Die Zweitvertretung des TuS Erndtebrück macht auch im neuen Jahr dort weiter, wo sie vor der Winterpause aufgehört hat. Beim zu Hause vorher noch ungeschlagenen BSV Menden siegten die Wittgensteiner völlig verdient mit 2:1 (1:1) und behaupteten somit auch die Tabellenführung. Der Sieg war umso wichtiger, da auch Verfolger SpVg. Olpe sein Spiel gewann.

Hatte man vor dem Spiel im Lager der Erndtebrücker auch mit einem Punkt leben können, ist der Sieg nach den 90. Minuten hochverdient. Der TuS kam besser ins Spiel, baute von Beginn an hohen Druck auf und spielte schnell nach vorne, so dass die Mendener ihre Offensiv-Stärke gar nicht erst entfalten konnten.

Schon in den ersten zehn Minuten hätten die Gäste führen können. Jan-Peter Stein, Sven Hinkel und Manuel Müther konnten den Ball aber jeweils aus aussichtsreicher Position nicht die Linie drücken.

In der 34. Spielminute machte es Müther dann besser. Sven Hinkel lief nach feinem Pass von Konstantin Volz allein auf BSV-Torwart Dennis Kluy zu, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins-Duell am Mendener Keeper. Der Abpraller landete jedoch bei Müther und der hatte keine Mühe zum 1:0 einzuschieben. 

Kurz nach der Führung verletzte sich Mendens Kapitän Sascha Wulff. "Die Unterbrechung hat uns ein wenig aus der Bahn geworfen. Ansonsten fand Menden in den ersten 45. Minuten eigentlich überhaupt nicht statt.", bilanzierte TuS-Trainer Michael Müller. Die Verunsicherung der Gäste nutzte Menden zum Ausgleich. Nach einer Standardsituation wird der Ball am ersten Pfosten verlängert und Benjamin Biehs köpft quasi mit dem Pausenpfiff zum 1:1 ein.

"Das 1:1 zur Halbzeit war für uns vom Ergebnis her unbefriedigend. Ich habe den Jungs in der Kabine gesagt, dass wir weiterhin hohes Tempo gehen müssen, um das Spiel zu gewinnen.", erklärt der Übungsleiter. Zunächst aber konnten seine Mannen dies nicht umsetzen. Menden kam gut aus der Kabine und war die erste Viertelstunde nach dem Seitenwechsel zunächst spielbestimmend.

Erst nach einer Stunde nahmen die Gäste wieder das Heft in die Hand und konnten erneut in Führung gehen. Der in der 21. Minute für Andreas Mayer (umgeknickt) eingewechselte Ivan Markow besorgte die 2:1 mit einem sehenswerten Treffer in den linken Winkel. Nach einem Eckball konnte Menden nicht souverän klären, der Schuss von Volz konnte noch auf der Linie abgewehrt werden, gegen die anschließende Volley-Abnahme von Markow war Kluy aber machtlos. Müther und der eingewechselte Sebastian Wanke verpassten es dann den beruhigenden dritten Treffer nachzulegen und scheiterten alleine auf Kluy zulaufend jeweils knapp.

"Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann ist das die Chancenverwertung. Streng genommen muss das Spiel zur Halbzeit schon entschieden sein. Für das erste Spiel nach der Winterpause war das schon sehr gut. Menden ist offensiv extrem gefährlich und deshalb ist es uns hoch anzurechnen, dass wir sie nie wirklich ins Spiel haben kommen lassen. Wir haben das wirklich gut gemacht.", zeigte sich Michael Müller mit dem Spiel seiner Elf sehr zufrieden.

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