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„Alleine ich als Trainer bin verantwortlich dafür, dass wir nun auf einem Abstiegsplatz stehen. Ich frage mich nur, ob die Spieler sich so hinterfragen, wie ich das mache“, erklärte Alfonso Rubio Doblas, Trainer der zweiten Mannschaft des TuS Erndtebrück, nachdem sein Team im Abstiegskrimi dem FC Wetter mit 0:2 (0:1) unterlag. Nach der sportlichen Talfahrt mit zuletzt sieben sieglosen Spielen in Folge hatte der Spanier reagiert und sein junges Team nochmals verjüngt. Mats Ole Birkelbach, Tim-Luca Daniel, Murtadha Kalaf Jebur, Maximilian Schneider und Alex Taach – das sind die Namen der A-Junioren, die ihr Debüt in der Landesliga feierten.

Kurioses Wochenende für die Jugendabteilung des TuS Erndtebrück. Alle Spiele der D- bis B-Junioren endeten mit 5:1.

Den eingeleiteten Strukturwandel bei den Fußballern des TuS Erndtebrück hält Trainer Ivan Markow für eine gute Sache. „Die Verantwortung wird auf mehrere Köpfe verteilt“, so der Coach, der sich auf die Zusammenarbeit mit dem künftigen Sportdirektor Alfonso Rubio Doblas freut. Der muss in den kommenden zwei Monaten mit seinem Reserve-Team den Landesliga-Abstieg vermeiden, bevor er sich den neuen Aufgaben widmet.

Wie unter der Woche bekannt wurde, rückt Alfonso Rubio-Doblas – gegenwärtig Trainer des TuS Erndtebrück 2. – im Rahmen der Strukturveränderung im Pulverwald zur neuen Saison auf die Position des Sportdirektors. Bis dato jedoch hat er mit der Reserve des Vereins noch eine schwierige Aufgabe zu bewältigen: den Klassenerhalt in der Landesliga.

Für die Aufgaben der nächsten Jahre stellt sich die Fußballabteilung des TuS Erndtebrück strukturell neu auf und beginnt ab Sommer, kurz-, mittel- und langfristig neue Wege in allen Bereichen zu gehen. Nachdem die Jugendarbeit in den vergangenen Jahren extrem forciert wurde, wird der TuS Erndtebrück weiterhin und verstärkt in die Jugend und in Nachwuchsspieler investieren. Ziel muss es sein, die Seniorenmannschaften mit Jugendlichen aus der Region zu bestücken und sich auch mit diesen Spielern nach Ablauf der Juniorenlaufbahn in den höheren Spielklassen auf Landes- und Verbandsebene zu etablieren. Ebenso soll hoffnungsvollen Talenten aus der Umgebung mehr als bisher die Chance gegeben werden, den Sprung in höhere Spielklassen zu schaffen, auch wenn dies eventuell vorerst mit weniger sportlichem Erfolg einhergeht. Natürlich ist das Halten der jetzigen Spielklassen weiterhin das Ziel, aber – dies war in den vergangenen Jahren allerdings auch nicht anders – ist es kein Muss. Demzufolge werden erheblich mehr Spieler aus den Jugendmannschaften als bisher nach Beenden der Juniorenlaufbahn in den Seniorenmannschaften eingesetzt.