Eine Woche nach der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen Roland Beckum geht der TuS Erndtebrück in der Fußball-Oberliga erneut auf Reisen. Und auch wenn sich die Wittgensteiner in der Fremde bekanntlich nicht so wohl fühlen, macht die Auswärtsfahrt zum SV Zweckel (Sa., 15 Uhr) dennoch optimistisch. Denn: Zweckel liegt nicht im oft zitierten "Horror-Kreis" Hamm.

"Das ist schon mal gut, dass wir dort nicht mehr hin müssen und die Mannschaften in der Rückrunde alle zu uns kommen", ist Erndtebrücks Trainer Florian Schnorrenberg froh, diesen aus Erndtebrücker Sicht eher unrühmlichen Kreis auf der Oberliga-Landkarte in dieser Spielzeit nicht mehr aufsuchen zu müssen. Da ist der Blick in Richtung nördliches Ruhrgebiet schon eher etwas entspannter.

Wenngleich der Trainer vor Zweckel warnt. "Wir haben im Hinspiel gesehen, dass das eine gut organisierte Mannschaft ist. Zudem verfügen sie mit Jonas Schmidt, Sebastian Freyni, Normen Seidel und Bünjamin Karagülmez über gute Einzelspieler", erinnert sich der A-Lizenz-Inhaber nur allzu gut an die erste Begegnung der beiden im August.

Um einen drohenden Ausfall im Dezember zu vermeiden, verständigten sich die Teams darauf, das Spiel auf das eigentlich spielfreie Wochenende vorzuziehen.

Und bei dieser Partie werden dem Trainer nach, zwei Dinge entscheidend sein, welches der beiden Teams am Ende den Platz als Sieger verlässt: "Ich gehe davon aus, dass der Platz dort sehr tief ist. Wir müssen uns im Klaren sein, dass es für uns um keinen Schönheitspreis geht und müssen den Kampf, der uns in Zweckel erwartet, annehmen. Zudem müssen wir auch mal endlich unsere Gelegenheiten nutzen. Je näher es Richtung Winterpause geht, desto mehr können wir uns rückblickend ärgern, dass wir durch die vielen vergebenen Chancen auch viele Punkte liegen gelassen haben."

Auch wenn Sebastian Wasem, der Anfang der Woche aufgrund einer Grippe nicht trainieren konnte, noch fraglich ist, entspannt sich personell die Lage etwas beim TuS. So kehren im Vergleich zur Vorwoche mit Thomas Ziegler, Leonardo Ribeiro und Markus Waldrich drei Spieler in den Kader zurück. Inwieweit ein Einsatz von Beginn an bei einem dieser Akteure am Samstag in Frage kommt, wusste Schnorrenberg ebenso wenig wie die Antwort auf die Frage, welcher der beiden Torhüter zwischen den Pfosten stehen wird. "Das entscheide ich kurzfristig", lautete die knappe Antwort des Brachbachers.

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