Für den TuS Erndtebrück geht es weiter auf dem Erfolgsweg. Der Regionalligist trotzte dem Titelverteidiger und erneut im Titelrennen aussichtsreich postierten Rangzweiten Viktoria Köln ein insgesamt verdientes 1:1 (1:1) ab. Der TuS setzte erneut die Vorgaben seines Trainers Florian Schnorrenberg um, der – wie schon in Lotte und Wuppertal sowie gegen die U23 des BVB – die Anlaufwege auf die langen Innenverteidiger machte, den Spielaufbau der Kölner immer wieder unterband, um dann selbst seine Chancen im Umschaltspiel erhielt.

Gleich die erste nutzte Jan-Patrick Kadiata zur Führung. 8. Minute: Yuki Nichiya gewinnt den Ball, passt auf Tim Treude, der noch einmal auf den kleinen Japaner weitergibt. Und dessen Pass erreicht Kadiata, der Viktoria-Keeper Sebastian Patzler überwindet. Köln zeigt sich durchaus geschockt durch den Rückstand, muss weitere brenzlige Situationen überstehen. So die fehlende Fußspitze von Stefan Valentini in der 22. Minute, der die flache Hereingabe von Treude um Haaresbreite verpasst.

So auch vier Minuten später, als erneut Kadiata auf uns davon ist. Tobias Willers zieht und zerrt, doch Kadiata bleibt auf den Beinen und eilt allein auf den Keeper zu. Doch diesmal scheitert der Mann aus dem Kongo. Fällt er nach der Attacke des Viktoria-Innenverteidigers, kann die Entscheidung nur „Rot“ sein. So gab es nichts für den TuS. Und so mussten die Wittgensteiner Sekunden vor der Pause doch noch den Ausgleich hinnehmen, als Felix Backszat die Unstimmigkeit zwischen Admir Terzic und Marco Rente ausnutzt.

Nach dem Wechsel erhöht Köln die Schlagzahl, übernimmt mit viel Ballbesitz die Kontrolle. Richtige Tormöglichkeiten indes gibt es nicht. Die haben die Erndtebrücker nach einem Eckball von Daniel Svab in der 53. Minute. Valentini trifft aber nur den Pfosten. Hektik und Dramatik in der Schlussphase, als es nach Foul von Nichiya an Steffen Lang Elfmeter für die Gäste gibt (88.). Doch wieder einmal – wie schon zuletzt in Wuppertal – zeigt TuS-Torhüter Niklas Jakusch seine Klasse und pariert den Schuss von Kemal Rüzgar.

Und noch einmal greift Jakusch entscheidend ein, als er in der Nachspielzeit den Flachschuss von Marc Brasnic aus dem Eck fischt. Dumm, dass Mory Konate in der Elfmeter-Situation wegen einer Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte sieht. Er nimmt den bereits auf dem Elfmeterpunkt liegenden Ball noch einmal mit der Hand auf und wird dem TuS am Samstag gegen Spitzenreiter Uerdingen fehlen.

Quelle fupa.net