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Die Zweitvertretung des TuS Erndtebrück (1.) hat sich im vorgezogenen Landesliga-Derby gegen die Sportfreunde Siegen II (5.) knapp mit 2:1 (0:1) durchgesetzt. Die Wittgensteiner festigen somit den ersten Rang und haben den Vorsprung auf Verfolger Olpe (2.), zumindest bis Sonntag auf vier Punkte ausgebaut. Die Sportfreunde bleiben trotz der Niederlage auf dem fünften Rang, können allerdings am Sonntag noch von den Konkurrenten aus Werdohl, Finnentrop und Lennestadt überholt werden.

Dass die Begegnung deutlich enger verlief, als der klare Sieg aus der Hinrunde, lag vor allem daran, dass sich die Gäste aus Erndtebrück im ersten Durchgang nicht von ihrer besten Seite präsentierten. "Wir haben eigentlich fast alles vermissen lassen, so darf man in einem Derby nicht auftreten. Wir kamen nicht in die Zweikämpfe und hatten überhaupt keinen Spielaufbau", findet Müller deutliche Worte für die erste Hälfte seiner Mannschaft.

Die Hausherren, die im neu einstudierten 4-1-4-1 System aufliefen, waren im ersten Abschnitt deutlich spielbestimmend und führten zur Halbzeit auch völlig verdient mit 1:0. Nach einem Freistoß aus halb linker Position durch Muharrem Shabanaj, herrschte kurzzeitig Verwirrung im TuS-Sechzehner. Marius Nonnast war der Nutznießer und schob den Ball aus vier Metern zur verdienten Führung ein.

Vom Tabellenführer war bis dato nicht viel zu sehen. Einzig der Torschuss von Manuel Müther war im Ansatz gefährlich, landete letztlich allerdings über dem, von Florian Saeglitz gehüteten Tor.

Die Seibert-Elf hatte trotz der Überlegenheit, bis auf den Führungstreffer nur eine nennenswerte Tormöglichkeit. Winterneuzugang Emre Gencol flankte von rechts rein, der Ball war aber ein paar Zentimeter zu hoch für den in der Mitte lauernden Shabanaj. Sein Kopfball ging daher knapp über das Tor.

In der Kabine hat Müller dann die richtigen Worte gefunden, zusätzlich brachte er in Anil Berber und Andreas Meyer zwei frische Akteure. Manuel Müther (Muskelfaserriss) und Simeon Schmidt mussten dafür runter. "Die Kabinen-Predigt hat dann gefruchtet. Mit den Auswechslungen wollte ich im Zentrum für mehr Präsenz sorgen", erklärte der Übungsleiter.

Die Maßnahmen schlugen voll ein. Sofort nach Wiederanpfiff, zeigte der Liga-Primus sein anderes, sein besseres Gesicht. Die Gäste waren fortan die stärkere Mannschaft, mit besserem Zweikampfverhalten und deutlich kontrolliertem, zielstrebigerem Offensiv-Spiel.

Das wurde dann auch prompt belohnt. Sven Hinkel (55.) ließ auf der linken Seite gleich drei Gegenspieler alt aussehen und ließ mit seinem Lupfer auch dem Schlussmann keine Chance. "Ein Riesen-Tor", kommentierte der TuS-Coach den Ausgleichstreffer.

Die Überlegenheit wurde jetzt deutlicher, auch wenn die Hausherren keine schlechte zweite Halbzeit spielten. "Der erste Durchgang war natürlich sehr gut. Aber auch der zweite war o.k. und nicht schwach. Erndtebrück war dann einfach besser im Spiel und wir haben es nicht mehr geschafft, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen", analysierte Thorsten Seibert die zweite Hälfte seiner Mannschaft. Der einzig "gefährliche" Torabschluss, war ein Freistoß von Michael May, der auf Grund des nassen Kunstrasens gefährlich wurde.

Ansonsten spielten aber nur die Gäste nach vorne und gingen deshalb in der Mitte der zweiten Hälfte verdient in Führung. "Nach dem Ausgleich hat die Mannschaft nochmal einen Schub gekriegt und man konnte sehen, dass Sie unbedingt gewinnen will", freut sich der Coach über die Leistungssteigerung seiner Elf.

Benjamin Thorbeck (69.) stand goldrichtig, als er einen verunglückten Schuss von Mike Brado nur noch ins Tor weiterleiten musste. Der TuS hätte die Führung durchaus noch ausbauen können, scheiterte allerdings des Öfteren am stark reagierenden Forian Saeglitz, der sich besonders beim starken Schuss von Brado strecken musste, um den Ball noch mit den Fingerspitzen an den Pfosten zu lenken.

In der Schlussphase passierte dann nicht mehr viel, so dass sich die Wittgensteiner nach dem Schlusspfiff über einen knappen, aber auf Grund der zweiten fünfundvierzig Minuten durchaus verdienten, Derby-Sieg freuen durften. (mn)

 

Stimmen zum Spiel:

 

Seibert: "Die Mannschaft tut mir ein Stück weit leid, weil sie heute viel investiert hat. Im Vergleich zur Vorwoche war das heute aber eine sehr deutliche Leistungssteigerung, das war aber auch nötig gegen Erndtebrück. Leider haben wir im zweiten Abschnitt offensiv ein wenig nachgelassen, wenn wir in den nächsten Wochen allerdings so spielen, dann wird sich die Mannschaft auch wieder mit drei Punkten belohnen."

 

Müller: "Im zweiten Abschnitt haben wir uns dann zum Glück gefangen, so dass ich sagen muss, dass der Sieg nicht unverdient ist. Insgesamt war die Steigerung im zweiten Abschnitt deutlich, wir waren viel präsenter und konnten unser kontrolliertes Offensiv-Spiel aufziehen. Wir freuen uns natürlich über den Derby-Sieg."

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Für den TuS geht es dabei darum, durch einen weiteren "Dreier" die Tabellenführung weiter zu festigen, daher blicken die Wittgensteiner am Sonntag sicherlich nach Meschede in der Hoffnung, dass der SSV dem Tabellenzweiten SpVg Olpe ins Stolpern bringt.

Für die Sportfreunde gilt es nach der spielerisch dürftigen Leistung beim Unentschieden in Neheim wieder zu alter Stärke zurückzufinden und wieder an die Leistung aus dem Olpe-Spiel anzuknüpfen.

„Das Spiel gegen Neheim ist kein Maßstab für uns. Wir haben unter der Woche versucht die Köpfe frei zu kriegen und wollen uns am Freitag gegen Erndtebrück sicherlich anders präsentieren“, ist sich Trainer Thorsten Seibert sicher, dass er im Landesliga-Derby ein anders, besseres Gesicht seiner Mannschaft zu sehen bekommt.

Es wartet eine spannende Begegnung auf die Zuschauer, denn der Liga-Primus aus Erndtebrück ist spätestens nach dem klaren 3:0-Erfolg in der Vorwoche gegen Borussia Dröschede (3.) wieder in der Erfolgsspur zurück und hat gleichzeitig auch Platz eins zurückerobert. „Natürlich freuen wir uns über den Sieg und Platz eins. Allerdings haben wir das Spiel schnell wieder abgehakt, denn es ist wichtig, sich vollkommen auf das nächste Spiel zu konzentrieren“, richtet Trainer Michael Müller den Blick klar nach vorne.

Für die Siegener U23 geht es in erster Linie darum, die junge Mannschaft weiterzuentwickeln und dafür sind solche Spiele wie die gegen den Tabellenführer wie gemacht. „So etwas ist für junge Spieler immer wichtig. Gegen die besten Mannschaften sieht man wie weit man ist und kann sich anschließend auch richtig einordnen“, sieht Seibert in der Begegnung eine gute Chance für seine junge Truppe.

Dabei wird sich die Seibert-Elf sicherlich besser präsentieren wollen als noch im Hinspiel, als die Sportfreunde mit 0:5 untergingen. Allerdings ist auch für TuS-Coach Michael Müller klar, dass am Freitag eine ganz andere Siegener Mannschaft auf dem Platz stehen wird. „Das Hinspiel war eine klare Sache. Davon gehe ich diesmal nicht aus, die Siegener haben eine technisch gute und junge Truppe. Wenn wir sie spielen lassen, dann werden sie gefährlich“, warnt Müller vor der spielerischen Klasse der Regionalliga-Reserve.

Auch der Siegener Coach findet nur lobende Worte für den kommenden Gegner. „Wir wollen uns im Vergleich zum Hinspiel natürlich besser präsentieren. Ich schätze Erndtebrück in der Liga von der Spielanlage her als die kompletteste Mannschaft ein. Für uns wird es wichtig sein, dass unsere Chancenverwertung gut ist, denn wir werden sicherlich nicht sechs hundertprozentige Torchancen bekommen.“

„Wir brauchen genau wie in den letzten Spielen die richtige Einstellung und Konzentration. Das Umschaltspiel wird sehr wichtig sein, um vorne aggressives Pressing zu spielen, so dass die Siegener ihr Spiel gar nicht erst aufziehen können“, formuliert Müller seine Vorgaben frei raus.

Die Wittgensteiner müssen im Derby auf Fuod Dodic (Fußprellung), der in der Vorwoche verletzt ausgewechselt werden musste, verzichten. Zudem steht der Einsatz von Anil Berber (Bänderdehnung) noch auf der Kippe und auch hinter Lukas Faak steht noch ein Fragezeichen.

Bei den Sportfreunden stehen mit Daniele Valido und Julian Quaas zwei Stürmer nicht zur Verfügung. Zudem fallen Selman Kapusuz (Adduktoren), Sven Sontowski (Muskelfaserriss), Haluk Arslan (muskuläre Probleme) und Burak Dincer (Schambeinentzündung) aus. Felix Schwunk, der in der Vorwoche noch gefehlt hatte, kehrt indes in den Kader zurück. Auf Verstärkungen „von oben“, kann die Siegener U23 nicht hoffen, da die Regionalliga-Mannschaft zeitgleich in Lippstadt auf Punktejagd geht.

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Der TuS Erndtebrück II schaut wieder von ganz oben auf den Rest der Liga. Da die SpVg. Olpe (2.) gegen den SV Hüsten (10.) nicht über ein Unentschieden hinaus kam, zogen die Wittgensteiner, durch ihren souveränen 3:0 (2:0)-Heimsieg im Top-Spiel der Fußball-Landesliga gegen den den FC Borussia Dröschede (3.) wieder an den Kreisstädtern vorbei und belegen nun wieder den ersten Tabellenplatz.

Dabei hatte die Elf von Trainer Michael Müller in den ersten 15 Minuten einige Probleme und kam nicht so recht in die Partie. Nach Aussetzern von Mirkan Kasikci und Andreas Krolewski bewahrte der wieder genesene Schlussmann Jannik von der Heiden die Hausherren mit einigen guten Paraden vor dem frühen Rückstand.

Anschließend kam die TuS-Reserve dann aber immer besser ins Spiel und konnte von Minute zu Minute mehr Druck aufbauen. Müller musste gleich zwei mal ins Spiel angreifen und sowohl Anil Berber (Bänderdehnung), als auch Fuod Dodic (Fußprellung) verletzungsbedingt vom Feld nehmen. Die eingewechselten Sven Hinkel und Mike Brado machten ihre Sache dann aber gut und waren mit dafür verantwortlich, dass die drei Punkte am Pulverwald blieben. "Wir hatten sozusagen Glück im Unglück", erklärte der Übungsleiter anschließend.

Der Führungstreffer war dann auch eine Co-Produktion der beiden zuvor eingewechselten Akteure. Brado setzte sich im Sechszehner der Gäste gut durch, legte den Ball quer auf Hinkel und der versenkte den Ball unhaltbar zum 1:0 (36.) ins lange Eck. Jetzt witterten die Hausherren Morgenluft und konnten die Führung nur zwei Minuten später ausbauen. Nach feinem Spielzug, bei dem sich Kapitän Sascha Leicher aus der Innenverteidigung in die Offensive einschaltete, musste Benjamin Thorbeck den Ball nach einem Querpass nur noch rechts unten in die Ecke zum 2:0 (38.) einschieben.

Die Gäste waren sichtlich geschockt vom Doppelschlag der Müller-Elf und konnten TuS Keeper von der Heiden in der Folgezeit kaum noch ernsthaft prüfen.

Nach dem Seitenwechsel stand der neue Tabellenführer defensiv kompakt und ließ wenig zu. "Wir haben das Spiel ein Stück weit verwaltet, hatten aber auch noch ein paar Konterchancen. Wir sind zwar bis zur Grundlinie gut durchgekommen, der letzte Pass war oftmals aber zu ungenau", analysierte der Übungsleiter die zweiten 45 Minuten.

Mike Brado hatte die größte Möglichkeit die Führung weiter auszubauen, die scharfe Hereingabe von Lukas Faak rutschte ihm allerdings unter seinem "Schlappen" durch. Anschließend prüfte Sebastian Wanke Julian Schmahl im Tor von Dröschede, bei seinem Abschluss war Schmahl allerdings zur Stelle.

Die Gäste blieben auch im zweiten Abschnitt größtenteils ungefährlich. Einzig die Torchance von Top-Torjäger Arif Et, dessen Schuss Andreas Krolewski von der Linie kratzen musste, war wirklich gefährlich.

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Es dauerte bis zur Schlussminute ehe die Oberliga-Reserve den Deckel drauf machte. Diesmal schloss der TuS einen Konter in Person von Simeon Schmidt (90.) erfolgreich ab und konnte sich wenige Sekunden später über den wichtigen 3:0-Heimsieg freuen.

"Wir haben heute defensiv super gestanden und fast nichts zugelassen. Das einzige was ich meiner Mannschaft heute vorwerfen kann, ist, dass sie das Spiel nicht schon früher entschieden hat. Wir stehen zwar wieder auf Platz eins und wollen ihn nach Möglichkeit natürlich nicht mehr hergeben, aber ich kann mich nur wiederholen: Wir haben noch einige schwere Spiele vor uns, das nächste gegen die Sportfreunde Siegen. Es sind noch 15 Punkte zu vergeben", wollte Müller den Sieg nicht überbewerten.

Bild rechts: Die Entscheidung im Pulverwald. Simeon Schmidt (hinten) schiebt den Ball unhaltbar für Dröschedes Torhüter Julian Schmahl zum 3:0 ein.

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Nachdem der Fußball-Oberligist mit Jan-Philipp Gelber diese Woche bereits einen Verteidiger verloren hat, geht auch José Matuwial. Für Ersatz ist gesorgt.

Jan-Philipp Gelber und José Matuwila spielen ab der kommenden Saison nicht mehr für den TuS Erndtebrück. Dies bestätigte der Fußball-Oberligist in Person seines sportlichen Leiters Florian Schnorrenberg bekannt. Während Gelber zum Hessenliga-Aufsteiger TSV Steinbach wechselt, zieht es Matuwila aus familären Gründen nach Koblenz.

Für die beiden Abgänge steht bereits Ersatz parat. Gelbers Nachfolger heißt Karim Bouasker, der bereits vor einigen Wochen einen Kontrakt beim TuS Erndtebrück unterschrieben hat und vom Landesligisten Lüner SV kommt. Matuwila soll künftig Luis Stephan ersetzen, der aus der eigenen A-Jugend stammt. „Er ist ein Riesentalent und wir freuen uns schon auf ihn“, sagte Schnorrenberg. Matuwila und Gelber sollen demnach die einzigen beiden Abgänge bleiben, zudem befindet sich der Verein derzeit in Gesprächen mit potentiellen Neuzugängen - darunter ein Stürmer.

Zunächst allerdings steht in der laufenenden Saison die Partie gegen den TuS Ennepetal an. Am Sonntag (15 Uhr) trifft der TuS Erndtebrück im Pulverwaldstadion auf das Team, das in der Tabelle der Oberliga Westfalen im Niemandsland rangiert. Für die Elf von Trainer Florian Schnorrenberg steht indes die Mission Westfalenpokal im Fokus, nachdem der Aufstieg in die Regionalliga West nach der 1:2-Niederlage in Bielefeld quasi als erledigt gilt. Allerdings ist die Aufgabe gegen den TuS Ennepetal keine einfache, zuletzt bewies das Team aus dem Bremenstadion bei der 3:4-Niederlage gegen Rot-Weiß Ahlen großen Charakter. Bei Favorit TuS Erndtebrück allerdings wächst die Zuversicht, dass Özügr Öncü die Mannschaft zumindest mit einem Kurzeinsatz verstärken könnte. Nach seinem Bänderriss im Knie hat der Mittelfeldmann unter der Woche mit Tape beschwerdefrei trainiert. Glimpflich ausgegangen scheint auch die Verletzung von Verteidiger Sebastian Wasem, der sich in Bielefeld „nur“ eine leichte Gehirnerschütterung sowie einen Haarriss in der Nase zugezogen hat.

SZ

René Röthig, der Trainer der Erndtebrücker Dritten bewertete den Sieg so: „Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe vollauf in Ordnung. Feudingen hatte in der ersten Halbzeit zwei gute Möglichkeiten, die unser Torwart Timm Schniegeler mit Bravour vereitelt hat. Danach hatten wir das Spiel aber absolut im Griff“. Michael Skoumal (14) und René Röthig selbst (44.) ließen sich vor heimischem Publikum für ihre Treffer zum Pausenstand feiern.

„In der zweiten Halbzeit haben wir weiter Druck gemacht und schnell das dritte Tor erzielt. Das hat uns definitiv noch mehr Sicherheit verschafft, befand Röthig. Umut Akkent (48.) und erneut Spielertrainer Röthig (56.) bauten die Führung rasch aus. Über  den späten Gegentreffer von Jens Mengel (90.) ärgerte sich der Coach der Hausherren, der ein Sonderlob für den Schiedsrichter aussprach, trotzdem etwas: „Es wäre natürlich schön gewesen zu Null zu spielen, aber im Endeffekt haben wir gewonnen und das zählt“.

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