Das News-Archiv

Auf die heimischen Fußball-Landesligisten warten am kommenden Sonntag (15 Uhr) drei knifflige und spannende Aufgaben. Während es für den SuS Niederschelden und die Zweitvertretung des TuS Erndtebrück auswärts zur Sache geht, kämpft die U23 der Sportfreunde Siegen im heimischen Leimbachtal um drei Punkte. Der TuS versucht dabei die Tabellenführung zu verteidigen, beim SuS Niederschelden und den Sportfreunden blickt man gespannt darauf, wie die Mannschaften nach dem Derby in der Vorwoche auftreten werden.

 

Tabellenführer TuS Erndtebrück II reist zum SV Rothemühle (11.) und steht vor einer schwierigen Aufgabe, auch wenn der Tabellenstand zunächst nicht vermuten lässt. Denn der SV hat in der Rückrunde aus sechs Spielen bereits elf Punkte geholt, somit nur einen weniger als der Liga-Primus. Hatte man nach der Hinrunde lediglich zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, so sind es nach 21 Spieltagen bereits sechs Punkte. Um das Polster zu den Abstiegsrängen weiter zu vergrößern, würde die Schützlinge von Trainer Maik Wolf dem Spitzenreiter sicherlich gerne „ein Bein stellen“, um zumindest einen Punkt am "Rothenborn" zu behalten.

„Rothemühle lebt von der mannschaftlichen Geschlossenheit und hat offensiv, durch sehr starke Einzelspieler, eine hohe Qualität. Sie zeigen in der Rückrunde jetzt ihre wahre Stärke“, hat Müller dem Gegner eine Menge Respekt. „Das wird eine schwierige Aufgabe, denn Rothemühle hat momentan einen richtig guten Lauf, wir werden eine Top-Leistung abliefern müssen.“

Die Spieler sollten ohnehin schon gewarnt sein. Denn auch im Hinspiel reichte es nur zu einem Unentschieden. Nichts desto Trotz können die Wittgensteiner die Aufgabe mit großem Selbstvertrauen antreten, denn mit 17 Punkten aus zehn Spielen, ist der TuS auch die auswärtsstärkste Mannschaft der Liga.

„Wir müssen uns wieder mehr konzentrieren und auch die Kleinigkeiten wie die Ballan- und Mitnahme besser machen. Nur so ist ein vernünftiger Spielaufbau möglich und den werden wir in Rothemühle auf jeden Fall brauchen.“, appelliert Müller an seine Schützlinge.

„Von der Mannschaft muss eine Leistungs-Steigerung kommen. Sie muss Charakter zeigen. Ich erwarte auf jeden Fall einen Sieg, deshalb richtet sich unser Spiel klar nach vorne aus.“

Verzichten müssen die Wittgensteiner am Sonntag auf Janik von der Heiden (Lauftraining nach Herz-OP), Sven Hinkel (berufliche Gründe) und Mirkan Kasikci (Gelb-Rot Sperre). Anil Berber hingegen, rückt nach seinem Mittelfußbruch wieder in den Kader.

Expressi

DSC08978

 

Im Oberliga-Spiel des Tages hieß es am Ende 1:1-Unentschieden zwischen dem TuS Erndtebrück und dem Ex-Zweitligisten RW Ahlen. Aus Erndtebrücker Sicht war das Remis eher unglücklich, da die Pulverwald-Elf über die gesamten 90 Minuten das dominierende Team war.

Die Gäste aus Ahlen präsentierten sich in der Offensive extrem harmlos. Erndtebrück hingegen spielte nach vorn und hätte schon vor der Pause in Führung gehen können. Anis Saidi scheiterte in der besten Szene mit einem Volleyschuß am glänzend reagierenden Gästekeeper Hinkerohe. So ging es torlos in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Ahlen im Angriff wirkungslos. Erndtebrück hingegen vergab teilweise hochkarätige Möglichkeiten reihenweise.

Nach 70 Minuten war der Bann dann gebrochen: Ahlens Abwehr war bei einem langen Ball zu weit aufgerückt, Markus Waldrich eilte auf und davon und schob das Spielgerät an Keeper Hinkerohe vorbei zum längst verdienten 1:0.

Wer nun von Ahlen eine Trotzreaktion erwartete, sah sich enttäuscht. Erndtebrück hingegen hatte mehrfach die Möglichkeit, das Spiel zu entscheiden, allerdings vergebens.

So kam es wie üblich in solchen Fällen: Ahlen brachte eine letzte Flanke in der 90. Minute von links in den Strafraum, wo der aufgerückte Verteidiger Nico Niemeier am höchsten stieg und den Ball an Timo Bäcker vorbei ins Tor köpfte.

Ahlens Trainer Carlos Castilla zeigte sich in der Pressekonferenz dann auch zufrieden mit dem nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt und betonte, dass Fußball manchmal brutal sei.

Erndtebrücks Coach Florian Schnorrenberg war mit der Punkteteilung nicht zufrieden, machte seiner Mannschaft allerdings ein Kompliment für die gezeigte Leistung. „Das ist für uns kein Beinbruch“, so „Schnorre“  in der Pressekonferenz. Er glaube daran, dass sein Team in der kommenden Woche wieder aufstehe und sich von dem Nackenschlag in der Schlussminute erholen werde.

 

 

 

Es war ein hartes Stück, doch am Ende durfte das Team von Trainer Florian Schnorrenberg jubeln. Und blieb im Aufstiegsrennen - vor dem kleinen Gipfel.


Der TuS Erndtebrück hat den vierten Sieg in Serie gefeiert. Der Fußball-Oberligist setzte sich am Sonntag mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg beim VfB Hüls durch. Es dauerte aber bis zur Schlussphase, ehe Markus Waldrich (80.) und Anis Saidi (88.) per Foulelfmeter den Sieg der Wittgensteiner in trockene Tücher wickelten.


Eine Woche vor dem kleinen Aufstiegsgipfel gegen den Tabellenvierten Rot-Weiß Ahlen bleibt das Team von TuS-Trainer Florian Schnorrenberg damit im Rennen um den zweiten Regionalliga-Platz - den derzeit Ahlen belegt. Allerdings trennen den TuS Erndtebrück und RWA derzeit nur zwei Punkte. In der Tabelle der Oberliga Westfalen rangiert die Schnorrenberg-Elf nun auf Platz 6. Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit, ehe Waldrich und Saidi den Sieg vor 150 Zuschauern im Stadion „Am Badeweiher“ in Marl klarmachten. Mit viel Ballbesitz, aber nur wenigen Torchancen kam der TuS Erndtebrück in der Chemiestadt in der ersten Hälfte nur bedingt ins Spiel. Die gastgebende Elf von Trainer Martin Schmidt setzte indes auf Konter.


Erst in der zweiten Hälfte entwickelte der TuS Erndtebrück zunehmend Torgefahr. Am Ende gewann das Team aus dem Pulverwald das Spiel quasi von der Bank. Denn zunächst bereitete der eingewechselte Tokio Nakai den Waldrich-Treffer mit einer mustergültigen Flanke vor, ehe er acht Minuten später den Strafstoß gegen VfB-Keeper Rafael Hester herausholte. Den verwandelte dann Saidi staubtrocken - und hielt den TuS Erndtebrück damit weiterhin im Aufstiegsrennen.

SZ

"Wir blicken dem Spiel ganz entspannt entgegen. Vor wenigen Wochen hätte sicherlich niemand damit gerechnet, dass es für uns in dieser Saison nochmal um etwas geht", war die Vorfreude auf das Spiel gegen Rot-Weiß Ahlen Erndtebrücks Trainer Florian Schnorrenberg deutlich anzumerken. Denn spätestens nach dem etwas glücklichen Sieg in Hüls ist der TuS zurück auf der "Oberliga-Aufstiegs-Bühne".

Auch wenn Schnorrenberg zu diesem Zeitpunkt davon noch nichts wissen will. "Wir haben noch zehn Spiele zu absolvieren. Am Wochenende entscheidet sich sicherlich noch nichts." Dennoch. Einem Sieg gegen Ahlen vorausgesetzt, könnten die Wittgensteiner am Sonntag erstmal in dieser Saison auf einen Aufstiegsrang springen. Der SuS Neuenkirchen, derzeit auf Rang auf fünf, muss am Sonntag beim souveränen Tabellenführer Arminia Bielefeld II antreten, die nach derzeitigem Stand - die Profis würden als 17. aus der 2. Bundesliga absteigen - nicht aufsteigen dürfte.

Doch bei allen Spekulationen und dem Bemühen sämtlicher Konjunktive darf man sicher nicht außer Acht lassen, dass mit dem früheren Zweitligisten sicher keine Laufkundschaft in den Pulverwald kommt. "Julius Richter und Arda Nebi machen auf den Außenbahnen schon gut Alarm. Bei ihren schnellen Vorstößen müssen wir hellwach sein", so der 36-Jährige. "Genauso wie bei ihren Standardsituationen." Mit Nico Niemeyer, dem früheren Siegener Feysel Khmiri und Maik Bollmann haben die Ahlener einige Kopfball-Spezialisten in ihren Reihen. In Ehrfurcht erstarren werden die Erndtebrücker, die die drittbeste Heimbilanz aller Oberligisten vorweisen können,  gerade vor heimischem Publikum und auf Grund der jüngsten Ergebnisse nicht.

"Ich habe im Jahr 2014 nicht viel auszusetzen. Wir haben in den bisherigen Spielen viel Selbstvertrauen getankt. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Spieler mit dem Erreichten schon zufrieden sind, sondern noch mehr erreichen möchten", zeigt sich der Brachbacher für die kommenden Aufgaben optimistisch.

Auch wenn Schnorrenberg den Ahlenern wegen ihrer Konstanz während der gesamten Saison die Favoritenrolle zuschiebt, erwartet er ein Duell auf Augenhöhe. "Das kann in beide Richtungen gehen. Der Ausgang ist für mich völlig offen."

Und auch wenn der A-Lizenz-Inhaber in punkto Aufstieg noch abwiegelt, so verriet er immerhin noch: "Ich habe mir in dieser Woche mal angeschaut, wann die Zweitliga-Saison zu Ende ist - das ist am 11. Mai." Das klingt nicht gerade danach, als würden sich die Wittgensteiner nicht mit der Regionalliga beschäftigen.

Neben Manuel Müther, der an einem alten Muskelfaserriss laboriert, ausfällt, muss der TuS auch mehrere Wochen auf Özgür Öncü verzichten. Der Youngster riss sich beim Abschlusstraining vergangenen Freitag beide Außenbänder im Knöchel, riss sich das Innenband an und obendrein splitterte ein Knochen am Sprunggelenk ab. Einer Operation muss er sich jedoch nicht unterziehen.

Der TuS Erndtebrück weist zudem darauf hin, dass am Sonntag der Gäste-Block geöffnet ist. Nachdem sich in der vergangenen Saison die Ahlener "Fans" nicht ganz den Regeln entsprechend verhielten, wollte der TuS kein Risiko eingehen.

Expressi

Der Tabellenführer TuS Erndtebrück II besiegte am Freitag-Abend den SC Neheim (11.) am heimischen Pulverwald klar mit 4:1 (1:1). Damit bleiben die Wittgensteiner zu Hause weiter ungeschlagen und bauen gleichzeitig den Vorsprung zur SpVg. Olpe (2.), zumindest bis Sonntag, auf fünf Punkte aus. Auch wenn das Ergebnis es nicht erkennen lässt, so schlugen sich die abstiegsgefährdeten Gäste tapfer gegen den Liga-Primus und bereitete den Erndtebrückern einige Schwierigkeiten.

Zu Beginn zeigte die TuS-Reserve zunächst, dass sie gewillt war die drei Punkte am heimischen Pulverwald zu behalten. Schon in der fünften Minute hatte Stürmer Mike Brado das 1:0 auf dem Fuß. Er legte sich den Ball aber zu weit vor und verpasste es somit völlig frei auf den Neheimer Schlussmann zuzulaufen.

Nur zwei Minuten später machten es die Mannen von Michael Müller dann aber besser. Nach feinem Zuspiel aus dem Mittelfeld von Simeon Schmidt auf Lukas Faak,  hatte dieser dann keine Probleme dabei, den Ball souverän am herauseilenden Keeper vorbei, zur 1:0 Führung ins Tor zu schieben.

Auch nach dem Führungstreffer blieben die Wittgensteiner optisch klar überlegen, versäumten es aber diese Überlegenheit auch in Tore umzumünzen, um das beruhigende 2:0 nachzulegen. Simeon Schmidt hatte dann nach einer knappen halben Stunde noch die größte Einschussmöglichkeit der Hausherren im ersten Abschnitt. Seinen Distanzschuss aus 18 Metern konnte Ricardo-Peixoto Alves im Tor des SC Neheim allerdings souverän parieren.

Gleich im Gegenzug bestraften die Gäste den Tabellenführer dann für die Nachlässigkeit im Torabschluss. Nach schnellem Umschaltspiel musste Lukas Greis (38.) einen Querpass nur noch ins leere Tor weiterleiten und erzielte so noch vor dem Halbzeitpfiff das 1:1. „Nach einem guten Beginn und der verdienten Führung haben wir unsere Chancen anschließend sehr schlecht ausgespielt. Nach einer halben Stunde wurden wir dann viel zu offen und haben es den Neheimern dann zu leicht gemacht.", analysierte TuS-Coach Müller.

Die ersten zwanzig Minuten nach dem Seitenwechsel liefen dann ähnlich wie die Schlussphase des ersten Durchgangs. Der TuS kam nicht richtig ins Rollen und musste sich bis zur 66. Spielminute gedulden, ehe Kapitän Sascha Leicher sein Team wieder in Führung bringen konnte. Mirkan Kasikci hatte sich gut über außen durchgesetzt und auf Leicher durchgesteckt. Der hämmerte den Ball dann sehenswert zum 2:1 ins linke, untere Eck.

Diesmal stellten die Hausherren das Spiel nach der Führung nicht ein und so gelang es die Führung weiter auszubauen. Beim 3:1 zeigte sich Simeon Schmidt (72.) hellwach, als er dem Neheimer-Innenverteidiger den Ball abluchste und anschließend auch dem Torhüter keine Chance ließ. Der für den verletzten Lukas Faak eingewechselte Sven Hinkel, hatte dann noch einige Möglichkeiten die Führung weiter zu erhöhen, es fehlte allerdings die Zielstrebigkeit. "Wir haben unsere Chancen dann nicht mehr gut ausgespielt.", kritisierte der Übungsleiter des TuS.

In der 83. Spielminute zeigte Schiedsrichter Oliver Topp dann auf den Punkt. Den fälligen Handelfmeter verwandelte der spielende Co-Trainer Konstantin Volz souverän und machte so den Heim-Sieg seiner Mannschaft perfekt.

"An einem guten Tag muss das Spiel früher entschieden sein und dann eventuell auch noch höher ausfallen. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden und freue mich natürlich über die drei Punkte, aber über die Art und Weise, wie der Sieg zustande gekommen ist, muss ich mit den Spielern nochmal reden.", freute sich Michael Müller über die drei Punkte, zeigte sich aber zugleich unzufrieden mit der Spielweise seiner Mannen.

Expressi