Auf den Sieg beim Tabellenletzten aus Hamm folgte am Sonntag der Triumph im Derby gegen die Sportfreunde Siegen – der TuS Erndtebrück ist nach zwei „Dreiern“ in Folge wieder voll im Geschäft und hat nur noch drei Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Der Oberligist aus Wittgenstein will daher morgen beim SV Schermbeck die Sieges-Serie weiter fortführen.

TuS-Trainer Alfonso Rubio Doblas erwartet dabei ein Kampfspiel auf Augenhöhe: „Wir müssen, wie zuletzt in Hamm und gegen Siegen, den Kampf annehmen, defensiv stabil stehen und fußballerisch an die starken Phasen anknüpfen.“ Die Marschroute des Spaniers: Nach den von den Spielanteilen her verdienten Erfolgen in Hamm und im SI/WI-Derby gegen die Siegener soll schon morgen der nächste „Dreier“ für die Elf vom „Pulverwald“ her.

Der kommende Gegner ist jedoch schwer auszurechnen: Schermbeck weist mit elf Saisontreffern eine schlechtere Ausbeute als Erndtebrück (14 „Buden“) auf, steht aber sechs Punkte vor den Pulverwäldern. Grund dafür ist die stabile Defensive der Schermbecker (erst 14 Gegentore).

Rubio Doblas weiß: „Wir treffen auf einen unangenehmen Gegner, der auf einem schwer zu bespielenden Naturrasen einen klaren Heimvorteil hat. Da müssen wir uns in den Zweikämpfen aufreiben und versuchen, den Gegner mit der richtigen Einstellung abzukochen.“ Schermbeck musste sich vor eigenem Publikum bisher jedoch nur dem ASC Dortmund geschlagen geben. Also jenen Gegner, gegen den den Erndtebrückern der erste Saisonsieg gelang. „Schermbeck ist eine sehr robuste, zweikampfstarke Truppe, die viel mit langen Bällen agieren wird. Sie sind gut in die Saison gestartet, haben dann nachgelassen und sich nun wieder berappelt“, schloss Rubio Doblas die Gegneranalyse.

Denn der A-Lizenzinhaber schaut vor der nächsten Aufgabe zunächst auf die eigene Elf: „Die Mannschaft muss begreifen, dass wir unterm Strich immer noch auf dem 17. Rang und damit auf einem Abstiegsplatz stehen. Wir haben durch die zwei Siege angedockt. Die Fakten sprechen aber nach wie vor gegen uns.“ Daher gab Rubio Doblas seinen Spielern unter der Woche mit schärferem Ton vor: „Wir dürfen uns auf den letzten Wochen nicht ausruhen, im Gegenteil: Wir müssen weiter Gas geben und punktemäßig aufsatteln, um die Abstiegsregion zu verlassen.“

Nach einem erneutem Rückschlag im Aufbautraining wird Luca Woditsch ausfallen, genauso wie Haluk Arslan (nach Adduktoren-OP) und Sven Engelke (Knieprobleme). Hinter Mehmedalija Covic, der wegen eines Trainerlehrgangs in Bosnien gegen die Sportfreunde gefehlt hatte, steht noch ein Fragezeichen. „Covic kehrt erst am Wochenende aus Bosnien zurück. Als Ex-Profi ist er mit seiner Erfahrung ein wichtiger Eckpfeiler in unserer jungen Mannschaft. Aber die hat das auch ohne ihn gegen Siegen gut gemacht“, erklärte Rubio Doblas.

Ein anderer, der gegen die Sportfreunde spielte, aber keine Einsatzgarantie hat, ist Torwart Niklas Knopf. Man könnte meinen, dass er sich mit zwei starken Auftritten zuletzt wieder gegen den ein Jahr jüngeren Konkurrenten Alex Taach, der vom 2. bis zum 10. Spieltag das Tor der Pulverwälder hütete, durchgesetzt hat. Doch Rubio Doblas ließ offen, wer in Schermbeck zwischen den Pfosten startet: „Wir haben zwei talentierte Torhüter, da zählt der letzte Eindruck im Training. Niklas hat am Sonntag in der Endphase überragend gehalten. Aber auch Alex hat schon starke Paraden gezeigt.“

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