Mit vier Wochen Verspätung und einem 0:0 im Nachholspiel bei Borussia Mönchengladbach 2. hat der Fußball-Regionalligist TuS Erndtebrück nun endlich seine Winterpause beendet. Erndtebrück bleibt nach dem torlosen Unentschieden mit jetzt 15 Punkten Tabellenvorletzter. Die Wittgensteiner haben aber den Abstand zum Bonner SC (14.), der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht und dessen Abendspiel gegen den FC Wegberg Beeck (16.) ausgefallen ist, vorerst auf fünf Zähler verringert. Die Borussia verbesserte sich um zwei Plätze auf Rang 11, liegt nun gleichauf in einem Block von fünf Mannschaften mit jeweils 27 Punkten.

Florian Schnorrenberg zeigte sich mit dem Teilerfolg im ersten Liga-Spiel seiner Mannschaft nach fast vier Monaten zufrieden. „Wir haben die Null gehalten“, freute sich der Erndtebrücker Trainer, „wir haben das im Kollektiv sehr gut gemacht.“ Wer das 0:5 vor Wochenfrist im kurzfristig organisierten Testspiel beim Oberligisten SV Lippstadt im Kopf gehabt hätte, sagte Schnorrenberg, hätte von seinem Team in Mönchengladbach wohl kaum diese Leistung erwartet. „In der ersten Halbzeit sind wir einen Tick näher an der Führung gewesen als Mönchengladbach“, erklärte Schnorrenberg. Der TuS-Trainer hatte den Neuzugang Armend Kabashi vor der Mittelfeld- Reihe als „Zehner“ und Jan-Patrick Kadiata als einzigen Angreifer aufgeboten. Erndtebrück spielte so munter mit.

In der 10. Minute blockte die Hintermannschaft von Borussen-Trainer Arie van Lent einen Kabashi-Schuss ab. Nach einer guten halben Stunde krachte ein Schuss von Benjamin Kraft von der Strafraumgrenze an die Unterkante der Mönchengladbacher Latte. „Wir haben das taktisch sehr gut gemacht“, lobte Schnorrenberg seine Mannschaft. Der Plan ging auf, das Aufbauspiel der „Fohlen“ über Marcel Benger zu stören. Das forderte den Erndtebrückern viel Laufarbeit ab auf dem Naturrasen im Grenzlandstation im Mönchengladbacher Ortsteil Rheydt.

Der Platz war erst am Mittag, nur wenige Stunden vor dem Spiel, von der Platzkommission frei gegeben worden, nachdem noch am Samstag dort nicht gespielt werden konnte. Schnorrenberg: „Der Platz war tief, aber gut bespielbar.“

Nach der Pause verlagerten sich die Kräfteverhältnisse - beinahe zwangsläufig. Kadiata und Kabashi wurden zunehmend müde. Beiden attestierte Schnorrenberg „lange Laufwege“. Mönchengladbach kam auf, doch Erndtebrück hatte einen guten Rückhalt zwischen den Pfosten: Niklas Jakusch machte zwei, drei Chancen der Gastgeber zunichte. In der 58. Minute hielt er einen Benger-Freistoß (58.) fest, wehrte sieben Minuten später einen Schuss von Mirza Mustafic zur Ecke ab.

„Niklas hat eine gute Präsenz gezeigt“, hatte Schnorrenberg ein Lob für seine Winterpausen-Verpflichtung parat, „er hat seine Drittliga-Erfahrung auf den Platz gebracht.“ In der Schlussphase hatte Hedon Selishta noch eine „Riesenchance“ (Schnorrenberg), doch er sei dabei aber elfmeterreif umgerissen worden, berichtete der Fußballlehrer der Wittgensteiner.

„In der ersten Halbzeit haben wir den Gegner gut unter Druck gesetzt“, analysierte Schnorrenberg nach dem Abpfiff, „uns hat die Ruhe bei eigenem Ballbesitz geholfen.“ Seine Mannschaft hätte „alles reingeschmissen“. „Vieles war schon gut“, sagte der Übungsleiter. Und lenkte den Blick gleich voraus auf die nächsten Aufgaben: „Vorne kann es bei uns noch besser werden.“

Den Punktgewinn in Mönchengladbach kann Erndtebrück nun in drei Heimspielen hintereinander aufwerten. Am Samstag (14 Uhr) gastiert RW Oberhausen (5.) am Pulverwald, eine Woche später der SV Wiedenbrück (6.), drei Tage danach kommt der SC Verl (9.) zum Nachholspiel ins Wittgensteiner Land.

Quelle fupa.net