Dank eines stark aufgelegten Alex Taach zwischen den Pfosten erkämpfte sich die Reserve des TuS Erndtebrück den Klassenerhalt. Im Relegationspiel gegen Viktoria Rietberg parierte der junge Keeper in der Schlussphase einen Elfmeter und hielt die Wittgensteiner damit in der Landesliga.

„Alex hat uns heute klar im Spiel gehalten. Generell hat die Mannschaft aber ein gutes Spiel gemacht, alles reingeworfen und sich den Klassenerhalt verdient“, urteilte TuS-Trainer Alfonso Rubio Doblas und fügte an: „Mein Dank geht neben der Mannschaft an meinen Co-Trainer Lirian Gerguri und unseren Vorsitzenden Dirk Beitzel. Wenn man zu Beginn der Rückrunde so gut wie keine Punkte holt, ist es nicht selbstverständlich, am Trainer festzuhalten. Heute haben wir das Vertrauen zurückzahlen können.“

Knapp 180 Zuschauer waren nach Brilon gereist. Zunächst waren in einem kampfbetonten Spiel Chancen aber eher Mangelware. Doch die Erndtebrücker schlugen eiskalt zu: Mats Ole Birkelbach schoss einen Freistoß aus halblinker Position direkt in die Maschen (15.). In der Folge übernahmen jedoch die Rietberger das Spiel. „Wir haben den Rietbergern bewusst die Spielkontrolle überlassen“, erklärte Rubio Doblas, „Wir hatten nur zu oft Probleme, für Entlastung zu sorgen.“

Dank Taach kamen die Ostwestfalen in der Phase nicht zum Ausgleich: Marc Birkenhake fand in dem TuS-Keeper seinen Meister (30.), ebenso wie Lukas Keles (48.). Auf der Gegenseite bot sich den Wittgensteinern die Chance auf die Entscheidung. Viktorias Torhüter Marvin Thomas gewann erst das Duell mit Cem Özer und wehrte dann den Nachschuss von Murthada Jebur ab (79.).

Doch weil Taach in einer nervenaufreibenden Schlussphase den Strafstoß von Marc Birkenhake entschärfte (83.), zogen am Ende die Ostwestfalen den Kürzeren. Während Viktoria Rietberg in die Bezirksliga absteigt, können am „Pulverwald“ nun die schweren Planungen für die nächste Landesliga-Saison beginnen. Nach einer Reihe von Abgängen ist der Fortbestand der zweiten „Welle“ auch abhängig von möglichen externen Neuzugängen. „Die Wechselorgien in Erndtebrück sind jedes Jahr so, das ist jetzt nichts Neues. Der TuS Erndtebrück will auch im nächsten Jahr eine Landesliga-Mannschaft stellen und hat auch bereits einen Etat dafür eingeplant“, weist Rubio Doblas einen möglichen Rückzug zurück. „Die Türen stehen angelweit offen. Wir versuchen nun in der Kürze der Zeit Spieler an Land zu ziehen, die Landesliga spielen wollen. Außerdem haben wir wieder ein Argument mehr, um die noch offenen Spieler zu halten. Was jetzt daraus wird, wird sich bis zum Ende der Wechselfrist am 30. Juni zeigen“, erklärte der Spanier schließlich.

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