„Wir spielen, um den Relegationsplatz zu erreichen. Alles andere ist nach Sonntag zwar nicht unrealistisch, aber doch in weite Ferne gerückt“, meinte Alfonso Rubio Doblas, Trainer der zweiten Mannschaft des TuS Erndtebrück, nach der sportlichen Talfahrt der letzten Wochen.Der Wittgensteiner Landesligist ist auf einen Abstiegsplatz abgerutscht und erwartet am Sonntag mit der besten Offensive der Liga, dem SV Hüsten, eine weitere schwere Aufgabe. Dass die Erndtebrücker dabei die Rolle des Underdogs einnehmen, steht außer Frage. Denn die Elf vom „Pulverwald“ ist seit acht Spielen ohne Sieg und holte seit der Winterpause lediglich einen Punkt in Erlinghausen. Vergangenen Sonntag zog zudem der FC Wetter (13. Platz/19 Punkte) mit einem 2:0-Sieg im direkten Duell an der Erndtebrücker Reserve (14./19) vorbei. Die Wetteraner sind zwar punktgleich am Relegationsplatz in Reichweite, doch die VSV Wenden auf dem ersten Nichtabstiegsplatz sind den Pulverwäldern schon um sieben Zähler voraus.

Und das Restprogramm wird in den verbleibenden fünf Partien nicht leichter. Nach den offensivstarken Hüstenern, kommen mit Wenden, Hünsborn, Brilon und Dröschede einige Gegner, die gerade in der Rückrunde auftrumpften. Der FC Wetter hingegen hat noch das Schlusslicht aus Hagen zu Gast, das die Nicht-Abstiegsplätze auch rechnerisch nicht mehr erreichen kann.

Positiv stimmen kann die Wittgensteiner jedoch das Hinspiel, denn da holten sie nach Rückstand immerhin noch ein 1:1-Remis in Hüsten. Besonders gut gelang es dabei, die stärkste Offensive der Liga (71 Saisontreffer) auszubremsen. Auch im Rückspiel wird das die wichtigste Aufgabe sein, so Rubio Doblas: „Wir müssen aufpassen. Vorne ist Hüsten überragend aufgestellt. Wir werden versuchen, vernünftig Fußball zu spielen. Wir wollen zusammen kämpfen und laufen und gegen Hüsten punkten, um uns die Relegation sichern zu können.“

Nicht dabei mitwirken wird Jan Kemper (muskuläre Probleme), hinter Sven Engelke (Kniebeschwerden) steht zudem ein Fragezeichen. Dafür wird wieder der Nachwuchs gefragt sein. In Wetter debütierten gleich fünf A-Junioren in der Landesliga und auch für Sonntag sind die jungen Kicker beim spanischen Übungsleiter wieder hoch im Kurs: „Einige A- Jugendspieler werden definitiv im Kader stehen. Wie das Team sich aber letztlich genau zusammensetzt, hängt von unser Oberliga-Mannschaft ab. Die spielen schon am Samstag gegen Schalkes Reserve, von daher könnte die ein oder andere Leihgabe aus der Ersten bei uns mitspielen.“

 

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