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Die Spiele der "Zweiten" und "Dritten" fallen dem Wetter zum Opfer. Stand jetzt findet das Spiel der "Ersten" in Erkenschwick aber statt.

Von einem Finale sind die Kicker des TuS Erndtebrück II zwar noch weit entfernt, wenn es am Sonntag zum BSV Menden geht, aber nichtsdestotrotz würden die Wittgensteiner mit einem Auswärtserfolg für Ruhe unter dem Weihnachtsbaum sorgen. Vier Punkte Vorsprung sind es auf die Spielvereinigung Olpe und wenn es nach Coach Michael Müller geht, darf das natürlich auch gerne so bleiben: „Wir wollen gewinnen und fahren auch mit einer breiten Brust dahin.“

Doch einfach wird die Auswärtsaufgabe beim starken Aufsteiger nicht, der zwar ein wenig abgerutscht ist (6. Platz), nun aber wieder auf seine zuvor gesperrten Stammkräfte zurückgreifen kann: „Mit denen haben sie wahnsinnig gut gespielt, das haben wir im Hinspiel auch zu spüren bekommen“, blickt Müller, dessen Truppe erst in den letzten 20 Minuten auf die Siegesspur (3:0) einbog, zurück. „Je nach Spielverlauf kann man in Menden auch mit einem Unentschieden leben“, zollt er den Gastgebern großen Respekt, die insbesondere in der Offensive eine große Qualität besitzen, was aber auch dazu führen wird, dass sich der BSV Menden wohl kaum nur auf Abwehrarbeit beschränken wird. „Vorne liegen die Stärken, sie haben nichts zu verlieren, ich rechne mit einem offenen Spiel“, freut sich der Übungsleiter aus der Edergemeinde auf Sonntag.

Wenn „Xaver“ allerdings nicht mitspielt, dann könnte der Vorfreude auch schnell ein „Sturmfrust“ folgen. Nicht nur bei Michael Müller.

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Im letzten Heimspiel der Hinrunde konnte unsere Erste gegen den TuS Heven mit 2:0 gewinnen und sich so für die desaströse 2. Halbzeit in Zweckel rehabilitieren.

Bereits nach 6 Minuten bot sich für Özgür Öncü die Chance zur Führung, doch seinen Flachschuß aus 16 Metern konnte Hevens Torhüter Holger Lichottka um den Pfosten lenken. 4 Minuten später allerdings war Lichottka machtlos, als Benny Thorbeck über die rechte Seite auf ihn zulief und den Ball zum 1:0 ins Netz beförderte. Danach zeigte sich Erndtebrück überlegen, konnte jedoch zunächst kein weiteres Kapital daraus schlagen. Mehrfach boten sich den Blauen Schußmöglichkeiten, die Holger Lichottka jedoch nicht vor allzu große Probleme stellten. Hevens einzige Chance vor dem Wechsel besaß Alexander Nour, dessen Flachschuß aus halblinker Position Timo Bäcker per Fußabwehr parieren konnte. Die Gäste schwächten sich eine Minute vor dem Pausenpfiff selbst, als Merlin Baus wegen einer Unbeherrschtheit von Schiedsrichter Marcel Neuer des Feldes verwiesen wurde.

Mit zehn Mann versuchte der TuS Heven, das Blatt zu wenden. Wiederum Alexander Nour zwang Timo Bäcker nach 55 Minuten zu einer Glanztat. Bereits 2 Minuten früher hatte Öncü die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, scheiterte aber am in dieser Szene überragend reagierenden Lichottka. Dieser fischte nach einer Stunde einen Freistoß von Benny Thorbeck aus dem langen Eck und hielt so seine Farben im Spiel. Doch eben dieser Thorbeck sorgte zehn Minuten vor dem Ende für die Entscheidung. Diesmal konnte Lichottka einen Schuß des eingewechselten Tokio Nakai nicht festhalten, Thorbeck erarbeitete sich den Ball und schob ihn aus kurzer Distanz ins leere Tor. Damit war die Messe gelesen und das letzte Heimspiel vor der Winterpause erfolgreich beendet.

Hevens Coach Mesut Güngör sagte in der Pressekonferenz, man habe sich vorgenommen, etwas aus Erndtebrück mitzunehmen, sei allerdings unglücklich in Rückstand geraten. Mit zehn Mann habe man besser als zu elft gespielt und versucht, das Unmögliche möglich zu machen, jedoch habe die nötige Cleverness gefehlt.

Florian Schnorrenberg betonte, dass man vor dem Spiel den Druck von der Mannschaft nehmen wollte. Man habe die Partie aggressiv begonnen, nach dem Führungstor aber das zweite nicht nachgelegt. Dadurch habe die nötige Leichtigkeit gefehlt. Der „Arbeitssieg“ sei aber aufgrund der größeren Anzahl an Möglichkeiten verdient. Schnorrenberg zeigte sich überglücklich, betonte aber, dass man als Außenseiter zum letzten Auswärtsspiel nach Erkenschwick fahre.

Henning Lindner

Nach dem 2:0-Arbeitssieg gegen Tabellen-Schlusslicht TuS Heven in der Vorwoche steht zum Jahresausklang für den TuS Erndtebrück nochmal ein richtig dicker Brocken auf dem Programm. Denn mit der SpVg Erkenschwick wartet eine absolute Oberliga-Spitzenmannschaft auf die Wittgensteiner.

Durch einen 4:1-Sieg im Top-Spiel bei Rot-Weiß Ahlen am vergangenen Wochenende untermauerten die Erkenschwicker, bei lediglich einem Zähler Rückstand auf Platz zwei, eindrucksvoll ihre Aufstiegsambitionen. Neben Spitzenreiter Bielefeld hat der Traditionsclub vom ehrwürdigen Stimberg mit 25 Punkten aus den letzten zehn Partien vorzuweisen die beste Bilanz aller Teams vorzuweisen. Und mit Stefan Oerterer (14 Tore) und Sebastian Westerhoff (11) zwei Spieler in seinen Reihen, die zusammen vier Treffer mehr erzielt haben, als der komplette Erndtebrücker Kader.

Neben der individuellen Stärke der beiden Top-Torjäger sieht TuS-Trainer Florian Schnorrenberg in der mannschaftlichen Geschlossenheit die größte Stärke beim kommenden Gegner. "Erkenschwick ist eine eingespielte Mannschaft, die sich in den letzten Jahren punktuell verstärkt hat. Obwohl sie über einen kleinen Kader verfügen, holen sie das Optimale raus."

Und da bei den Wittgensteinern scheinbar keine Woche vergeht, ohne dass es personelle Rückschläge zu verkraften gibt, drohen auch in Erkenschwick wieder zwei Akteure auszufallen. Özgür Öncü und Torhüter Timo Bäcker lagen Anfang der Woche auf Grund eines grippalen Infekts flach.

Dennoch: Trübsal blasen gilt nicht. "Wir wissen, dass wir kämpferisch alles in die Waagschale werfen müssen, wenn wir dort bestehen wollen. Aber ich denke, dass wenn wir Westerhoff und Oerterer aus dem Spiel nehmen und unsere wenigen Chancen nutzen, auch eine Chance haben. Allerdings müssen wir schon alles raushauen", fordert Schnorrenberg ein letztes Mal in diesem Jahr vollen Einsatz.

"Erkenschwick wird sicherlich mit einem Auge auf das Top-Spiel Rödinghausen gegen Bielefeld (1100 Karten bereits im Vorfeld verkauft) schielen und auf eine Niederlage der Gastgeber hoffen, um Platz zwei zu übernehmen. Das wollen wir aber verhindern", gibt sich Schnorrenberg kämpferisch.

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Der TuS Erndtebrück hat das Trainer-Debüt von Jens Schmidt gänzlich vermiest. Die Wittgensteiner zündeten gleich acht Böller im Pulverwald und schossen den SuS Niederschelden mit 8:3 (4:1) ab. Dabei hätte es auch gut und gerne zweistellig ausgehen können. Denn der TuS ließ noch reihenweise Chancen aus.

Gleich in den ersten zehn Minuten waren es Lukas Faak, Sebastian Wanke und Mike Brado die alleine SuS-Keeper Oktay Düzgün zuliefen, den Ball aber nicht im Schelder Tor unterbringen konnten.

Was Effektivität bedeutet, zeigte das Schlusslicht dem Tabellenführer in der 14. Minute. Nachdem Mirkan Kasikci das Abseits aufhob und Michael Daub alleine auf Erndtebrücks Schlussmann Marcel Eichler zustürmte, konnte der Zerberus den ersten Versuch noch abwehren, doch gegen den Nachschuss von Daniel Schnittchen war letztlich machtlos.

Die Antwort der Wittgensteiner ließ aber nicht lange auf sich warten. Gerade einmal zwei Minuten später passte Anil Berber zu Sebastian Wanke und der traf zum 1:1. Und als nur 60 Sekunden später Wanke Mike Brado mit einem Querpass in Szene setzte und der frühere Hünsborner das 2:1 erzielte, hatte der TuS das Spiel gedreht.

In der 30. Minute zog Schiedsrichter Thorsten Kleiböhmer den Unmut der Gäste auf sich. Als Alexander Husser einen Pass von Andreas Mayer mit der Hand mitnahm und das 3:1 (30.) markierte, reklamierten die Niederscheldener heftig, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. "Das hätte man abpfeifen können", gestand Erndtebrücks Trainer Michael Müller. Und als Wanke den Ball auf Brado passte, der mit seinem zweiten Treffer das 4:1 (36.) schoss, die Schelder den Torschützen im Abseits wähnten und Kleiböhmers Pfeifer erneut nicht ertönte, hatte der SuS seinen Buhmann an diesem Nachmittag auserkoren. Scheldens Sportlicher Leiter Peter Gesell protestierte nach Kleiböhmers Geschmack etwas zu lautstark, so dass er vom Schiedsrichter auf die Tribüne verwiesen wurde.

Nach der Pause konnte Mehmet Avci zwar noch einmal auf 2:4 (54.) verkürzen und weckte nochmal kurzzeitig Hoffnung bei den Gästen, doch spätestens als der eingewechselte Fuod Dodic (65.) und Brado mit seinem dritten Tor (73.) auf 6:2 erhöhten, war die Messe am Pulverwald gelesen. Fünf Minuten vor Schluss erzielte Torsten Dicke das 6:3, das die Hausherren aber mit den Treffern von Anil Berber (87.) und Husser (90.) zum 8:3 beantworteten.

Während der TuS damit beste Chancen hat, als Tabellenführer zu überwintern, werden die Sorgenfalten im Lager des SuS nach der hohen Niederlage immer größer.

"Der Sieg geht auch in der Höhe absolut in Ordnung. Wir haben noch fünf Hochkaräter liegen lassen, das ist schon ärgerlich. Zudem hat mir nicht gefallen, wie einfach wir unsere Gegentore kassieren. Wenn wir nächste Woche in Menden bestehen wollen, dann müssen wir diese Fehler abstellen", fand Müller trotz des Schützenfestes mehrere Haare in der "Siegessuppe".

Tore: 0:1 Schnittchen (14.), 1:1 Wanke (16.), 2:1 Brado (17.), 3:1 Husser (30.), 4:1 Brado (36.), 4:2 Avci (54.), 5:2 Dodic (65.), 6:2 Brado (73.), 6:3 Dicke (85.), 7:3 Berber (87.), 8:3 Husser (90.).

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