Das kann trotz des gestrigen Urteils des Verbandssportgerichts in Sachen Punktabzug für die Hammer SpVg (FuPa Südwestfalen berichtete) noch eine ganz unangenehme Restsaison für den TuS Erndtebrück in diesem Mai werden. Drei Spieltage vor Saisonschluss hängen die Wittgensteiner nach wie vor tief im Tabellenkeller und damit im Kampf gegen den Abstieg. „Da zählt jeder Punkt“, so Trainer Michael Müller, der daher auch das 3:3 am vergangenen Sonntag gegen die TSG Sprockhövel unter diesem Gesichtspunkt abhakt.

Die Tatsache, dass der TuS seit seiner Amtsübernahme nach wie vor ungeschlagen ist, beweist, dass die Mentalität im Team stimmt. Damit das am 26. Mai auch in Sachen Punktekonto zutrifft, bringen den TuS aber Unentschieden nicht weiter. Vor allem in Anbetracht der schweren Aufgabe, die der Mannschaft am letzten Nachholspiel-Mittwoch dieser Spielzeit bevorsteht. Die Reise geht zum ASC Dortmund, der Mannschaft der Stunde.

Nach der 1:2-Niederlage gegen die Sportfreunde am 31. März feierte der ASC acht Siege in Serie und rechnet sich wieder berechtigte Chancen aus, den sich schon fast im Vizemeister-Ziel und damit in der Regionalliga wähnenden TuS Haltern im Saison-Endspurt noch vom 2. Tabellenplatz zu verdrängen.

Anlass zu dieser Hoffnung ist natürlich dieser Super-Lauf der Aplerbecker, der Auftritt des Kellerkindes vom Pulverwald im eigenen Waldstadion sowie das Top-Duell der Halterner heute Abend gegen Spitzenreiter Schalke. Gehen die Rechnungen der Dortmunder auf, trennen sie von Haltern vor den beiden letzten Spielen nur noch zwei Punkte.

Der TuS Erndtebrück würde dem ASC heute Abend am liebsten einen dicken Strich durch diese Rechnung machen. „Wir wollen da mal auf die Bremse treten“, lacht Michael Müller, „den Mega-Lauf stoppen.“ Natürlich ausschließlich aus eigenem Interesse. Es müssen Punkte herbei, um sich aus der misslichen Situation zu befreien. Ein Erfolgserlebnis beim Tabellendritten täte der Erndtebrücker Seele natürlich gut. „Ich denke, wir sind nicht chancenlos“, fährt Müller mit seinem Team eigentlich guten Mutes über die A45 in Richtung Ruhrgebiet. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie den Willen hat, alles zu geben.“ Von den spielerischen Fähigkeiten ist der Trainer sowieso überzeugt.

Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Verteidiger Till Hilchenbach, dessen im Sprockhövel-Spiel schon nach einer Viertelstunde in Mitleidenschaft gezogene Nase Kummer bereitet. Eine abschließende Untersuchung soll ans Tageslicht bringen, ob das Riechorgan gebrochen ist. „Hoffen wir mal, dass nur eine Prellung vorliegt“, will Trainer Müller ungern auf den Defensivspieler verzichten.

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