Nur eine Woche nach der 4:0-Gala gegen den SV Rödinghausen ist der TuS Erndtebrüch in der Fußball-Oberliga wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Beim SC Roland Beckum verloren die Schützlinge von Trainer Florian Schnorrenberg unglücklich mit 1:2 (0:0) und versäumten es als erstes Team in dieser Saison den Hausherren eine Heimniederlage beizubringen.

Notgedrungen musste Schnorrenberg im selbst zitierten "Horror-Kreis" (weil es im Kreis Hamm bislang nur Niederlagen gab) seine siegreiche Mannschaft aus der Vorwoche auf zwei Positionen verändern Für den verletzten Markus Waldrich begann Tokio Nakai im Sturmzentrum und überraschend stand auch Jannik von der Heiden als Torhüter zwischen den Pfosten. Stammtorhüter Timo Bäcker fuhr erst um kurz nach 14 Uhr mit seinem Pkw in Roland vor, so dass ein Einsatz zu diesem Zeitpunkt natürlich völlig außer Frage stand.

"Ich möchte mich dazu nicht äußern, aber es kann schon sein, dass diese Aktion noch ein größeres Nachspiel hat", deutete der Brachbacher an, dass diese, im Übrigen nicht erste Verfehlung Bäckers, den Keeper noch teuer zu stehen kommen könnte.

Die Hausherren, zugleich das beste Heimteam der Liga, demonstrierten vor allem in Durchgang eins, warum sie zu den besten Teams der Liga gehören. Joseph Laumann vorne im Sturmzentrum, Mike Pihl auf der linken Seite, Yakup Köse über rechts und Suri Ucar zentral hinter der Spitze sorgten für reichlich Unruhe in der Hintermannschaft der Wittgensteiner. Ein Treffer gelang den Gästen auch auf Grund der tadellosen Leistung des Bäcker-Vertreters von der Heiden nicht.

In der zweiten Hälfte änderte sich dann das Bild. Erndtebrück kam besser ins Spiel und erzielte durch André Schilamow auch die 1:0-Führung. Der frühere Bergisch Gladbacher setzte sich auf der rechten Seite gut durch und erzielte acht Minuten nach der Pause das 1:0. Als Tokio Nakai die große Chance zum 2:0 vergab, erzielte Sven Höveler den 1:1-Ausgleich (65.) für Beckum. Und auch nach diesem Treffer hatten die Erndtebrücker gute Möglichkeiten erneut in Front zu ziehen. Aber Schilamow Özgür Öncü, Anis Saidi und Nakai konnten ihre Gelegenheiten nicht nutzen.

"Jetzt wird es langsam mal Zeit, dass der Lernprozess abgeschlossen ist und wir mal unser Chancen reinmachen. Auch wenn wir nach dem Spiel wieder lobende Worte des gegnerischen Trainers bekommen und er von der bislang besten Mannschaft sprach, die sich dort vorgestellt hat, kann ich das langsam nicht mehr hören. Wir müssen unsere Chancen nutzen und auch mal den Ertrag einfahren", ärgerte sich der A-Lizenz-Inhaber.

Als wäre es nicht Strafe genug, dass die Erndtebrücker nicht den Siegtreffer  in der Fremde erzielten, mussten sie in der 72. Minute auch noch das 1:2 (72.) durch Yakup Höse hinnehmen. Durch diese Niederlage fällt der TuS auf Rang neun zurück.

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