Schweren Herzens muss der TuS Erndtebrück vollziehen, was lange Zeit abgewendet werden sollte.

Die für die Landesliga gemeldete Reservemannschaft wird mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb zurückgezogen.

Nach 17 Abgängen zur Sommerpause und vier Akteuren, die den Sprung in das Oberliga-Team geschafft haben, sowie weiteren sechs Abgängen der U19, war es von Beginn an eine schwere Aufgabe für unseren Verein, dieses Team mit Leben zu füllen.

„Natürlich haben wir uns von Beginn an Gedanken darüber gemacht, ob es Sinn hat, diese Mannschaft zu melden. Doch nach dem Klassenerhalt durch den Sieg im Relegationsspiel hatten wir uns eine Wendung erhofft“, beschreibt Alfonso Rubio Doblas die Situation.

Mit Ausnahme von Lars Birlenbach, der ebenfalls zukünftig der ersten Mannschaft angehören wird, sowie Torhüter Tom Röcher konnte kein Spieler mehr umgestimmt werden.

„Hinzu kommt, dass Hünsborn zunächst eine Verlegung auf Samstag angefragt hatte. Dieser hatten wir zugestimmt und dafür hätten wir auch genügend Spieler gehabt, um zumindest eine Partie zu absolvieren. Wir hätten dann sehen müssen, wie lange dies gut gegangen wäre. Bleibt man von Verletzungen verschont, geht das vielleicht bis zum Winter und man kann dann am Markt nochmal aktiv werden. Es hätte auch nach ein paar Wochen erledigt sein können“, gibt Rubio Doblas offen zu.

„Nun wurden unsere Planungen für das erste Meisterschaftswochenende über den Haufen geworfen. Das soll in keiner Weise ein Vorwurf an Hünsborn sein. Wir müssen uns nur zugestehen, dass wir unter diesen Voraussetzungen nicht mal mehr einen sauberen Start hinbekommen und die Probleme von Woche zu Woche verschieben. Daher erfolgt an dieser Stelle dieser Schnitt und wir hoffen, in der kommenden Saison eine ordentliche Bezirksliga-Mannschaft auf die Beine stellen zu können“, erläutert der sportliche Leiter.

Der TuS Erndtebrück entschuldigt sich an dieser Stelle bei allen betroffenen Vereinen und hebt ausdrücklich hervor, dass dieser Werdegang in der Form nicht geplant war. Bis zuletzt hat der Verein an ein Überleben seiner Landesliga-Reserve geglaubt und darauf gehofft.