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Nach knapp fünf Wochen Vorbereitung geht die Saison für den TuS Erndtebrück nun endlich los. Vorbei also die Testphase, die zwar viele Aufschlüsse gab und Trainer Florian Schnorrenberg dazu bewog vom bewährten 4-2-3-1-System auf 4-4-2 umzustellen, letztlich aber ohne die Wettkampfpraxis nur als Trockenübung zu bezeichnen ist.

Nach der gelungenen Vorbereitung, in der die Wittgensteiner bei sieben Spielen fünfmal als Sieger vom Platz gingen und auch Regionalligist Sportfreunde Siegen mit 2:0 in die Schranken wies, folgte vergangenen Sonntag die gelungene Generalprobe, ein 4:2-Erfolg im Westfalenpokal bei Bezirksligist Bad Westernkotten. Am Sonntag nun heißt der erste Gegner der neuen Oberliga-Saison TuS Ennepetal. Und auch wenn die Kicker aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis in der vergangenen Saison nicht über einen Platz in der unteren Tabellenhälfte hinauskamen, hat Schnorrenberg enormen Respekt vor dem Gegner. "Das ist ein echter Gratmesser. Die haben sich in allen Mannschaftsteilen noch einmal qualitativ verstärkt. Das ist eine richtig gute Truppe."

Im letzten Test vor dem Start gelang der Mannschaft von Imre Renji ein 5:2-Erfolg bei Bezirksligist TSG Herdecke. Ein versöhnlicher Abschluss nach einer durchwachsenen Vorbereitung für die Ennepetaler, die in dieser Woche als fairste Oberliga-Mannschaft der vergangenen Saison ausgezeichnet wurden. Dennoch, gerade im Hinblick auf die  Erndtebrücker Heimstärke der letzten Spielzeit, ist ein Sieg im heimischen Pulverwald für die Wittgensteiner wohl fest eingeplant. Wem Schnorrenberg, der am Freitagabend noch die erste Oberliga-Partie der Saison zwischen dem SV Lippstadt und der Hammer SpVg am "Waldschlösschen" in Augenschein nimmt, das Vertrauen schenkt, bleibt abzuwarten. Sicher dürfte zumindest sein, dass von den insgesamt fünf Neuzugängen, Laurenz Wassinger an der Seite von Markus Waldrich im neuen System stürmt. Und wenn der ehemalige Velberter am Sonntag so trifft wie in der Vorbereitung, seinen Brachbacher Trainer wird es sicherlich freuen.

Die letzte Saison verlief optimal für die Zweitvertretung des TuS Erndtebrück. In einem packenden Finale sicherte sich die Elf von Trainer Michael Müller die Landesliga-Meisterschaft und verwies so die SpVg. Olpe auf Rang Zwei.

Doch nun in der neuen Spielzeit, in einer neuen Liga warten andere Kaliber auf die Müller-Elf. Der TuS geht nicht, wie noch in der Vorsaison, als Favorit in die Begegnungen, sondern kann vielmehr ohne Druck befreit aufspielen.

Gerade dies kann der Vorteil sein. Die Meister-Mannschaft ist im Kern zusammengeblieben und so können die Erndtebrücker als Underdog auf Punktejagd gehen und versuchen den Favoriten die Punkte abzunehmen. "Mein Bestreben war, dass wir wenig personelle Änderungen haben. Ich denke das kann ein Vorteil sein, denn wir sind natürlich eingespielt."

Damit anfangen kann der Aufsteiger am Sonntag (12:15 Uhr) im Heimspiel gegen den DSC Wanne-Eickel. Die Herne haben sich in der Sommerpause nochmal deutlich verstärkt und gehören mit zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten. Es wartet demnach eine hohe Hürde und gleich ein namhafter Gegner auf die Oberliga-Reserve. "Da wird denke ich am Sonntag niemand auflaufen, der noch nicht Oberliga gespielt hat. Wir nehmen die Aufgabe aber an, spielen zu Hause und freuen uns natürlich sehr auf das Spiel", blickt der TuS-Coach mit Freude auf den ersten Spieltag.

Die Vorbereitung macht Müller optimistisch, auch wenn sportlich natürlich nur der Klassenerhalt das Ziel sein kann. "Die Mannschaft hat gut gearbeitet. Wir wollen stabiler stehen und schneller umschalten, das hat die Mannschaft bisher gut gemacht und das wollen wir auch in der Saison auf den Platz bringen", ist Müller zufrieden mit seinem Kader. Auch die Spielweise ändert sich in der neuen Liga natürlich. "Die Liga ist bärenstark. Wir müssen von Gegner zu Gegner schauen, natürlich geht es aber zumeist auch darum vor allem defensiv stabil zu stehen", erklärt Müller.

Das Verletzungspech bremst dabei allerdings einige Spieler aus. Manuel Müther und Mirkan Kasikci fallen beide mit einer Zerrung aus, hinzu kommt die Erkältung des spielenden Co-Trainers Konstantin Volz. Der Einsatz von Volz sei aber noch im Bereich des Möglichen.

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Der TuS Erndtebrück III hat schon am ersten Spieltag ein deutliches Zeichen gesetzt. Das Team von TuS-Coach Rene Röthig siegte auch in dieser Höhe verdient mit 6:1 beim TuS Johannland. Johannlands Thorsten Frevel erkannte die Überlegenheit der Gäste neidlos an: „Das war ein verdienter Sieg für Erndtebrück. Wir haben für unsere Verhältnisse gar nicht schlecht gespielt aber der Gegner war einfach zu stark für uns.“ Die Treffer der Erndtebrücker Dritten erzielten Ondrej Ficek (3.), Tomas Dejmek (20./81.), Viktor Folenweider (24.), Christoph Göbel (37.) und Jens Löcherbach (76.). Den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer für den TuS Johannland erzielte Manuel Wertebach.

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Oberligist TuS Erndtebrück ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und durch einen 4:2 (3:1) Auswärts-Sieg beim Bezirksligisten SuS Bad Westernkotten in die zweite Runde des Krombacher-Westfalenpokals eingezogen. Auf die Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg wartet nun ein echtes Derby, denn es geht gegen die Westfalenliga-Kicker des 1. FC Kaan-Marienborn. "Wir fahren natürlich lieber nach Kaan-Marienborn und spielen vor einer ordentlichen Kulisse, als wie heute, fünf Stunden im Bus zu sitzen. Es wird sicherlich ein interessantes Duell", erklärt der TuS Coach.

Eine Woche vor dem Ligastart, legten die Wittgensteiner auf dem Rasenplatz des SuS einen Traumstart hin. Bereits nach zwanzig Minuten war das Spiel eigentlich schon entschieden. Andre Schilamow (9.) und Jan Kadiata (12.) sorgten mit ihrem Doppelschlag binnen drei Minuten für eine beruhigende Führung. Schilamow hatte leichtes Spiel, als er einen Querpass von Neuzugang Wassinger nur noch ins leere Tor einschieben musste und Kadiata sorgte mit seiner Volley-Abnahme unter die Latte hingegen für einen sehenswerten Treffer.

"Im Pokal zählt, dass man eine Runde weiter kommt und das haben wir heute sehr souverän geschafft. Westernkotten ist kein schlechter Bezirksligist und wir haben alles in allem das Spiel über die gesamte Spielzeit beherrscht. Trotzdem auch Respekt an Westernkotten, sie haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein richtig gutes Spiel gezeigt", freut sich Schnorrenberg über den Sieg seiner Manschaft.

Der Verlauf spielte der Schnorrenberg-Elf in die Karten, denn nun waren es die Hausherren die mehr riskieren mussten und als Neuzugang Laurenz Wassinger (22.) dann selbst zur Stelle war und mit dem ersten Pflichtspieltreffer für seine neuen Farben, die drei zu null Führung besorgte, gab es keinen Zweifel mehr daran, dass der TuS das Spiel für sich entscheiden würde.

"Es ist unsere Stärke viele Chancen herauszuspielen und das haben wir heute auch gezeigt. Die Chancenverwertung war heute das einzige Manko", so der Übungsleiter. Es hätte "durchaus Chancen für einen zweistelligen Sieg gegeben."

Kurz vor dem Halbzeitpfiff brachte Philip Grafe (37.) die Heim-Mannschaft nach einem Konter wieder ins Spiel, doch auch davon ließen sich die Gäste nicht beirren, sondern stellten eine knappe viertel Stunde nach Wiederanpfiff in Person von Markus Waldrich (62.) den alten drei Tore Abstand wieder her. Lukas Ostkamp (70.) sorgte nach einer Standard-Situation nochmal für leichtes Aufbäumen auf Seiten des SuS, sein Treffer änderte letztlich allerdings nichts mehr an der Schlappe seiner Mannschaft.

Die Hausherren verkauften sich gut, doch es sollte nicht reichen gegen einen gut aufspielenden TuS Erndtebrück. Eine Woche vor dem ersten Saison-Spiel zeigte sich der TuS in einer guten Verfassung und scheint gewappnet zu sein, für die anstehende Oberliga-Saison. Mit dem TuS Ennepetal wartet laut Schnorrenberg dabei gleich zum Liga-Auftakt "ein echter Gradmesser.

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Endlich ist es soweit, dieses Wochenende rollt der Ball wieder. Unsere 1. Mannschaft tritt am Sonntag um 15 Uhr in der ersten Runde des Westfalenpokals beim SuS Bad Westernkotten an.

Unsere "Dritte" legt am Sonntag bereits mit dem Ligabetrieb los. Wir sind Gast beim TuS Johannland. Anstoß ist ebenfalls um 15 Uhr.