Was ist denn nur los mit diesem TuS Erndtebrück. Borussia Dortmund geschlagen, beim Drittligisten Lotte ins Westfalenpokal-Finale eingezogen, den DFB-Pokal vor Augen und nun dem Wuppertaler SV im Denkmal geschützten Stadion am Zoo vor fast 2000 enttäuschten Zuschauern die Grenzen aufgezeigt. Mit 4:0 (2:0) senden die Wittgensteiner mehr als nur ein Zeichen im Kampf gegen den Regionalliga-Abstieg. „Ich konnte schon nicht mehr auf die Tabelle sehen, immer Platz 17, jetzt sind wir sogar um einen Platz geklettert.“ Trainer Florian Schnorrenberg ist natürlich überglücklich, sein TuS rutscht auf Rang 16, hat den FC Wegberg-Beeck überholt und mit den nun ebenfalls punktgleichen Bonnern gleich gezogen.

Erstmals konnte der Coach der Erndtebrücker in zwei aufeinander folgenden Spielen die selbe Formation auf den Platz bringen. „Hinzu kam“, so Schnorrenberg, „wie schon gegen Dortmund – dieser Schuss Spielglück, der uns so lange gefehlt hat.“ Mit der ersten Chance trifft Jan-Patrick Kadiata zur Führung, als Tim Treude und und Yuki Nichiya glänzend vorbereiten. Elf Minuten waren gerade rum. Zum Spielglück gehörte auch, dass WSV-Torjäger Christopher Kramer in der 18. Minute mit seinem Foulelfmeter – Kadiata hatte Enes Topal hart an Strafraumgrenze zu Fall gebracht - scheitert. Kein Zufall jedoch, dass Keeper Niklas Jakusch den Ball hält, denn er kennt Kramer allzu gut, haben beide doch – Kramer und Jakusch – 2011 ein gemeinsames Jahr beim VfR Neumünster in Schleswig-Holstein verbracht.

Elfmeter-Chance vertan, Wasser auf die Mühlen des TuS Erndtebrück. Der schüttelt sich kurz und erhöht sieben Minuten später auf 2:0 – erneut trifft Kadiata. Zwei Tore gemacht, Elfmeter verursacht, was sollte dieser Tag für den schnellen Mann auf Linksaußen noch bringen? Es kam noch mehr. Denn sieben Minuten nach der Pause kann Silvio Pagano den Erndtebrücker nur durch ein Foul stoppen – Elfmeter für den TuS. Den schießt dann nicht Kadiata, sondern Armend Kabashi – und es heißt 3:0. Und das war noch nicht alles: Denn nach genau einer Stunde köpft Stefan Valentini eine Kadiata-Flanke zum 4:0 ins Wuppertaler Netz.

Ein hoch verdienter Erndtebrücker Sieg, was auch Wuppertals Christian Britscho unumwunden zugeben musste: „Wir hatten auch in den vergangenen Wochen phasenweise Schwächen gezeigt, heute waren diese Phasen einfach zu groß.“ Immerhin hatten die Schwebebahn-Kicker sieben Mal in Folge nicht verloren. Bis der TuS Erndtebrück kam...

Schiedsrichter: Mitja Stegemann (Niederkassel) - Zuschauer: 1.967
Tore: 0:1 Jan-Patrick Kadiata (12.), 0:2 Jan-Patrick Kadiata (29.), 0:3 Armend Kabashi (53.), 0:4 Stefan Valentini (61.)
Besondere Vorkommnisse: Christopher Kramer (Wuppertaler SV) scheitert mit Foulelfmeter (18.)

Quelle fupa.net