Am vergangenen Wochenende holte die zweite Mannschaft von Fußball-Regionalligist TuS Erndtebrück in der Landesliga trotz schwacher Leistung erneut drei Punkte, siegte knapp und auch etwas glücklich mit 2:1 beim BSV Menden. „Das war wohl das schlechteste Spiel der Saison von uns“, hatte TuS-Trainer Ivan Markow bereits am Sonntag nach dem Abpfiff gesagt.

Dennoch verbuchten die Jungspunde aus dem Wittgensteiner Land die drei Zähler – vielleicht auch das Glück des Tüchtigen, schließlich haben die Erndtebrücker nun bereits 15 Punkte auf dem Konto und stehen damit auf einem starken 3. Tabellenrang. „Unsere meist knappen Ergebnisse sprechen für eine starke Mentalität“, lobt Markow.

An den beiden bevorstehenden Spieltagen acht und neun darf die Reserve nun zwei Mal in Folge auf heimischem Terrain ran. Am Sonntag gibt zunächst der FSV Gerlingen seine Visitenkarte im Pulverwaldstadion des Clubs aus der Edergemeinde ab, dann kommt Absteiger FC Lennestadt. „Gerlingen wird mit Sicherheit alles reinhauen. Sie haben einen großen Kampfgeist – ich erwarte einen sehr disziplinierten Gegner, der tiefsteht und uns dann auskontern möchte“, meint der Erndtebrücker Übungsleiter, „es heißt also: Dagegenhalten, die nötige Geduld an den Tag legen und dann auf unsere Chancen warten.“

Der Kader des TuS Erndtebrück 2. wurde unter der Woche indes wesentlich schmaler: Zu den langfristig Verletzten Yassin Aouaj und Hussain Athroche kommen nun auch noch Marcel Becker (Oberschenkelprobleme), Eren Bilgicli (Achillesprobleme) sowie Keeper Alexander Bülow (Hüfte). Hinter Sven Engelke, der erneut mit seinen Knieproblemen zu kämpfen hat, und dem erkrankten Tevin Wagner steht noch ein „dickes Fragezeichen“ (Markow). Lediglich Seyhan Adigüzel kehrt wieder zurück ins Aufgebot.

Allerdings sieht es personell auch beim Gegner nicht viel besser aus. Aber: Klagen hilft wenig. Deshalb nimmt Paul-Heinz Brüser, Trainer des FSV Gerlingen (15. Platz/4 Punkte), die Gegner so wie sie kommen und will aus den Partien das Beste machen. Er hätte auch über die großen personellen Sorgen oder den hammerharten Saisonauftakt mit den Begegnungen gegen FSV Werdohl (0:1), in Menden (0:3), in Hüsten (1:4) und gegen RSV Meinerzhagen (2:4) lamentieren können. Nein, der Coach tritt die Flucht nach vorne an. „Wir können es uns nicht aussuchen“, sagt er: „Ich bin zuversichtlich, dass wir irgendwann das Glück auf unserer Seite haben.“

Nicht gerade zum Vorteil erweist sich allerdings der Umstand, dass neben den Langzeitverletzten Kubilay Basoglu und Steffen Scheppe sechs weitere Akteure fehlen werden. Darunter auch Pascale Stahl, der nach seinem Platzverweis gegen den FSV Werdohl drei Wochen gesperrt wurde. Die Gerlinger machen aus dieser Not eine Tugend. Brüser: „Wir dürfen den Anschluss an das Mittelfeld nicht verlieren und hoffen, dass wir nach der Winterpause alle Mann an Bord haben.“ Bei dieser Rechnung wäre ein Punktgewinn in Erndtebrück Gold wert.

Quelle fupa.net