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Zugegeben, der TuS Erndtebrück (10. Platz/18 Punkte) ist in dieser Saison nicht gerade auf Rosen gebettet. Im Gegenteil: Rückschläge hat es in den ersten 13 Partien en masse gegeben. Eines kann und will Florian Schnorrenberg seiner Mannschaft aber trotzdem – oder besser: gerade deshalb – nicht absprechen: ihren Charakter. „Mein Team hat die richtige Mentalität und zeigt den nötigen Willen“, konstatiert der Trainer. Seit nunmehr drei Spielen warten die Fußballer in der Oberliga Westfalen auf einen Sieg – ausgerechnet gegen die vermeintliche Übermannschaft der Liga soll der Knoten platzen. Die Chancen stehen dafür am Sonntag (14.30 Uhr) im Pulverwaldstadion nicht gänzlich schlecht, denn der SV Rödinghausen (2./30) befindet sich derzeit in seiner bis dato schwächsten Phase dieser Saison – ein fußballerisches Feuerwerk brannte das Team zuletzt von Trainer Mario Ermisch schließlich nicht ab, sondern servierte eher Magerkost.

Aber effizient, denn unter dem Strich reicht dies aber immer noch für sieben Punkte aus den vergangenen vier Spielen für das Team mit einem der höchsten Etats der Liga. „Die Überzeugung ist da, dass wir Rödinghausen schlagen können. Wir wollen mindestens einen Punkt holen – und ganz sicher nicht bloß das Ergebnis in Grenzen halten“, konstatiert Schnorrenberg. Allerdings gastiert mit dem Neuling aus Ostwestfalen die spiel-, offensiv- und defensivstärkste Mannschaft der Liga (39:9 Tore) im Pulverwald. „Wir wollen einen offenen Schlagabtausch – und Rödinghausen nicht ins Spiel kommen lassen. Denn dann ist diese Mannschaft schwierig zu stoppen“, weiß Schnorrenberg.

Der 36-jährige Brachbacher dürfte mehr als nur drei Kreuze machen, sollte die Woche mit einem Erfolgserlebnis enden. Nach der gefühlten Niederlage beim TuS Ennepetal (1:1), lief auch das Training unter der Woche eher schlecht als recht. Am Dienstag fiel der erste Schnee im Pulverwald, fünf Zentimeter der weißen Pracht auf dem Kunstrasen machten ein Training mit Ball unmöglich. Am Mittwoch zog sich nach Innenverteidiger Falko Wahl auch Defensivmann Fatih Tuysuz einen Nasenbeinbruch zu. Während Wahl eine Operation erspart bleibt, muss Tuysuz am Montag in Bonn unters Messer – er ist Nummer acht auf der Verletztenliste. Es war am Ende nur ein weiterer Rückschlag, von dem sich Schnorrenberg und sein Team nicht zurückwerfen lassen wollen.

SZ

Erneut reichte der zweiten Welle des TuS Erndtebrück ein knapper Sieg, um die Tabellenführung auszubauen. Die Mannschaft von Trainer Michael Müller hat nun drei Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten SpVg Olpe. „Die Saison ist aber noch lang. Für uns ist wichtig, dass wir drei Punkte eingefahren haben“, so Müller nach dem Schlusspfiff. Mit dem Auftritt seiner Jungs beim 1:0 (0:0)-Heimsieg am Pulverwald gegen den SSV Meschede war er rundum zufrieden. „Besonders lobenswert ist die Defensivarbeit, die wir schon seit einigen Wochen leisten“, lobte Müller.

In der Tat ließen die Wittgensteiner auch diesmal nichts anbrennen. Hinten stand man solide, hatte über 90 Minuten das Spiel bestimmt – einzig im Angriff hätte man die eine oder andere Chance konsequenter nutzen müssen, um frühzeitig die Entscheidung herbeizuführen. Doch selbst bei dem knappen Spielstand ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen und brachte den Vorsprung mit Bedacht über die Zeit.

Gegen die tief stehenden Mescheder hatte man mit verschiedenen Mitteln versucht, zum Torerfolg zu kommen. Jan-Peter Stein und Andreas Mayer probierten es in der Anfangsphase aus der Distanz. Dann nahm Sebastian Wanke eine Flanke von Dominik Meiswinkel volley und der Ball ging nur knapp über den SSV-Kasten (25.). Bei einem Angriff von Torben Schneider, der sich bis zur Grundlinie durchgetankt hatte, fehlte der letzte Pass.

Somit musste ein Elfmeter für das Siegtor herhalten. Nach einem Pass von Anil Berber in die Spitze, war der überzeugende Fuod Dodic durch. Er konnte von Meschedes Christian Klur nur mit einem Foul im Sechzehner gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Konstantin Volz sicher (57.). Nach 70 Minuten hätte Dodic für die Vorentscheidung sorgen können. Aus spitzem Winkel traf er aber nur das Außennetz. Eine Viertelstunde vor Schluss vergab Sascha Leicher per Kopfball nach einer Stein-Flanke die letzte gute Torgelegenheit.

Expressi

Es war sicherlich keine leichte Woche für den TuS Erndtebrück. Und da sei die erste Heimniederlage gegen Spitzenreiter Arminia Bielefeld II einmal ausgeklammert. Der überraschende Tod der Erndtebrücker Legende Heinz Haarmann überschattete in dieser Woche beim TuS alles und ließ auch keinen normalen Trainingsbetrieb zu.

"Die Jungs haben gut trainiert, aber die Stimmung war schon etwas gedrückt. Gerade die Spieler, die Heinz länger kannten, waren natürlich geschockt. Am Sonntag (14.30 Uhr) wird es ein komisches Gefühl sein, wenn vorne links im Bus der Platz frei bleibt", schilderte Erndtebrücks Trainer Florian Schnorrenberg die Gefühlslage beim heimischen Oberligisten.

Doch ungeachtet dessen müssen die Wittgensteiner beim TuS Ennepetal antreten. Nach der ersten Heimniederlage, die Schnorrenberg am Freitag nach dem Training in einer intensiven Videoanalyse mit seinen Spielern aufarbeitete, zeigte der Brachbacher seinen Akteuren noch einmal im Bild, woran es derzeit beim TuS mangelt - nämlich an eklatanten Fehlern im Spielaufbau und der nötigen Ballsicherheit. "Wenn wir die Bälle erobern, sind sie danach viel zu schnell wieder weg. Wir müssen ruhiger im Spielaufbau sein und das Leder einfach mal in den eigenen Reihen zirkulieren lassen", so der 36-jährige A-Lizenz-Inhaber.

Doch dass das Spiel in Ennepetal kein einfaches werden wird, darauf wies der Übungsleiter bereits hin: "Die Offensive mit Abdulah El Youbari, Dimitrios Ropkas, Evangelos Skraparas und Markus Scherff ist richtig gut besetzt. Das haben sie nicht zuletzt bei ihrem 4:0-Sieg in Hamm bewiesen."

Bezogen auf die eigene Elf hielt sich der Übungsleiter noch bedeckt. "Ich denke über ein bis zwei Positionen noch nach und bin mir noch nicht ganz schlüssig", ließ Schnorrenberg verlauten und denkt wohl über einen Einsatz von Partik Flender nach, der nach seiner Rotsperre wieder zur Verfügung steht. Nicht zur Verfügung stehen indes Jannik von der Heiden, der verletzt passen muss. Ivan Markow trainierte zwar wieder, aber ein Einsatz wäre noch zu früh. Torben Schneider beorderte Schnorrenberg in die Reserve, um dort Spielpraxis zu sammeln.

"Unsere Heimserie ist gegen Bielefeld gerissen, daher ist es Zeit, eine Auswärtsserie zu starten", gab sich der Coach vor der Partie in Ennepetal abschließend kampfeslustig.

Expressi

Fußball-Oberligist TuS Erndtebrück tritt weiterhin auf der Stelle. Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg kam am Sonntag nicht über ein 1:1 (1:1)-Unentschieden beim TuS Ennepetal hinaus. Abdulah El Youbari (19.) sorgte per Foulelfmeter für die Führung der Hausherren. Der eingewechselte Patrik Flender sicherte dem TuS Erndtebrück mit seinem Treffer (32.) vor 200 Zuschauern im Ennepetaler Bremenstadion einen Zähler. Geplant war die Einwechslung des Innenverteidigers nicht - zumindest nicht zu einem derartig frühen Zeitpunkt. In der 14. Minute war der Torschütze des TuS Erndtebrück ins Spiel gekommen, weil sich Falko Wahl nach einem unglücklichen Zusammenprall verletzte. Der Defensivmann wurde ins Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte einen Nasenbeinbruch diagnostizierten.

Flender gleicht aus
Vor der Partie hatte TuS-Trainer Florian Schnorrenberg mehr Ball- und Passsicherheit gefordert. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten und dem Strafstoßtor von Abdulah El Youbari, setzte sein Team diese Vorgaben zunehmend um. Nach einer Ecke sorgte Patrik Flender für den zeitnahen Ausgleich per Kopf und sicherte den Wittgensteinern einen Zähler - es war erst der fünfte Punkt in der Fremde in dieser Saison. Unter dem Strich zu wenig, um den Anschluss ans vordere Tabellendrittel wiederherzustellen. Gegen den in dieser Partie Offensiv schwach aufgetretenen TuS Ennepetal erspielten sich die Gäste immer wieder gute Chancen, ließen sie letztlich aber ungenutzt.

SV Rödinghausen kommt
Nach dem Remis beim Team von Trainer Imre Renji hat der TuS Erndtebrück nun 18 Zähler auf dem Konto und steht auf Platz 10 der Tabelle der Oberliga Westfalen. Im nächsten Spiel am kommenden Sonntag trifft die Elf von Trainer Florian Schnorrenberg nun auf den SV Rödinghausen. Anstoß der Partie gegen den Tabellenzweiten im Pulverwaldstadion ist um 14.30 Uhr.

SZ

Seit dem zweiten Spieltag führt die Reserve-Mannschaft vom TuS Erndtebrück die Tabelle in der Fußball-Landesliga an. Nach dem Auswärtssieg in Hüsten konnte der Spitzenreiter seinen Vorsprung zudem ausbauen. Für die Mannschaft von Trainer Michael Müller zählt im Heimspiel gegen den Vorletzten SSV Meschede (Sonntag, 14.30 Uhr) nur ein Sieg. „Wenn wir eine ähnliche Leistung wie gegen Siegen und in Hüsten abrufen, wird das gelingen“, ist der Coach der Wittgensteiner derzeit zufrieden mit dem Auftreten seiner Truppe.

Defensiv stabil und im Angriff zunehmend verbessert – so präsentierten sich die Erndtebrücker in den letzten beiden Wochen. „Wir könnten im Abschluss noch konsequenter sein. Aber eine Steigerung ist erkennbar“, analyisierte Müller. Mit der erfolgreichen Taktik möchte man auch gegen Meschede zum Erfolg kommen.

Doch zu unterschätzen seien die Sauerländer nicht. „Meschede ist eigentlich spielstark, hat zuletzt wenig Erfolg vor dem gegnerischen Tor gehabt“, bewertet Müller den kommenden Gegner und hofft, dass beim SSV nicht ausgerechnet am Pulverwald der Knoten platzt. Denn das würde die positive Stimmung im Erndtebrücker Lager etwas dämpfen.

Personell muss das Reserve-Team weiterhin ohne Ali Genc, Simeon Schmidt und Mike Brado auskommen. Hinter den Einsätzen von Lukas Faak (Grippe) und Jan-Peter Stein (Fußprobleme) stehen noch Fragezeichen. Während Keeper Jonas Tersteegen vermutlich zur ersten Mannschaft abgestellt wird, dürfte Torben Schneider die Müller-Elf verstärken.

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