Die Vorzeichen könnten eindeutiger kaum sein. Auf der einen Seite der SuS Neuenkirchen, der in der laufenden Spielzeit in den neun Partien vor heimischem Publikum acht Mal das Feld als Sieger verließ und nur gegen Spitzenreiter und designierten Oberliga-Meister Arminia Bielefeld II verlor und auf der anderen Seite der auswärtsschwache TuS Erndtebrück.

In elf Spielen auf des Gegners Platz konnten die Wittgensteiner bislang lediglich einen Sieg verbuchen. Neben drei Unentschieden setzte es sieben Pleiten. Dennoch will Erndtebrücks Trainer Florian Schnorrenberg nicht ohne Zählbares an den Pulverwald zurückkehren. "Am liebsten wäre mir, wir würden in die 'Festung Waldstadion' reinstürmen, einen Punkt mitnehmen und dann wieder nach Hause fahren. Doch dafür muss schon alles passen." So wie in der zweiten Halbzeit vergangenen Sonntag gegen Gütersloh. "Bis auf die Chancenverwertung hat mir das schon ganz gut gefallen. Defensiv haben wir kompakt gestanden und sind durch unser schnelles Umschaltspiel zu einigen Torgelegenheiten gekommen."

Ein Rezept, dass auch im Kreis Steinfurt zum Erfolg führen könnte. Vor dem SuS, bei dem es vergangenene Saison eine 3:7-Klatsche gab, zeigt Schnorrenberg aber gehörigen Respekt. "Sie haben ähnliches Potenzial wie wir. Bislang konnten auch sie sich auf ihre Heimstärke verlassen, die sie bis auf Platz sechs führte. Sie haben eine spielstarke Truppe mit schnellen Spielern auf den Außenbahnen", so der TuS Trainer, für den es ein Schlüssel zum Erfolg sein könnte, Stürmer Daniel Seidel, Nico Haverkamp bei Standardsituationen und Jörg Husmmann ("das Herz der Mannschaft") in den Griff zu bekommen.

Im eigenen Lager beklagte der Brachbacher bis Mitte der Woche einige angeschlagene Akteure. André Schilamow, Leonardo Ribeiro und Thomas Bednorz schlugen sich mit einem grippalen Infekt herum, gehören aber wohl ebenso zum Kader wie Jan-Patrick Kadiata und Timo Bäcker, die zuletzt fehlten. Und auch Patrick Flender, bei dem zunächst Verdacht auf Blinddarmentzündung bestand, der sich aber nicht bestätigte, wird die weiteste Auswärtsreise der Saison wohl antreten können. Im Gegensatz zu Manuel Müther. Der zog sich im Training eine Zerrung zu und fällt definitiv aus.

"Ich hätte nichts dagegen, wenn am Sonntag zwei Serien reißen. Wenn nämlich Neuenkirchens imposante Heimserie reißt, würde das bedeuten, dass auch unsere schwarze Auswärtsserie endlich einmal endet", hofft der A-Lizenz-Inhaber.

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