Mit dem Punktgewinn beim 1:1 (1:0) beim FC Brünninghausen hat sich die Situation im Oberliga-Keller für den TuS Erndtebrück kaum verbessert. Die Siege der Konkurrenz aus Hamm und Rheine haben das Feld, das gegen den zweiten Abstiegsplatz kämpft, im Gegenteil noch enger zusammengerückt. Nicht weniger als neun Mannschaften ringen vier Spieltage vor dem Saisonende noch darum, dem Abstiegsgespenst zu entrinnen. Mit 36 Punkten haben die Wittgensteiner jetzt drei mehr auf dem Konto als der jetzt auf den Abstiegsplatz zurückgefallene Gastgeber aus Dortmund.

Der hatte in der Anfangsphase der Partie eindeutig die besseren Karten. Während das Spiel der Wittgensteiner – nicht zuletzt durch die Umstellungen in der Defensive – eher verhalten zu nennen war, versuchten es die Brünninghausener mit gradlinigem Offensivspiel. TuS-Trainer Michael Müller holte aus der Reserve Sven Engelke in die rechte Außenverteidiger-Position der Viererkette, stellte Till Hilchenbach auf die linke Seite. Niklas Hunold rückte aus dem defensiven Mittelfeld zurück in die Innenverteidigung. Admir Terzic saß zwar trotz Verletzung fiebriger Erkältungs-Nachwirkungen auf der Bank, war aber nur für den Notfall eine Lösung. Mehmealija Covic saß einen Teil seiner Gelb-Rot-Sperre aus dem am Mittwoch gewonnenen Kreispokalmatch in Salchendorf ab.

Pech für den TuS, dass er den Treffer zur Führung der Gastgeber in Unterzahl schlucken musste. Erlon Sallauka wurde außerhalb des Spielfelds behandelt, als Robin Gallus in der 29. Minute zum 1:0 traf. Zwar hatten sich die Erndtebrücker jetzt einigermaßen gefunden, da war der Rückstand natürlich wenig erbaulich. Doch steckte der TuS das 0:1 gut weg, er besaß in der Folge noch vor dem Halbzeitpfiff sogar die Möglichkeiten, der Partie eine andere Wendung zu geben. Mehdi Reichert (38.) und Abbas Attia (41.) vergaben ihre Chancen aber aus aussichtsreicher Position.

Die ersten Szenen der zweiten Hälfte gehörten dem ansonsten so treffsicheren Brünninghausener Offensiv-Duo Arif Et und Florian Gondrum. Beide tauchten frei vor Torhüter Paul Schünemann auf und scheiterten. Der Keeper hielt gegen Et, Gondrum verzog. „Fällt hier das 2:0, verlieren wir das Spiel“, atmete Michael Müller hörbar auf.

In der Folge aber bekamen die Wittgensteiner die Partie wieder in den Griff, arbeiteten für den Ausgleich, der dann nach 67 Minuten auch verdientermaßen fiel. Attia gelang über die linke Seite ein Dribbling, seinen Pass in die Mitte verwertete der nach einer halben Stunde für den angeschlagenen Sallauka ins Spiel gekommene Murat Yazar zum verdienten Ausgleich.

Und hätte Attia in der Schlussphase die letzte Chance für seine Farben genutzt, der TuS hätte drei Punkte aus Dortmund mitnehmen können. „Es ist schon so in Ordnung“, so Trainer Müller über das Resultat: „Für uns zählt jeder Punkt.“ Wie viel der wert ist, wird der kommende Sonntag zeigen, wenn am Pulverwald die Partie gegen die TSG Sprockhövel abgepfiffen wird.

Schiedsrichter: Tobias Severins (Langenberg ) - Zuschauer: 55
Tore: 1:0 Robin Gallus (29.), 1:1 Murat-Kaan Yazar (67.)

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