Eine Partie auf unterstem Regionalliga-Niveau im Bonner Sportpark Nord mit einem verdienten Verlierer TuS Erndebrück. Mit 3:0 (2:0) behielt der Bonner SC die Oberhand und erhöht die Abstiegsgefahr der Wittgesteiner, für die die Lücke auf die rettenden Plätze nun schon fast zu groß geworden ist. Aber der TuS darf sich nicht beklagen. Mit einer solchen Leistung hat er in der Regionalliga nichts verloren.

Sah es zu Beginn noch so aus, als könnte der TuS die Partie ausgeglichen gestalten, so schlug man sich durch kapitale Schnitzer in der Defensive einmal mehr selbst. In der 34. Minute verschlief Mehmedalija Covic einen schlampigen Pass seines Innenverteidiger-Kollegen Gunnar Niemann, blieb einfach stehen und musste mit ansehen, wie sich Aleksandar Pranjes den Ball schnappte, Lars Lokatsch bediente, der dann keine Mühe hatte, Timo Bäcker zum ersten Mal zu bezwingen.

Ein Rückstand, der dem Gegner natürlich in die Karten spielte. Während die Bonner Oberwasser gewannen, verkroch sich der TuS, brachte nach vorne überhaupt nichts mehr zustande und ergab sich praktisch in sein Schicksal. Der zweiteTreffer der Bonner noch vor der Pause entschied schon die Partie. Während sich Alexandros Tannidis bereits warm lief, um in der Pause den Platz von Covic einzunehmen, erzielte Marcel Kaiser mit einem Schuss aus 16 Metern das 2:0. Das war’s im Prinzip, denn dieser Erndtebrücker Mannschaft war in den zweiten 45 Minuten nicht zuzutrauen, diesse Partie noch zu drehen.

Es wurde dann auch nicht besser, es fehlte am Kombinationsfluss. Das Fehlen des verletzten Mory Konate machte sich bemerkar, Tim Treude war als einzige spielgestaltende Figur überfordert, Nino Saka war nach guten Ansätzen in der Anfangsphase kein vollwertiger Ersatz für den angeschlagenen Jan-Patrick Kadiata. So wartete man förmlich auf das dritte Bonner Tor, das nach 66 Minuten in einer Co-Produktion durch Mario Weber und den eingewechselten Tanidis fiel. Ein Zufallsprodukt, wie irgendwie alles, was sich in der alten Bundeshauptstadt abspielte.

„Wir hätten das Spiel schon vor der Pause in unangenehmer Form höher abgeben können“, so TuS-Coach Florian Schnorrenberg nach dem Spiel. „Mit so einer Leistung kann man einfach nicht bestehen. Da muss bedeutend mehr kommen. Aber man sieht, dass 20 Spiele in drei Monaten in den Knochen stecken. Da fehlt jetzt ganz einfach die Frische.“

Schiedsrichter: Robin Braun (SV Jägerhaus) - Zuschauer: 422
Tore: 1:0 Lars Lokotsch (34.), 2:0 Marcel Kaiser (42.), 3:0 (66. Eigentor)

Quelle fupa.net