Das News-Archiv

Nach dem 2:0-Arbeitssieg gegen Tabellen-Schlusslicht TuS Heven in der Vorwoche steht zum Jahresausklang für den TuS Erndtebrück nochmal ein richtig dicker Brocken auf dem Programm. Denn mit der SpVg Erkenschwick wartet eine absolute Oberliga-Spitzenmannschaft auf die Wittgensteiner.

Durch einen 4:1-Sieg im Top-Spiel bei Rot-Weiß Ahlen am vergangenen Wochenende untermauerten die Erkenschwicker, bei lediglich einem Zähler Rückstand auf Platz zwei, eindrucksvoll ihre Aufstiegsambitionen. Neben Spitzenreiter Bielefeld hat der Traditionsclub vom ehrwürdigen Stimberg mit 25 Punkten aus den letzten zehn Partien vorzuweisen die beste Bilanz aller Teams vorzuweisen. Und mit Stefan Oerterer (14 Tore) und Sebastian Westerhoff (11) zwei Spieler in seinen Reihen, die zusammen vier Treffer mehr erzielt haben, als der komplette Erndtebrücker Kader.

Neben der individuellen Stärke der beiden Top-Torjäger sieht TuS-Trainer Florian Schnorrenberg in der mannschaftlichen Geschlossenheit die größte Stärke beim kommenden Gegner. "Erkenschwick ist eine eingespielte Mannschaft, die sich in den letzten Jahren punktuell verstärkt hat. Obwohl sie über einen kleinen Kader verfügen, holen sie das Optimale raus."

Und da bei den Wittgensteinern scheinbar keine Woche vergeht, ohne dass es personelle Rückschläge zu verkraften gibt, drohen auch in Erkenschwick wieder zwei Akteure auszufallen. Özgür Öncü und Torhüter Timo Bäcker lagen Anfang der Woche auf Grund eines grippalen Infekts flach.

Dennoch: Trübsal blasen gilt nicht. "Wir wissen, dass wir kämpferisch alles in die Waagschale werfen müssen, wenn wir dort bestehen wollen. Aber ich denke, dass wenn wir Westerhoff und Oerterer aus dem Spiel nehmen und unsere wenigen Chancen nutzen, auch eine Chance haben. Allerdings müssen wir schon alles raushauen", fordert Schnorrenberg ein letztes Mal in diesem Jahr vollen Einsatz.

"Erkenschwick wird sicherlich mit einem Auge auf das Top-Spiel Rödinghausen gegen Bielefeld (1100 Karten bereits im Vorfeld verkauft) schielen und auf eine Niederlage der Gastgeber hoffen, um Platz zwei zu übernehmen. Das wollen wir aber verhindern", gibt sich Schnorrenberg kämpferisch.

Expressi

Im letzten Heimspiel der Hinrunde konnte unsere Erste gegen den TuS Heven mit 2:0 gewinnen und sich so für die desaströse 2. Halbzeit in Zweckel rehabilitieren.

Bereits nach 6 Minuten bot sich für Özgür Öncü die Chance zur Führung, doch seinen Flachschuß aus 16 Metern konnte Hevens Torhüter Holger Lichottka um den Pfosten lenken. 4 Minuten später allerdings war Lichottka machtlos, als Benny Thorbeck über die rechte Seite auf ihn zulief und den Ball zum 1:0 ins Netz beförderte. Danach zeigte sich Erndtebrück überlegen, konnte jedoch zunächst kein weiteres Kapital daraus schlagen. Mehrfach boten sich den Blauen Schußmöglichkeiten, die Holger Lichottka jedoch nicht vor allzu große Probleme stellten. Hevens einzige Chance vor dem Wechsel besaß Alexander Nour, dessen Flachschuß aus halblinker Position Timo Bäcker per Fußabwehr parieren konnte. Die Gäste schwächten sich eine Minute vor dem Pausenpfiff selbst, als Merlin Baus wegen einer Unbeherrschtheit von Schiedsrichter Marcel Neuer des Feldes verwiesen wurde.

Mit zehn Mann versuchte der TuS Heven, das Blatt zu wenden. Wiederum Alexander Nour zwang Timo Bäcker nach 55 Minuten zu einer Glanztat. Bereits 2 Minuten früher hatte Öncü die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, scheiterte aber am in dieser Szene überragend reagierenden Lichottka. Dieser fischte nach einer Stunde einen Freistoß von Benny Thorbeck aus dem langen Eck und hielt so seine Farben im Spiel. Doch eben dieser Thorbeck sorgte zehn Minuten vor dem Ende für die Entscheidung. Diesmal konnte Lichottka einen Schuß des eingewechselten Tokio Nakai nicht festhalten, Thorbeck erarbeitete sich den Ball und schob ihn aus kurzer Distanz ins leere Tor. Damit war die Messe gelesen und das letzte Heimspiel vor der Winterpause erfolgreich beendet.

Hevens Coach Mesut Güngör sagte in der Pressekonferenz, man habe sich vorgenommen, etwas aus Erndtebrück mitzunehmen, sei allerdings unglücklich in Rückstand geraten. Mit zehn Mann habe man besser als zu elft gespielt und versucht, das Unmögliche möglich zu machen, jedoch habe die nötige Cleverness gefehlt.

Florian Schnorrenberg betonte, dass man vor dem Spiel den Druck von der Mannschaft nehmen wollte. Man habe die Partie aggressiv begonnen, nach dem Führungstor aber das zweite nicht nachgelegt. Dadurch habe die nötige Leichtigkeit gefehlt. Der „Arbeitssieg“ sei aber aufgrund der größeren Anzahl an Möglichkeiten verdient. Schnorrenberg zeigte sich überglücklich, betonte aber, dass man als Außenseiter zum letzten Auswärtsspiel nach Erkenschwick fahre.

Henning Lindner

Fußball-Oberligist TuS Erndtebrück bestreitet am Sonntag das letzte Heimspiel der Hinrunde. Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg empfängt im Erndtebrücker Pulverwaldstadion das Schlusslicht TuS Heven. Beide Teams trennen dabei nur sechs Plätze in der Tabelle der Oberliga Westfalen - allerdings auch satte 17 Punkte.

Der TuS Heven setzte zuletzt ein Zeichen und vollzog einen Trainerwechsel. Vor wenigen Wochen beerbte Mesut Güngör  den bisherigen Coach Jörg Behnert. Seither holte der Tabellenletzte immerhin vier Punkte aus den vergangenen drei Partien. Zuletzt allerdings unterlag der TuS Heven knapp mit 1:2 gegen Rot-Weiß Ahlen. Eine deutlich höhere Niederlage musste indes der TuS Erndtebrück verkraften. Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg unterlag am vergangenen Sonntag 0:4 in Gladbeck bei Aufsteiger SV Zweckel und sinnt nun auf Wiedergutmachung. „Wir werden auf zwei oder drei Positionen etwas verändern. Ich werde sicher keinen Spieler nach der Niederlage aus der Mannschaft werfen. Wir haben im Kollektiv verloren, von einer Degradierung bin ich weit entfernt“, stellte Schnorrenberg seine Aussagen während der Pressekonferenz nach der Niederlage in Gladbeck klar.

Mehr als nur eine Option ist dabei Innenverteidiger Sebastian Wasem, der in die Start-Elf zurückkehren dürfte. Nicht dabei ist  Markus Waldrich. Der Stürmer zog sich in Gladbeck eine Kapselverletzung im Knie zu und fällt für die verbleibenden beiden Partien der Hinrunde aus. Fehlen werden wohl auch Sven Hinkel und Torwart Jannik von der Heiden (Grippe). Nach seiner schweren Kopfverletzung in der Saisonvorbereitung kehrte indes Verteidiger Jan-Philipp Gelber ins Lauftraining zurück. Gleiches gilt für die langzeitverletzten Christian Runkel und Manuel Müther.

SZ

 

Der TuS Erndtebrück hat das Trainer-Debüt von Jens Schmidt gänzlich vermiest. Die Wittgensteiner zündeten gleich acht Böller im Pulverwald und schossen den SuS Niederschelden mit 8:3 (4:1) ab. Dabei hätte es auch gut und gerne zweistellig ausgehen können. Denn der TuS ließ noch reihenweise Chancen aus.

Gleich in den ersten zehn Minuten waren es Lukas Faak, Sebastian Wanke und Mike Brado die alleine SuS-Keeper Oktay Düzgün zuliefen, den Ball aber nicht im Schelder Tor unterbringen konnten.

Was Effektivität bedeutet, zeigte das Schlusslicht dem Tabellenführer in der 14. Minute. Nachdem Mirkan Kasikci das Abseits aufhob und Michael Daub alleine auf Erndtebrücks Schlussmann Marcel Eichler zustürmte, konnte der Zerberus den ersten Versuch noch abwehren, doch gegen den Nachschuss von Daniel Schnittchen war letztlich machtlos.

Die Antwort der Wittgensteiner ließ aber nicht lange auf sich warten. Gerade einmal zwei Minuten später passte Anil Berber zu Sebastian Wanke und der traf zum 1:1. Und als nur 60 Sekunden später Wanke Mike Brado mit einem Querpass in Szene setzte und der frühere Hünsborner das 2:1 erzielte, hatte der TuS das Spiel gedreht.

In der 30. Minute zog Schiedsrichter Thorsten Kleiböhmer den Unmut der Gäste auf sich. Als Alexander Husser einen Pass von Andreas Mayer mit der Hand mitnahm und das 3:1 (30.) markierte, reklamierten die Niederscheldener heftig, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. "Das hätte man abpfeifen können", gestand Erndtebrücks Trainer Michael Müller. Und als Wanke den Ball auf Brado passte, der mit seinem zweiten Treffer das 4:1 (36.) schoss, die Schelder den Torschützen im Abseits wähnten und Kleiböhmers Pfeifer erneut nicht ertönte, hatte der SuS seinen Buhmann an diesem Nachmittag auserkoren. Scheldens Sportlicher Leiter Peter Gesell protestierte nach Kleiböhmers Geschmack etwas zu lautstark, so dass er vom Schiedsrichter auf die Tribüne verwiesen wurde.

Nach der Pause konnte Mehmet Avci zwar noch einmal auf 2:4 (54.) verkürzen und weckte nochmal kurzzeitig Hoffnung bei den Gästen, doch spätestens als der eingewechselte Fuod Dodic (65.) und Brado mit seinem dritten Tor (73.) auf 6:2 erhöhten, war die Messe am Pulverwald gelesen. Fünf Minuten vor Schluss erzielte Torsten Dicke das 6:3, das die Hausherren aber mit den Treffern von Anil Berber (87.) und Husser (90.) zum 8:3 beantworteten.

Während der TuS damit beste Chancen hat, als Tabellenführer zu überwintern, werden die Sorgenfalten im Lager des SuS nach der hohen Niederlage immer größer.

"Der Sieg geht auch in der Höhe absolut in Ordnung. Wir haben noch fünf Hochkaräter liegen lassen, das ist schon ärgerlich. Zudem hat mir nicht gefallen, wie einfach wir unsere Gegentore kassieren. Wenn wir nächste Woche in Menden bestehen wollen, dann müssen wir diese Fehler abstellen", fand Müller trotz des Schützenfestes mehrere Haare in der "Siegessuppe".

Tore: 0:1 Schnittchen (14.), 1:1 Wanke (16.), 2:1 Brado (17.), 3:1 Husser (30.), 4:1 Brado (36.), 4:2 Avci (54.), 5:2 Dodic (65.), 6:2 Brado (73.), 6:3 Dicke (85.), 7:3 Berber (87.), 8:3 Husser (90.).

Expressi

Der TuS Erndtebrück  hat die bis dato höchste Saisonniederlage kassiert. Der Fußball-Oberligist kassierte am Samstag eine 0:4 (0:0)-Niederlage beim SV Zweckel. Nach torloser erster Hälfte sorgte Bünyamin Karagülmez (46., 58.) mit einem Doppelpack für die Vorentscheidung. Jonas Schmidt (76.) und Aldin Klajic (87.) sorgten vor 150 Zuschauern auf dem Rasenplattz in Gladbeck für die endgültige Entscheidung. Durch die Niederlage rutschte der TuS Erndtebrück auf Platz 12 der Tabelle ab. Der SV Zweckel zog in Oberliga Westfalen mit nunmehr 21 Punkten mit dem Team von Trainer Florian Schnorrenberg gleich.

 

Dies hatte der TuS Erndtebrück eigentlich verhindern wollen. Das zumindest war die Vorgabe von Coach Florian Schnorrenberg vor der Partie. Der TuS Erndtebrück allerdings geriet von Beginn an unter großen Druck. Allein, der SV Zweckel wusste sein optisches Übergewicht zunächst nicht in Zählbares umzumünzen. Nach der Pause allerdings ebnete Bünyamin Karagülmez den Weg zum Sieg des SV Zweckel. In der Folge ließ das gastgebende Team von Trainer Günter Appelt nicht nach und bescherte vor allem TuS-Keeper Timo Bäcker und dessen Team in Person von Jonas Schmidt und Aldin Klajic weiter in die Höhe einen bitteren Nachmittag.

 

TuS Erndtebrücks Trainer Florian Schnorrenberg kündigte ob der desolaten Leistung beim Gelsenkirchener Vorstadtclub personelle Konsequenzen für das kommende Heimspiel an. Am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) trifft das Team von der Eder im Pulverwaldstadion dann auf Tabellenschlusslicht TuS Heven.

SZ