaften in der Hinrunde. Schafften sie es doch, nach einem großen Umbruch vor der Saison schnell den Rhythmus in der Liga zu finden und auch für die nötigen Ergebnisse zu sorgen. In der Winterpause musste die Mannschaft von Holger Wortmann jedoch den schmerzhaften Abgang von Gianluca Marzullo hinnehmen, der mit seinem "goldenen Treffer" noch das Hinspiel zu Gunsten des FC entschied.

Unabhängig aller Personalien des Gegners wollen die Erndtebrücker Spieler gegenüber dem Herne-Spiel nun gegen Gütersloh Wiedergutmachung betreiben. "Der Frust war der Mannschaft in dieser Trainingswoche noch immer anzumerken. Die Spieler haben hochkonzentriert gearbeitet - nun gilt es diese guten Trainingseindrücke am Sonntag zu bestätigen", hofft der Brachbacher A-Lizenz-Inhaber, dass sein Team die gute Leistung unter der Woche in den Liga-Alltag übertragen kann. "Wir sind ein wenig unter Druck. Wenn man wie wir, auswärts nicht punktet, dann ist man gezwungen, die Zähler zu Hause zu holen. Ansonsten laufen wir Gefahr, dass wir nochmal unten reinrutschen", warnt der 36-Jährige.

Während Jan-Patrick Kadiata und Torhüter Timo Bäcker wegen Grippe wohl passen müssen, rückt Kapitän Thomas Ziegler erstmals in diesem Jahr in die Startelf.

Expressi