Natürlich hat Ivan Markow und auch die Mannschaft des TuS Erndtebrück den Ernst der Lage in der längst erkannt. „Bei dieser Konstellation in der Tabelle ist hier niemand gelassen, jeder ist sich bewusst, dass dringend gepunktet werden muss.“ Und das nehmen sich die Wittgensteiner auch für den Ausflug am Samstag in den Schatten der Schalker Veltins-Arena vor. „Wir wissen, dass Schalke die beste Mannschaft der Liga ist, wissen, dass dort alle Möglichkeiten vorhanden sind, sie immer wieder eine Top-Elf auf den Platz bringen. Bei uns müssen Einstellung und Mentalität stimmen, um etwas mitzunehmen.“

 

Der Trainer des TuS war natürlich bedient, dass zuletzt gegen Paderborn eine 2:0-Pausenführung nicht über die Zeit gebracht werden konnte, mit dem 2:3 am Sonntag echter Schaden im Kampf gegen den Abstieg angerichtet wurde. Aber das sei auch in Holzwickede so gewesen und in einigen anderen Spielen, in denen Punkte verschenkt worden seien. Da helfen auch die tröstenden Worte der gegnerischen Trainer, die immer wieder von der vorhandenen fußballerischen Qualität im Erndtebrücker Kader schwärmen, nicht. Auf den Platz gebracht hat das der TuS in dieser Saison einfach zu selten.

Natürlich spielt die Psyche eine Rolle, Rückschläge wurden einfach nicht verdaut. Man war nicht in der Lage, mal über zwei, drei Wochen konstant gute Leistungen zu bringen. Das Tabellenbild lügt nicht, es ist Fakt. „Wir hatten die Möglichkeiten, uns mit zwei, drei Siegen mehr aus der bedrohlichen Lage heraus zu katapultieren. Das haben wir nicht geschafft“, muss sich Ivan Markow diese Tatsache anhand der nackten Zahlen eingestehen. „Aber das müssen wir jetzt ausblenden, mit voller Konzentration und Power diesen Kampf annehmen.“

Dass die U23 des FC Schalke 04 der neue Meister und erste Aufsteiger sein wird, bezweifelt niemand mehr. „Aber auch der Tabellenletzte Gievenbeck hat gegen diese Mannschaft vier Punkte geholt“, sieht Markow, dass die Chance, zumindest einen Teilerfolg aus Gelsenkirchen mitzunehmen, vorhanden ist.

Gerade an diesem Samstag und am kommenden Mittwoch, wenn mit dem TuS Haltern der zweite Aufstiegsanwärter an den Pulverwald kommt, kann der TuS Erndtebrück beweisen, dass die Lobeshymnen der Konkurrenten zutreffend sind. Er kann es nicht nur, er ist in dieser Endphase der Saison fast dazu gezwungen.

Personell wird es im Vergleich zum Sonntag keine Veränderungen geben. Zwar steigen die japanischen Verteidiger Tatsuya Yamazaki und Taira Tomita heute wieder ins Training ein, an einen Einsatz in Schalke ist aber noch nicht zu denken.

fupa.net