Der Negativlauf bei Fußball-Regionalligist TuS Erndtebrück setzt sich fort. Auch im Siegener Leimbachstadion, dem Ort des bisher einzigen Saisonerfolges vor gut vier Wochen gegen Alemannia Aachen, gab es für die Mannschaft von Florian Schnorrenberg nichts Zählbares zu holen. Gegen den Wuppertaler SV setzte es eine 0:4 (0:2)-Pleite. Damit geht auch die Flaute in der Offensive weiter, seit mittlerweile gut 350 Minuten ist der TuS ohne eigenen Treffer.

Dabei gehörte heute die erste Möglichkeit den Erndtebrückern, bei denen Mory Konate wieder für den angeschlagenen Hedon Selishta in die Startformation rückte. Ein langer Ball von eben jenem Konate fand Xhuljo Tabaku, der alleine vor WSV-Torhüter Sebastian Wickl allerdings nicht die Nerven behielt und doch recht deutlich verzog. Auf der anderen Seite musste Erndtebrücks Timo Bäcker, der für den am Dienstag unglücklichen agierenden Samuel Aubele wieder ins TuS-Tor rückte, nach einem Querschläger von Gunnar Niemann gegen den Schuss von Christopher Kramer erstmals retten. Nach der Tabaku-Großchance kam von den Erndtebrückern nicht mehr viel, der WSV stand weiter mit einer Fünferkette und ließ den Gastgebern über weite Strecken den Ball, schalteten schnell um und wurden immer wieder gefährlich.

Nach einer halben Stunde gingen die Gäste dann folgerichtig in Führung. Dominik Jordan war auf seiner rechten Seite zu weit aufgerückt, sodass der sehr agile Niklas Heidemann zu viel Zeit hatte, den Ball in die Mitte zu Christopher Kramer brachte, der keine Mühe mehr hatte, den Ball aus Nahdistanz im Tor unterzubringen. Nur fünf Minuten später legten die Gäste das zweite Tor nach. Nach einer Ecke von Andre Mandt kam Kramer aus fünf Meter zum Kopfball, während TuS-Keeper Bäcker offensichtlich auf einen Foulpfiff von Schiedsrichter Christopher Schütter wartete, der allerdings ausblieb, bugsierte sich Bäcker den eigentlich eher ungefährlichen Ball von der Unterkante der Latte selbst ins Tor.

Der TuS blieb dagegen weitestgehend ungefährlich, bezeichnend eine Freistoßvariante, die Tim Treude kurz zu Tabaku ausführte, der den Ball allerdings aus 16 Metern nicht richtig traf.

Zur Pause reagierte Schnorrenberg, brachte Nino Saka und Stefan Valentini für die auf den Außen in der Luft hängenden Yuki Nishiya und Jan-Patrick Kadiata. Während Saka auf die Kadiata-Position ging, wechselte Xhuljo Tabaku auf den linken Flügel, dafür besetzte Valentini das Sturmzentrum. Großartige Gefahr strahlte Erndtebrück allerdings nicht aus. "Uns geht momentan die Gefahr vorne ab", gibt TuS-Trainer Florian Schnorrenberg zu. Dafür sorgten die Wuppertaler mit einem Konter für die vorzeitige Entscheidung. Nach einem Erndtebrücker (!) Freistoß im Mittelfeld schaltete der WSV schnell um, eine Flanke von Niklas Heidemann landete am Arm von Dominik Jordan, den fälligen Strafstoß verwandelte der erfahrene Gaetano Manno souverän (64.). Nach einer Ecke legten die Wuppertaler, bei denen der Ex-Siegener Daniel Grebe nach 57 Minuten eingewechselt wurde, durch Gino Windmüller noch das 4:0 nach.
Schiedsrichter: Christopher Schütter (PTV Werl) - Zuschauer: 416

Quelle fupa.net