Es bleibt dabei. Der TuS Erndtebrück ist zu Hause weiterhin eine Macht. Die Wittgensteiner gewannen gegen die TSG Sprockhövel mit 2:0 und holten damit bei einem Unentschieden den vierten Sieg im fünften Heimspiel. In der Tabele kletterte das Team von Trainer Florian Schnorrenberg vorübergehend auf den fünften Rang.

Es waren gerade einmal 60 Sekunden im Pulverwald gespielt, als Markus Waldrich das 1:0 für seine Farben auf dem Schlappen hatte. Doch der Torjäger des TuS scheiterte an Gäste-Torhüter Patrick Knieps. Sieben Minuten später war es dann der Ex-Betzdorfer Anis Saidi, der die Führung erzielen musste. Nach schöner Vorarbeit von Philipp Böhmer schoss Saidi den Ball jedoch über den leeren Kasten der Huber-Elf.

Erndtebrück war auch danach das spielbestimmende Team, zwingende Torchancen hatten die Wittgensteiner jedoch nicht mehr. Aber auch Sprockvövel zeigte, warum sie die letzten drei Spiele gewonnen hatten und fand mit zunehmender Spielzeit immer besser ins Spiel. Und so hatten die Gäste ihrerseits die Chance in Führung zu gehen. Hhino Kadiu traf aber mit der Hacke nur den Pfosten des Erndtebrücker Tores.

Nach dem Wechsel entwickelte sich die Partie zu einem richtig guten Oberligaspiel. Beide Teams spielten offensiv nach vorne und versuchten ihrerseits die drei Zähler zu verbuchen. Als Schnorrenberg nach einer Stunde zu einem Doppelwechsel griff und für den verletzten Sebastian Wasem André Schilamow in die Partie brachte und Andreas Krolewski zu seinem Oberliga-Debüt verhalf und für Özgür Öncü einwechselte, erzielte nur 60 Sekunden später Benjamin Thorbeck die Führung für den TuS. Saidi spielte den Ball auf Thorbeck, der im Strafraum einen Gästespieler stehen ließ und den Ball unhalbar unter den Querbalken drosch.

Sprockhövel machte nach dem Rückstand auf und drängte auf den Ausgleich, aber die bessren Chancen hatte der TuS. Aber weder Schilamow, der den Ball noch einmal uneigennützig quer legte und besser selbst den Abschluss gesucht hätte, noch Fatih Tuysuz, der an Knieps scheiterte, konnten das beruhigende 2:0 erzielen. Auf der Gegenseite hatte der TuS sogar Glück, dass nicht der Ausgleich fiel. Der Schuss von Emre Yesilova ging nur an den Innenpfosten.

In der dritten Minute der Nachspielzeit fiel dann die Entscheidung. Nachdem Knieps bei einem Eckball mit aufgerückt war, spielte der überragende Thorbeck das Leder auf José Matuwila und der hatte keine Mühe ins verwaiste Tor zum 2:0 einzuschieben.

"Die Erleichterung ist riesig. Nicht nur, weil wir gewonnen haben, sondern auch kämperisch alles gegeben haben. Wir haben mit zwei Spitzen gespielt und wollten ein frühes Tor erzwingen, aber das ist uns leider nicht gelungen. Dennoch bin ich mit dem Spiel zufrieden. Das war unser stärkster Auftritt in dieser Saison", freute sich Schnorrenberg über den starken Auftritt seines Teams, dass es auf dem anschließenden geplanten Mannschaftsabend richtig krachen lassen wollte.

"Ich bin natürlich enttäuscht. Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Beim ersten Gegentreffer haben wir geschlafen. Danach haben wir alles versucht, um noch den Ausgleich zu erzielen, haben es leider nicht geschafft. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Unter dem Strich ist der Erndtebrücker Sieg verdient", berichtete TSG-Trainer Lothar Huber.

In den nächsten beiden Heimspielen erwartet die Erndtebrücker dann die Cremé de la Cremé am Pulverwald. Während am 27. Oktober zunächst Arminia Bielefeld II nach Erndtebrück kommt, ist 14 Tage später der Titelfavorit und Liga-Krösus SV Rödinghausen bei den Wittgensteinern zu Gast.

Quelle Expressi