In schwierigen Zeiten sind gute Nachrichten überaus willkommen. So wie beim TuS Erndtebrück, der vier Spiele vor dem Saisonende als Drittletzter der Regionalliga West weiter auf den Klassenverbleib hofft.

Vor der Begegnung des 32. Spieltags am Samstag (14 Uhr) gegen den Bonner SC (14.) ist der Langzeitverletzte Dominik Jordan wieder da. Der 23-jährige Rechtsverteidiger habe den so genannten „Ready-to-Play-Test“ bestanden, freute sich Florian Schnorrenberg. Damit darf Jordan nach einer Rekordzeit von nur gut fünf Monaten seit seinem Kreuzbandriss wieder Fußball spielen. Er hatte sich Anfang November im Training am Knie schwer verletzt, war Ende November in Straubing operiert worden. „Er hat unglaublich hart an sich gearbeitet und ist zurück bei der Mannschaft“, sagt der Erndtebrücker Trainer, „aber ein Einsatz hat jetzt noch keine Relevanz.“

Die Rückkehr von Jordan, der bis zu seiner Verletzung Stammkraft in der Hintermannschaft war, dürfte zumindest die ohnehin gute Stimmung im Team nach den Erfolgen der letzten Wochen weiter beflügeln. Schließlich hat Schnorrenberg die Partie gegen Bonn in den Rang eines „kleinen Endspiels“ im Kampf gegen den Abstieg gehoben, nachdem Erndtebrück das Nachholspiel am Dienstag gegen den Tabellenletzten Westfalia Rhynern mit 1:0 gewonnen hatte, gleichzeitig aber die Nachricht vom überraschenden 5:2-Erfolg der Rheinländer gegen den Ranglisten-Achten SV Rödinghausen (nach 0:0 zur Pause und 0:1 danach) die Runde am Pulverwald machte.

Statt den Rückstand auf Bonn auf zwei Punkte zu verkürzen, liegt Erndtebrück nun weiter fünf Zähler hinter Bonn und auch hinter Fortuna Düsseldorf 2 (15.). Rang 14 bedeutet am Saisonende den Klassenverbleib; Position 15 bleibt als „Hintertürchen“, sollte der Regionalliga-Meister in die 3. Liga aufsteigen.

Auf dem Weg zum nötigen Sieg gegen Bonn (Hinspiel: 0:3) muss der TuS auf Lukas Rösch (Zerrung, eventuell Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Ilyass Mirroche (möglicherweise Bänderriss) verzichten. Beide hatten sich gegen Rhynern verletzt. Angreifer Rösch musste schon in der 38. Minute vom Platz. Für ihn kam Stefan Valentini, der nach der Pause bei seinem dritten Versuch dann zum 1:0-Siegtreffer einköpfte.

Zurück ins Team kommt Armend Kabashi (Gelb-Sperre). Auch Kapitän Tim Treude soll wieder mitwirken, der gegen Rhynern nach einer Zerrung „nicht gut gespielt hat“ (Schnorrenberg) und vorzeitig ausgewechselt wurde. Mit beiden wäre wieder die Defensive aus den erfolgreichen Wochen mit den Siegen gegen Dortmund und in Wuppertal sowie dem Remis gegen Viktoria Köln beisammen. Derweil hat Jan-Patrick Kadiata (Verhärtung an der Oberschenkel-Rückseite) am Mittwoch nicht trainiert.

Trotz des Bonner Sieges gegen Rödinghausen, der „von der Höhe her nicht zu erwarten war“ (Schnorrenberg), bleibt der TuS-Trainer zuversichtlich vor der anstehenden Partie. „Meine Mannschaft hat zwei besondere Drucksituationen gemeistert“, betont er. Und meint damit den Sieg im Westfalenpokal-Halbfinale beim Drittligisten SF Lotte und das 1:0 im Kellerduell gegen Rhynern. „Wir brauchen jetzt wieder diesen Mut“, betont Schnorrenberg, „wir können auch Bonn schlagen.“ Was dann in der Tat noch eine gute Nachricht wäre.

Quelle fupa.net