Zwei Wochen vor dem Auftakt-Kracher in der Oberliga-Westfalen haben die Sportfreunde Siegen das Testspiel gegen den TuS Erndtebrück für sich entschieden. Im Spiel um Platz drei des Blitzturniers beim RSV Meinerzhagen setzte sich die Mannschaft von Trainer Dominik Dapprich mit 1:0 (1:0) durch. „Es wollte natürlich keiner die Hosen runterlassen“, ordnete Dapprich die Partie ein, „es war aber ein sehr guter Test.“

Die Sportfreunde waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und setzten Erndtebrück schon in der eigenen Hälfte unter Druck. „Wir haben uns gegen ihr Pressing schwer getan, das haben sie aber auch gut gemacht. Die erste Halbzeit war von uns absolut nicht gut“, gestand TuS-Trainer Ivan Markow, der folgerichtig mitansehen musste, wie Benedikt Brusch die Siegener nach 31 Minuten in Führung brachte. Nach einer flachen Hereingabe stand er im Zentrum frei und brachte den Ball im Netz unter. „Das war für uns auch verdient“, sagte Dominik Dapprich, der noch „ein paar kleine Gelegenheiten“ für seine Mannschaft notiert hatte.

Mit dem Seitenwechsel (Erndtebrück) bzw. nach einer Stunde (Siegen) begannen dann beide Trainer, ihre Mannschaften kräftig durchzumischen. Die spielerische Linie ging dabei verloren, doch der TuS erarbeitete sich in der Folge zusehends ein Übergewicht. Nach einem langen Pass auf Xhuljo Tabaku gelang diesem auch der vermeintliche Ausgleichstreffer, doch der Schiedsrichter wollte bei der Ballmitnahme ein Handspiel gesehen haben und verweigerte dem Tor so die Anerkennung.

So blieb es bis zum Ende beim knappen Sieg für die Sportfreunde, dem jedoch beide Trainer nicht zu viel Bedeutung beimessen wollten. „Beide haben heute noch einmal ein bisschen was probiert, Schlüsse für das Oberliga-Spiel wird man daraus eher nicht ziehen können. Das Spiel hat aber gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, analysierte Dominik Dapprich.

Sein Gegenüber Markow pflichtete ihm bei: „In zwei Wochen wird es ein ganz anderes Spiel, mit einer ganz anderen Intensität. Jeder wird versuchen, so viele Schlüsse wie möglich zu ziehen, aber das ist nur begrenzt möglich. Wir freuen uns denke ich beide auf das Oberliga-Spiel und hoffen da auf ein gut gefülltes Stadion und gute Stimmung. Bis dahin haben wir noch ein bisschen was zu tun, das Spiel war aber eine weitere Einheit auf unserem Weg.“

Das Endspiel entschied Gastgeber RSV Meinerzhagen gegen den Mittelrheinligisten FC Hennef mit 2:0 (0:0) für sich.

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