Der TuS Erndtebrück will nach dem Fehlstart (18. Platz/0 Punkte) am Sonntag eine Trendwende einleiten. Mit dem Titelaspiranten ASC Dortmund (8./6) erwartet der Wittgensteiner Oberligist jedoch die nächste schwere Aufgabe. In den letzten beiden Spielzeiten wurden die Aplerbecker jeweils Dritter und spielten bis zum Ende um den Aufstieg mit.

Daher schätzt TuS-Trainer Alfonso Rubio Doblas den kommenden Gegner dementsprechend stark ein: „ASC Dortmund ist auch in diesem Jahr ein Mitfavorit um den Regionalliga-Aufstieg. Sie kommen mit einer recht jungen Mannschaft daher und haben mit Maximilian Podehl und Kevin Brümmer zwei Ausnahmefußballer in ihren Reihen. Zudem konnten sie ihren Kader zusammenhalten und im Sommer nochmal verstärken.“ Der Saisonstart wird den Ambitionen des ASC bisher allerdings noch nicht gerecht. Zwei Auswärtssiegen bei Paderborns Reserve (2:1) und in Sprockhövel (3:1) stehen zwei Heimpleiten gegen Gütersloh (0:1) und zuletzt gegen Meinerzhagen gegenüber (1:2). Die Elf aus Aplerbeck ist demnach keinesfalls unschlagbar, zugleich jedoch in der Fremde noch ohne Makel. Daher fasst Rubio Doblas zusammen: „Es wird eine schwere Aufgabe, letztendlich ist in der Oberliga aber jede Aufgabe schwer.“

Und mit jeder Woche wird es schwerer, denn Erndtebrück wartet noch immer auf einen Zähler und hat bereits vier Niederlagen zu verbuchen (3:5 gegen Ennepetal, 0:3 in Rhynern, 0:3 im Derby gegen Kaan-Marienborn, 1:2 in Wiedenbrück). Nach dem blutleeren Auftritt gegen Kaan-Marienborn sah Rubio Doblas das Wiedenbrück-Spiel hingegen als Schritt nach vorne an. Denn Erndtebrück spielte gefällig mit und hatte auch die Chancen, um beim SC Wiedenbrück einen Zähler mitzunehmen. Unterm Strich steht dennoch der punktlose Fehlstart zu Buche.

Rubio Doblas erhofft nun auf die baldige Trendwende und die ersten Saisonzähler: „Ich glaube, bei meiner Mannschaft hat es Klick gemacht und dass nach dem katastrophalen Auftritt gegen Kaan-Marienborn durch das Wiedenbrück-Spiel ein Lerneffekt entstanden ist. Die Mannschaft hat hoffentlich begriffen, wie man in der Oberliga spielen muss.“ Und das heißt für den Spanier, dass man die Basics - Lauf- und Kampfbereitschaft - ins Spiel einbringen müsse, um erfolgreichen Fußball spielen zu können.

Diesen Lerneffekt werden Besmir Rada (Bänderriss), Nico Renner (Arbeitsunfall) und Lars Birlenbach (Knöchelverletzung) nicht auf dem Feld beweisen können. Zudem ist Eren Bilgicli (Adduktoren) fraglich. Alle anderen nimmt Rubio Doblas in die Pflicht, die Leistung aus dem Wiedenbrück-Spiel zu bestätigen und mit den ersten Punkten zu untermauern: „In Wiedenbrück haben wir bewiesen, dass wir die nötige fußballerische Qualität haben, um in der Oberliga zu bestehen. Was fehlt, sind die Ergebnisse.“

Und was verbessert werden muss, ist ganz klar die Defensivarbeit. 13 Gegentore nach gerade mal vier Spielen sprechen eine klare Sprache. Daher fordert der Spanier: „Wir müssen sehen, dass wir gegen den ASC Dortmund defensiv stabil stehen, weil wir auch bei den Gegentoren in Wiedenbrück wieder schlecht verteidigt haben. Abgesehen von der Derby-Pleite gegen Kaan, brechen uns diese Fehler bisher in jedem Spiel das Genick. Die Fehler, die wir anbieten, dürfen nicht so massiv sein, dass der Gegner daraus so viel Profit schlägt.“

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