Auf den Hoffnungsschimmer durch das 3:2 zuletzt beim FC Wegberg-Beeck folgt prompt der Rückschlag.

Zum Rückrunden-Auftakt der Regionalliga verliert der TuS Erndtebrück sang- und klanglos mit 0:3 (0:1) bei der SG Wattenscheid 09.

Hinzu kommen bei den personell arg gebeutelten Wittgensteinern zwei weitere Verletzte. Cedric Heller und Alexandros Tanidis, ohnehin „nur“ ersatzweise in der Lohrheide auf dem geschundenen Rasen, mussten den selben im Laufe der Partie angeschlagen verlassen. Gerade im Defensivbereich, wo Tanidis als Kapitän an alter Wirkungsstätte aufgelaufen war und eine ordentliche Partie geliefert hatte, werden die Lücken für Trainer Florian Schnorrenberg immer größer. „Ich bin froh, dass wir am kommenden Wochenende erstmal kein Spiel haben. Eine Erholungspause wird uns gut tun“, so der Brachbacher zu seinem gebeutelten Personal.

Tanidis war acht Minuten vor der Pause gerade vom Platz gehumpelt – er hielt sich nach einem frühen Foul von Manuel Glowacz schon lange den linken hinteren Oberschenkel, Marco Rente hatte seinen Platz in der Innenverteidigung eingenommen, als Letzterer in der 40. Minute bei der flachen Hereingabe von Glowacz eine höchst unglückliche Figur machte. Der aufgerückte Wattenscheider Innenverteidiger nutzt das zu diesem Zeitpunkt zur eher glücklichen Führung der Gastgeber.

Denn der TuS, der ganz gut begann, hätte schon in der 2. Minute in Führung gehen können, als Rente – da noch „Sechser“ – nach Eckball von Mehdi Reichert zum Kopfball kam, der den Weg über die Linie aber nicht fand, weil Angelo Langer die Kugel noch für seinen geschlagenen Keeper Edin Sancaktar klären konnte. So aber geriet der TuS ins Hintertreffen und erholte sich praktisch nicht mehr vom unnötigen Gegentreffer aus der 40. Minute.

Denn nach dem Wechsel, als zunächst Hedon Selishta eine Möglichkeit zum Ausgleich verpasst hatte, wurden die Gastgeber stärker und letztlich zum mehr und mehr dominierenden Team. Der schnelle Jonas Erwig-Drüppel forcierte das Umschaltspiel, der frühere Siegener Manuel Glowacz traf aus der Distanz. Nach 52 Minuten hieß es aus Erndtebrücker Sicht 0:2 – schon jetzt war die Partie praktisch gelaufen. Joseph Boyamba ließ sich zehn Minuten später weder von Reichert noch vom angeschlagen in die Partie gegangenen Mehmedalija Covic (Schnorrenberg: „Für ihn musste ein Training in dieser Woche reichen...“) stoppen. Der kluge Pass in die Tiefe erreicht Erwig-Drüppel – und der lässt Timo Bäcker keine Chance. In der verbleibenden halben Stunde verstand es der TuS nicht, sich Torgefahr zu erspielen.

Das alte Lied erklang: Nach einem Erfolgserlebnis ist Erndtebrück nicht in der Lage, mal eine kleine Serie zu starten.

Quelle fupa.net