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Der TuS Erndtebrück trauert um sein langjähriges Vereinsmitglied Heinz Haarmann, der am Dienstag in den frühen Morgenstunden im Alter von 77 Jahren friedlich eingeschlafen ist.

 

Heinz Haarmann trat dem TuS Erndtebrück im Jahre 1965 bei und erhielt zur Jahrtausendwende den Vereins-Ehrenbrief.

Während seiner gesamten Vereinszugehörigkeit war er als Teambetreuer der ersten Fußball-Mannschaft des TuS Erndtebrück immer ganz dicht am Geschehen und auf allen Sportplätzen in der nahen sowie fernen Umgebung als allseits fairer Sportskamerad bekannt und beliebt.

Ob daheim oder auswärts, „Onkel Heinz“ war immer dabei. In den vergangenen 48 Jahren war er für vielerlei Dinge beim TuS Erndtebrück verantwortlich. In seiner über 20-jährigen Tätigkeit als Schiedsrichter war er stets ohne eigenes Auto aufopferungsvoll mit Bus, Bahn oder dank der Unterstützung einiger Sportkameraden für den TuS Erndtebrück unterwegs.

In seiner jahrzehntelangen Funktion als Platzwart streute er den ehemaligen Ascheplatz zuerst mit Sägespänen, später mit Kalk ab und war für alle technischen und organisatorischen Dinge rund um den Pulverwald verantwortlich.

In seiner gleichzeitigen Tätigkeit als Zeugwart hat er Trikots gewaschen, Bälle aufgepumpt und eingefettet sowie sich um alle Angelegenheiten rund um die Fußballutensilien gekümmert. Keine Frage, dass Heinz Haarmann selbstverständlich die Schlüsselgewalt über sämtliche Türen und Tore besaß und verantwortungsvoll mit allen ihm anvertrauten Dingen umging.

Aber nicht nur im sportlichen Bereich war das TuS-Urgestein aktiv. So hat er übergangsweise selbst die Vereins-Wirtschaft geführt, war bis zu seinem letzten Tage für die Leerung der Sparkästchen zuständig und mit seinem Fußballsachverstand ein allseits beliebter Gesprächspartner.

Wie wichtig Heinz Haarmann für den TuS Erndtebrück und alle seine Mitglieder war, ist daran zu erkennen, dass es in der Pulverwaldgaststätte einen einzigartigen Stuhl am Tresen gibt, auf dem sein Name eingraviert steht. Allein dadurch werden ihn alle seine Weggefährten des TuS Erndtebrück immer in freudiger Erinnerung bewahren und ihm ein ehrendes Gedenken bereiten.

 

Der TuS Erndtebrück trauert um einen einzigartigen Sportsmann und ist mit seinen Gedanken bei seiner Frau und seiner Tochter.

 

Ihre Pflichtaufgabe erfüllte die zweite Mannschaft des TuS Erndtebrück. Der Tabellenführer der Landesliga-Staffel 2 konnte nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg in Hüsten seinen Vorsprung auf Verfolger Menden ausbauen. Das Tor des Tages für die Mannschaft von Trainer Michael Müller erzielte Dominik Meiswinkel. Statt auf dem Rasen mussten die Wittgensteiner in Hüsten auf dem Ascheplatz antreten. Doch die Einstellung der Erndtebrücker Jungs stimmte und so dominierte man die Partie über die volle Spielzeit. Man verpasste es lediglich die Partie vorzeitig zu entscheiden.

Hüsten stand tief und machte den Gästen das Leben schwer. Dennoch kamen die Erndtebrücker Reservisten zu Chancen. Sebastian Wanke und Anil Berber probierten es zunächst aus der Distanz. Nach einem Einwurf in der 24. Minute stieß Lukas Faak bis zur Grundline vor und legte den Ball in den Rückraum, wo Dominik Meiswinkel die Vorlage verwerten konnte. Der Bann war gebrochen.

Noch vor dem Kabinengang zog Jan-Peter Stein in den Sechzehner, bediente Faak, der das Spielgerät am langen Pfosten aber nicht im verwaisten Hüstener Gehäuse unterbringen konnte. Faak war es auch, der nach 70 Minuten allein auf den gegnerischen Keeper zulief, aber an Tobias Johnke scheiterte. Auch der Nachschuss strich am Hüstener Kasten vorbei. Fünf Minuten später hatte Jan-Peter Stein sein Ziel nur knapp verfehlt.

Die letzte gute Torchance vergab ebenfalls Stein, der einen Pass des ins Spiel gekommenen Fuod Dodic nicht verwerten konnte. Ab der 65. Minute musste Hüsten übrigens in Unterzahl auskommen. Wegen einer Unsportlichkeit sah der zur Halbzeit eingewechselte Chedli Melki die Rote Karte. „Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft“, lobte Michael Müller, der mit der Leistung seines Teams rundum zufrieden war.

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Diese Mannschaft ist eine echte Supermacht. Und ausgerechnet der TuS Erndtebrück (8. Platz/17 Punkte) will sie stürzen. "Ich traue meinen Jungs alles zu - auch einen Heimsieg", konstatiert der Trainer Florian Schnorrenberg. Ungeschlagen steht die U-23-Mannschaft von Arminia Bielefeld (1./29) derzeit an der Tabellenspitze der Fußball-Oberliga Westfalen. Es scheint, als könnte einzig Lokalrivale SV Rödinghausen der Zweitliga-Reserve das Wasser reichen. Doch TuS-Coach Schnorrenberg glaubt eben nicht daran, dass die ostwestfälische Elite unschlagbar ist. Und will am Sonntag (15 Uhr) im Erndtebrücker Pulverwaldstadion mit seinem Team auf Punkteklau gehen.

"Wir könnten die erste Mannschaft sein, die den Arminen eine Niederlage beibringt", hofft der Mann an der Seitenlinie. Klar ist aber nicht nur dem 36-jährigen Brachbacher, dass da etwas Gewaltiges auf sein Team zukommt. "Wir gehen hochmotiviert in diese Partie. Deshalb haben wir uns weniger mit der Bielefelder Mannschaft als solche beschäftigt, sondern vielmehr damit, wie wir sie bespielen können", will der A-Lizenz-Inhaber sich nicht zu tief in die Karten schauen lassen. Nur so viel: "Es gibt bestimmte Zonen, in denen wir gegen die Arminia besonders präsent sein müssen. Wir können nicht 90 Minuten ausschließlich verteidigen", weiß Schnorrenberg. Mit der jüngsten 1:3-Auswärtsniederlage bei Westfalia Rhynern haben sich der Coach aus dem AK-Land und sein Team nur noch flüchtig beschäftigt, die Fehler kurz und prägnant analysiert - das wars. Denn es waren individuelle Fehler, Ballverluste, die vor allem in der ersten Hälfte zur Niederlage führte - manchmal ist Fußball eben einfach. Und einfach bitter.

Über die unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen der vergangenen Wochen will sich der Coach aber nicht mehr weiter grämen. "Vielleicht gleichen sich die Entscheidungen während der Saison aus", hofft Schnorrenberg, der seinen Fokus voll und ganz auf die kommende Partie gelegt hat. Zuletzt beobachtet hat der 36-Jährige die Ostwestfalen beim 3:2-Auswärtssieg in Hüls, als der Primus die Partie in Unterzahl drehte - eine echte Spitzenmannschaft eben. "Wie die Jungs ihre Vorgaben derzeit umsetzen, ist einfach gut mit anzusehen", erklärte jüngst Bielefeld-Coach Daniel Scherning das Erfolgsgeheimnis seiner Mannschaft.

Dass zudem drei bis vier Profis mit in den Pulverwald reisen könnten, macht die Aufgabe für die Wittgensteiner nicht einfacher. Denn bereits am Freitagabend hat der Zweitligist seine Partie gegen den 1. FC Köln ausgetragen. Der TuS Erndtebrück selbst muss indes auf den wegen einer Gelb-Roten Karte gesperrten Innenverteidiger Patrik Flender verzichten, ebenso wie auf den verletzten Kapitän Thomas Ziegler. Der Sechser zog sich am vergangenen Sonntag eine starke Bänderdehnung unterhalb des Schlüsselbeins zu, außerdem laboriert er nun auch wieder an einer alten Verletzung: Knochenabsplitterungen im Bereich des Schultereckgelenks - zwei bis drei Wochen Ruhepause stehen für ihn nun auf dem Programm. "Das ist ein herber Verlust für uns", weiß Schnorrenberg.

Weiterhin fehlt auch Leonardo Lima Ribeiro, der an einer Fußverletzung laboriert. Ganz zu schweigen von den langzeitverletzten Ivan Markow, Manuel Müther, Christian Runkel und Jan-Philipp Gelber. Immerhin kehrt Sven Hinkel zurück in den Kader - eine echte Alternative für die Außenbahn. Zudem könnte für den verletzten Ziegler Thomas Bednorz in die Start-Elf rücken. Zuletzt hatte der Mittelfeldmann zumeist auf der Position des Sechsers gespielt - als Joker. Beklagen will sich Schnorrenberg über die Ausfälle aber nicht, im Gegenteil: Er sucht Mittel um Wege, um endlich eine gewisse Kontinuität in das Spiel und die Leistungen seiner Mannschaft zu bringen. Einmal mehr soll der Startschuss dafür im Pulverwaldstadion fallen. Denn dort ist der TuS Erndtebrück noch immer ungeschlagen in dieser Saison. Dabei soll es bleiben. Ausgerechnet im Kracher gegen die Supermacht Arminia Bielefeld - durch den ersten Punkteklau dieser Spielzeit.

SZ

Mit der Zweitvertretung von Arminia Bielefeld gab der derzeitige Spitzenreiter der Oberliga Westfalen seine Visitenkarte am Pulverwald ab.

Die Arminen begannen entsprechend selbstbewußt und störten die Erndtebrücker Aufbaubemühungen bereits im Ansatz. Die Gastgeber taten sich dementsprechend schwer und kamen zu keinem klaren Spielaufbau.

In der 25. Minute fiel dann der durchaus verdiente Führungstreffer für die Gäste. Ein Angriff über die rechte Seite führte zu einer Hereingabe von Bashkim Renneke, die Torjäger Pascal Schmidt aus kurzer Distanz über die Linie schob.

Dieses Tor spielte den Arminen natürlich in die Karten und streute noch mehr Sand ins ohnehin schon schwergängige Aufbaugetriebe unserer Ersten. Erst in der 40. Minute konnte man die erste Torchance für Erndtebrück verzeichnen, als Markus Waldrich zentral aus 16 Metern knapp am Gehäuse vorbeizielte. Im Gegenzug hatte wiederum Pascal Schmidt eine weitere Gelegenheit, doch auch er verzog. In der 42. Minute bot sich Benny Thorbeck eine Gelegenheit, doch die Flanke von Jose Matuwila jagte Thorbeck in den wolkenverhangenen Erndtebrücker Himmel.

Nach dem Seitenwechsel zunächst das gleiche Bild. Bielefeld attackierte früh und zwang Erndtebrück zu weiten Bällen, die meist ins Leere gingen. In der 53. Minute besorgte erneut Pascal Schmidt das 2:0 für die Gäste, als er sich gegen Sebastian Wasem durchsetzte und den Ball aus etwa 11 Metern halblinker Position ins kurze Eck schoss.

Nach einer Stunde keimte plötzlich Hoffnung am Pulverwald, als Markus Waldrich den ersten geglückten Angriff mit dem Anschlusstreffer krönte. Fortan spielten die Wittgensteiner forscher und besser nach vorn. Nur 6 Minuten später bot sich Waldrich die große Chance zum Ausgleich, aber sein Schuss aus 14 Metern wurde von Arminia-Keeper Jarno Peters mit dem Fuß abgewehrt.

Durch die verstärkten Offensivbemühungen der Erndtebrücker ergaben sich naturgemäß Kontermöglichkeiten für die Gäste. Die beste vergab Bashkim Renneke nach 82 Minuten. Am Ende stand ein nicht unverdienter Sieg des Spitzenreiters.

Bielefelds Trainer Daniel Scherning zeigte sich in der anschließenden Pressekonferenz froh über die 3 Punkte nach einer intensiven Partie, die seine Mannschaft über 60 Minuten überzeugend bestritten habe. Er lobte die Präsenz seines Teams sowie den Willen zum Sieg, der am Ende den Ausschlag gegeben habe.

Florian Schnorrenberg zollte dem Gegner und seinem Trainer Respekt und Anerkennung. Bielefeld sei ein Klasseteam, welches in der Anfangsviertelstunde ein brutales Tempo gegangen sei. Dadurch habe die eigene Mannschaft große Probleme im Spielaufbau gehabt. Schnorrenberg machte seiner Mannschaft aber ein Kompliment, weil es nach dem Anschlusstreffer besser nach vorn gespielt habe. Mit etwas Glück wäre ein Remis möglich gewesen. Man sei zwar traurig über das Ende der Heimserie, aber man hoffe, nächste Woche aus Ennepetal 3 Punkte mitnehmen zu können.

 

Henning Lindner

Mit breiter Brust reist die zweite Mannschaft des TuS Erndtebrück am Sonntag nach Hüsten. Gestärkt durch den deutlichen 5:0-Derbysieg gegen die U23 der Sportfreunde Siegen am letzten Wochenende tritt der Landesliga-Spitzenreiter beim Tabellenzwölften an, um den nächsten Dreier zu landen. Auf dem Hüstener Rasenplatz möchte die Müller-Elf an die gute Leistung anknüpfen. „Wir fahren hin, um drei Punkte zu holen“, so der TuS-Coach gewohnt ehrgeizig. Doch ein Selbstläufer erwartet die Wittgensteiner auch diesmal nicht.

„Vollgas geben“, lautet die Devise, die Michael Müller seinem Team vorgibt. Besonders angetan war der Erndtebrücker Trainer von der konsequenten Chancenverwertung im Spiel gegen Siegen. „Unsere Möglichkeiten haben optimal genutzt“, lobte er seine Jungs. Zuletzt habe man vor dem gegnerischen Tor oft Pech gehabt. Die Effektivität zahlte sich im Ergebnis aus.

Zu unterschätzen sei aber auch der SV Hüsten nicht, der nach drei Siegen, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen derzeit elf Punkte auf dem Konto hat. Zwölf Zähler weniger als Erndtebrücks Reservisten. Was auf dem Papier nach einer klaren Angelegenheit aussieht, kann auf dem Platz anders verlaufen. Immerhin rang Hüsten auch der SpVg Olpe bereits ein 1:1-Unentschieden ab.

Die Müller-Truppe ist also gewarnt. „Nach vorne hat Hüsten Qualität“, so Michael Müller, der hier vor allem Angreifer Georg Voß nennt. „Wenn wir eine ähnliche Leistung zeigen, wie am vergangenen Sonntag, bin ich guter Dinge, dass wir unser Ziel erreichen“, meint der Übungsleiter. In Hüsten muss er neben den Langzeitverletzten Ali Genc und Simeon Schmidt derweil auch auf Mike Brado verzichten, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat.

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