Das News-Archiv

Die Weste des TuS Erndtebrück II ist am sechsten Spieltag der Fußball-Landesliga erstmals befleckt worden. Die Wittgensteiner mussten sich zu Hause gegen den FSV Werdohl mit einem 1:1 (0:0)-Remis begnügen und gingen damit zum ersten Mal in dieser Spielzeit nicht als Sieger vom Platz.

"Das Unentschieden entspricht absolut dem Spielverlauf. Werdohl hat uns das Leben richtig schwer gemacht und sich den Punkt redlich verdient", bilanzierte Erndtebrücks Trainer Michael Müller.

Werdohl hatte nach gereade einmal drei Minuten die Möglichkeit, schon früh mit 1:0 in Führung zu gehen, als Gian-Marco De Luca frei vor TuS-Torhüter Marcel Eichler auftauchte. Eichler ging in diesem Duell als Sieger hervor und bewahrte den Tabellenführer vor einem Rückstand. Und auch wenn die Erndtebrücker nach einer halben Stunde durch ihre Offensivspieler Mike Brado und Jan-Peter Stein zu den ersten Torchancen kamen, waren es die Werdohler, die in den ersten 45 Minuten über weite Strecken die bessere Spielanlage zeigten. Und hätte De Luca sieben Minuten vor der Pause den Ball ein paar Zentimeter weiter in die Mitte gezielt und nicht am Tor vorbei, die Führung für die Gäste wäre sicherlich nicht unverdient gewesen. "Werdohl hat die Räume gut zugemacht und uns auf den Außenbahnen gedoppelt", so Müller.

Nach dem Wechsel übernahmen die Erndtebrücker dann zusehends die Kontrolle über das Spiel und kamen auch zu klareren Torchancen. Doch wiederum Brado (60.) vergab zunächst die Führung. Zehn Minuten später verweigerte Schiedsrichter Michael Hahn aus Sicht der Hausherren einen klaren Elfmeter. Zwar ahndete Hahn das Foul an Narciel Mbuku, legte den Ort des Geschehens zur Überraschung der Protagonisten aber außerhalb des Strafraums.

"Der war klar im 16er", ließ Müller seinem Unmut freien Lauf.

Dass der TuS dennoch in Führung ging, und das, obwohl er nach einer gelb-roten Karten (68.) nach wiederholtem Foulspiel gegen Alexander Husser in Unterzahl agierten, verdankte er Abwehrrecke Sascha Leicher. Nach einem Zuspiel von Andreas Krolewski auf den im Oberliga-Kader in Ungnade gefallenen Narciel Mbuku flankte der Kongolese auf den zweiten Pfosten und Leicher haute den ledernen Sportkameraden unhaltbar zum 1:0 (84.) unter den Querbalken. Und wenn erneut Leicher nach einem Freistoß von Stein seinen Kopfball etwas mehr hätte drücken können, es hätte wohl die Entscheidung zu Gunsten des TuS bedeutet. So aber kam Werdohl noch einmal zurück. Als sich der eingewechselte Fuod Dodic den Ball bei einem Konter etwas zu weit vorlegte und die Werdohler den Ball lang in den Erndtebrücker 16-Meterraum spielten, konnte Eigler den Schuss eines Werdohlers zunächst noch abwehren, doch gegen den Nachschuss von De Luca war er dann machtlos.

"Das Unentschieden wirft uns nicht um. Der späte Treffer ist zwar ärgerlich, aber auch gerecht", zeigte sich Müller trotz des Ausgleichs nicht unzufrieden.

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Der Bann ist gebrochen: Fußball-Oberligist TuS Erndtebrück hat einen 3:1 (1:0)-Auswärtserfolg beim TuS Dornberg gefeiert. Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg sicherte sich damit im insgesamt vierten Spiel in der Dornberger Bipa-Sportarena erstmals einen Sieg. Die Tore für das Team von der Eder erzielten am Samstagabend Markus Waldrich (34.), André Schilamow (49.) und TuS-Kapitän Thomas Ziegler (72.). TuS Dornbergs Lennard Warweg (65.) machte die Partie mit seinem Treffer vor 100 Zuschauern nur kurzzeitig noch einmal spannend. Dornbergs Kapitän Christopher Heermann verschoss zudem einen Foulelfmeter (90.).
Es waren gleich mehrere Debüt-Erfolge, die der TuS Erndtebrück bei den Ostwestfalen feierte: Der erste Sieg in Dornberg, der erste Auswartssieg der Saison und zugleich der zweite "Dreier" in Folge. Letzteres war dem Fußball-Oberligisten von der Eder in dieser Spielzeit noch nicht gelungen. Der TuS Erndtebrück kontrollierte die Partie vor allem in der ersten Hälfte und ließ dem gastgebenden Team von Trainer Zafer Atmaca nur wenig Luft zum Kontern. Erst in der zweiten Hälfte drehten die Gastgeber auf und versuchten den Rückstand wettzumachen - zunächst ohne Erfolg. Denn kurz nach Wiederanpfiff sorgte André Schilamow für eine komfortable Führung. Erst Lennard Warweg sorgte mit dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer für den TuS Dornberg für einen Weckruf bei den Gästen. Die Antwort folgte schnell, TuS-Kapitän Thomas Ziegler vollendete zum 3:1-Endstand. Dass es zwischenzeitlich überhaupt noch einmal spannend wurde, war der mangelnden Chancenverwertung des TuS Erndtebrück geschuldet, der sich ansonsten aber souverän präsentierte.
Nach dem insgesamt vierten Saisonsieg hat der TuS Erndtebrück nun zwölf Zähler auf dem Punktekonto. Der Fußball-Oberligist trifft im nächsten Spiel nun auf den VfB Hüls. Die Partie gegen den Regionalliga-Absteiger steht am kommenden Sonntag (15 Uhr) im Pulverwald auf dem Programm, ehe das Team von Trainer Florian Schnorrenberg nur drei Tage später (2. Oktober, 20 Uhr) bei Ex-Zweitligist Rot-Weiß Ahlen antritt.

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Nach fünf Siegen in Folge tritt die zweite Mannschaft des TuS Erndtebrück mit breiter Brust gegen den FSV Werdohl an (Sonntag, 15 Uhr). „Mit unserem Saisonstart bin ich sehr zufrieden“, äußerte sich Trainer Michael Müller. „Doch eine Steigerung ist immernoch möglich“, fügt er an. Von seinem Team verlangt er gegen die Werdohler, die nach zwei Siegen und drei Niederlagen als Zehnter zum Landesliga-Tabellenführer reisen, vor allem höchste Konzentration. Müller tritt auf die Euphoriebremse: „Der FSV hat immerhin schon 11 Tore geschossen. Sie verfügen über eine gute Offensive, da müssen wir von Beginn an hellwach sein“, sagt er.
Die Unkonzentriertheit, die phasenweise noch im Spiel gegen Neheim zu beobachten war, müsse man tunlichst abstellen, um gegen Werdohl bestehen zu können. Denn Müller weiß: „In dieser Liga kann man gegen jede Mannschaft verlieren.“ Ein leichter Sonntagsspaziergang am Pulverwald wird das für die Erndtebrücker Reservisten also nicht.
Denn das signalisieren auch die Ergebnisse des kommenden Gegners. Hüsten besiegte man mit 5:0, während Neheim mit 4:1 geschlagen wurde. Gegen Olpe verlor die FSV-Truppe nur knapp. „Nach vorne haben sie Qualität“, bewertet Müller den Kontrahenten. „Wir müssen unser Spiel durchziehen und hochkonzentriert an die Sache gehen“, lautet seine Devise.
Im Heimspiel soll der sechste Sieg folgen. Nicht mitwirken können weiterhin Mirkan Kasikci (Rot-Sperre), Lukas Faak (Muskelfaserriss) und Ali Genc (Innenbandriss). Außerdem müssen die Erndtebrücker auf Simeon Schmidt verzichten, der sich gegen Neheim eine Prellung zugezogen hat. Sven Hinkel klagt derweil über Rückenprobleme. Wieder dabei ist Torwart Jonas Tersteegen.

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Für Florian Schnorrenberg ist die Zeit reif. "Das ist eigentlich ein Spiel, in dem wir nur positive Zeichen setzen können", glaubt der Trainer des TuS Erndtebrück (6. Platz/9 Punkte) vor der Partie beim TuS Dornberg (17./2). Doch auch wenn der 36-jährige Brachbacher am liebsten gar nicht daran denken mag: Ganz nebenher geht es am Samstagabend (18 Uhr) in der Fußball-Oberliga Westfalen darum, den Fluch der Bipa-Sportarena zu besiegen. Die Erinnerungen an die Auswärtsspiele bei den Ostwestfalen sind schließlich allesamt negativer Natur. Der Mann an der Seitenlinie begegnet dieser Tatsache allerdings mit Optimismus.
"Westfalia Herne und der SuS Neuenkirchen waren Teams, gegen die wir in der vorigen Saison nicht gewonnen haben - in dieser Spielzeit schon. Warum sollten also nicht aller guten Dinge drei sein", hofft Schnorrenberg auf den zweiten Sieg in Serie. Langsam aber sicher ergibt sich schließlich ein Gesamtbild darüber, welches Team wo seinen Oberliga-Platz hat. Mit einem "Dreier" bei den Ostwestfalen könnten die Wittgensteiner noch auf den Zug gen Ligaspitze aufspringen - und ganz nebenher die ersten Auswärtspunkte dieser Spielzeit einfahren. "Manche Spieler haben ganz sicher noch im Hinterkopf, dass wir in Dornberg noch nie gewonnen haben. Ich denke aber weniger an einen Fluch, sondern ziehe vielmehr eine Motivation daraus. Wir beschäftigen uns nur mit den positiven Dingen", konstatiert der A-Lizenz-Inhaber vor der Partie beim Team von Trainer Zafer Atmaca.
Das Rezept zum Erfolg lautet dabei "kontrollierte Offensive". "Wir schießen weiterhin zu wenige Tore, dafür stehen wir in der Defensive aber besser als noch zu Saisonbeginn. Und das ist auch gut so, denn Dornberg hat gerade nach vorne enorme Qualitäten", weiß Schnorrenberg. Dass der Bielefelder Vorortclub zudem nach zwei desolaten Spielen bei Bezirksligist Suryoye Paderborn im Westfalenpokal (0:1 n. V.) und und in der Meisterschaft bei Rot-Weiß Ahlen (2:4) auf Wiedergutmachung sinnt, macht die Aufgabe für die Pulverwälder nicht einfacher. Die Spiele zeigen aber auch, in welcher Verfassung der TuS Dornberg sich derzeit befindet. "Wir haben ein gutes Auswärtsspiel in Gütersloh abgeliefert, ein schlechtes in Hamm - wenn wir jetzt in einem mittelmäßigen Spiel punkten, wären wir zufrieden", konstatiert Schnorrenberg, der auch Falko Wahl (Zerrung) und Sven Hinkel (Rückenprobleme) verzichten muss.
Nach seiner Roten Karte im Spiel gegen den SuS Neuenkirchen ist zudem Tokio Nakai für vier Wochen gesperrt, Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Kapitän Thomas Ziegler (Muskelverhärtung) und Fatih Tuysuz (Prellung) - dafür kehrt Torben Schneider zurück. Mit einem Qualitäts- oder Quantitätsproblem hat der TuS Erndtebrück ob dieser Tatsachen aber ganz sicher nicht zu kämpfen. Im Gegenteil: Schnorrenberg will mit seiner Mannschaft eine kleine Serie starten. Und die Tabellenspitze der Liga wieder ins Blickfeld seines Teams rücken. Die Zeit ist schließlich reif. Reif für den ersten Auswärtssieg der Saison. Und den Ende des Dornberg-Fluchs.

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Wir wollten nachlegen und das erste Auswärtsspiel gewinnen... Pusteblume! Die ersten 30 min. waren wir noch nicht am Platz, kamen erst dann langsam ins Spiel.Die zweite Halbzeit war ein Spiel auf ein Tor. Dennis Splinter hatte DIE Chance uns durch einen Elfmeter in Führung zu schiessen,leider trifft er nicht. Auch die unzähligen Torschüssewurden entweder gehalten oder kläglich vergeben. Fazit: fehlende Einstellung und taktische Anweisungen waren an diesem Tag mangelhaft. Positiv: Der erste Auswärtspunkt...und hoffentlich der Anfang einer Serie.


Rene´ Röthig