Der TuS Erndtebrück kann sich nicht aus den Kellerregionen der Fußball-Regionalliga befreien. Auch gegen RW Essen setzte es die Niederlage für die Wittgensteiner. Auch ohne ihr gelb-gesperrtes Angriffs-Duo Plöger und Platzek gewann RWE vor 734 Zuschauern am Pulverwald mit 2:0 (2:0). Für das torgefährliche Duett sprang Kamil Bednarski in die Bresche, der mit seinen beiden Kopfballtreffern vor der Pause die Partie entschied. Er machte seine Tore in der 34. und 44. Minute.

„Wir haben das lange Zeit in Hälfte eins ganz ordentlich gemacht, bis dann diese elf Minuten kamen, die uns den Schlag versetzten“, blickte TuS-Trainer Florian Schnorrenberg auf die entscheidenden Szenen dieser Partie.

Wie schwer es ist, die neue Essener Kompaktheit unter dem neuen Coach Argirios Giannikis zu knacken, war fortan zu sehen. Fünfer-Abwehrkette, davor ein dichtes Vierer-Mittelfeld – da gab es keine Rume mehr für den Tus, der sich redlich mühte, aber auch kaum Ideen entwickelte. Die beste Chance bot sich den Erndtebrückern direkt nach dem 0:1, als Niklas Zeller, für den im Training verletzten Tim Treude im defensiven Mittelfeld aufgeboten, mit tollem Direktschuss aus halbrechter Position am hervorragend reagierenden RWE-Keeper Robin Heller scheiterte. Chance vorbei und noch neun Minuten bis zum zweiten Essener Gegentor.

Nach der Pause verwalten die Gäste ihre Führung, der TuS beißt sich an der defensiven Wand die Zähne aus. Kleine Möglochkeiten für Hedon Selishta (69.) und den eingewechselten Cedric Heller (86.) vereiltet der gute RWE-Keeper. Die Erndtebrücker stehen einmal mehr mit leeren Händen da und wirkten in ihrer Spielanlage und im Spielaufbau gegen die tief stehenden, gar nicht mehr viel machenden Essener einfach überfordert und haben am Ende noch Glück, als Bednarski mit seinem 18-Meter-Schuss noch die Latte trifft (89.).

Quelle fupa.net