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Bei der TSG Sprockhövel kann der Fußball-Oberligist erstmals in dieser Spielzeit auf einen Aufstiegsplatz springen. Zumindest vorläufig.

Der TuS Erndtebrück hat erstmals in dieser Saison die Chance, auf Platz 4 zu springen. Der Fußball-Oberligist gastiert am Gründonnerstag (20 Uhr) bei der aufstrebenden TSG Sprockhövel. Mit einem Sieg würde das Team von Trainer Florian Schnorrenberg zumindest bis Ostermontag auf einen vorläufigen Aufstiegsplatz in der Tabelle der Oberliga Westfalen springen.


Ein Blick auf die bloße Rückrunden-Tabelle (!) verrät indes: Der Tabellendritte gastiert beim -vierten - und damit könnte die Partie im Stadion „Im Baumhof“ zum Duell auf Augenhöhe avancieren. Vier Tage nach dem 3:1-Erfolg gegen den FC Eintracht Rheine treten die Wittgensteiner allerdings mit viel Selbstvertrauen an - und möglicherweise auch mit Thomas Ziegler. Der TuS-Kapitän, der am vergangenen Sonntag mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss in der Wade ausgewechselt wurde, könnte mit einer Muskelquetschung davon kommen. Aufschluss darüber, ob er zum Einsatz kommt, gibt es aber erst im Abschlusstraining.


Allerdings ist auch die TSG Sprockhövel derzeit vom Erfolg verwöhnt. Zuletzt feierte das Team von Ex-Profi Lothar Huber einen 3:0-Erfolg gegen den direkten TuS-Aufstiegskonkurrenten Rot-Weiß Ahlen. Selbiger entließ daraufhin Trainer Carlos Castilla und verpflichtete Marco Antwerpen als Nachfolger, wie der Verein auf seiner Internetseite mitteilte.

SZ

Landesliga-Spitzenreiter TuS Erndtebrück II hat souverän die Tabellenführung verteidigt und hält die Verfolger somit weiter auf Distanz. Mit 5:0 (2:0) fertigten die Wittgensteiner den SV Rothemühle (12.), der in den letzten Wochen stark aufspielte, ab. Durch den Auswärts-Sieg befördern die Mannen von Coach Michael Müller den SV wieder mitten in den Abstiegskampf und halten selbst den Zwei-Punkte-Vorsprung zur SpVg. Olpe (2.), die zeitgleich mit 2:0 in Erlinghausen siegte.

In den ersten Minuten zeigten die Hausherren zunächst, dass sie vor heimischer Kulisse durchaus gewillt waren, dem Liga-Primus ein Bein zu stellen und den Aufwärts-Trend der Vorwochen zu bestätigen.

Nach knapp zehn Minuten fanden die Gäste aber besser ins Spiel und hatten fortan das Heft in der Hand. "Danach haben wir die Zweikämpfe richtig angenommen und auch gefährlich nach vorne gespielt", zeigt sich Müller mit dem Auftritt seiner Elf ab Minute zehn zufrieden.

Folgerichtig fiel nach 22 Spielminuten die 1:0-Führung für die Müller-Elf. Nach einem Foul an Simeon Schmidt zeigte Schiedsrichter Bastian Börner korrekterweise auf den Punkt. Der spielende Co-Trainer Konstantin Volz scheiterte mit seinem Strafstoß zunächst an Schlussmann Manuel Wolff, reagierte anschließend aber am schnellsten und schob den Ball im zweiten Versuch zur Führung über die Linie. Knapp zehn Minuten später konnte Kapitän Sascha Leicher (32.) nach einem Eckball auf 2:0 erhöhen.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff drohte das Spiel dann nochmal zu kippen, weil der TuS den Hausherren wieder mehr Räume überließ. Innenverteidiger Alexander Husser klärte in höchster Not auf der Linie und sicherte somit den 2:0-Vorsprung.

Hatte Müller in den Vorwochen zumeist die zweite Hälfte seiner Elf kritisiert, so gab es in Rothemühle keinen Grund, mit dem zweiten Abschnitt unzufrieden zu sein. "Heute habe ich wieder den unbedingten Willen bei den Spielern gesehen, die Tore zu machen. Das hat mir in den letzten Spielen ein Stück weit gefehlt", freute sich der Übungsleiter über die Leistungs-Steigerung seines Teams.

Der TuS machte nach dem Seitenwechsel dort weiter, wo er vor dem Halbzeitpfiff aufgehört hatte. So konnte dann sieben Minuten nach Wiederanpfiff Mike Brado (52.) auf 3:0 für seine Farben erhöhen. Nach feiner Vorarbeit von Fouad Dodic, umkurvte der Ex-Rothemühler Brado SV-Keeper Wollff und schob das Leder ins leere Tor ein.

Der vierte Treffer fiel dann wieder nach einer Ecke von Jan-Peter Stein. Andreas Mayer (72.) sprang am höchsten und konnte mit dem 4:0 den Auswärts-Sieg endgültig perfekt machen. Aber auch das reichte den Wittgensteinern noch nicht. Sie spielten weiter nach vorne und wurden in den Schlussminuten für ihre offensive Spielweise nochmals belohnt. Stein (83.) ließ gleich zwei Defensiv-Spieler des SV Rothemühle stehen, vernaschte anschließend noch den Torhüter und sorgte mit seinem Tor für den 5:0-Endstand.

Der Sieg hätte durchaus auch noch höher ausfallen können, Stein und Wanke scheiterten mit ihrem Torabschlüssen aber jeweils Manuel Wolff.

"Ich bin heute mehr als zufrieden. Wir haben heute wieder das umgesetzt, was wir immer von den Jungs erwarten. Das Zweikampf-Verhalten und das Offensiv-Spiel stimmten absolut. Es war auch in dieser Höhe absolut verdient und hätte durchaus noch höher ausfallen können", freute sich Müller über den klaren Auswärts-Sieg.

Expressi

Eine Woche nach dem Last-Minute-Schock gegen RW Ahlen konnte unsere Erste aus ihrem zweiten Heimspiel in Folge einen verdienten Dreier einfahren.

Wie schon in der Vorwoche erarbeitete sich der TuS zahlreiche Möglichkeiten, die aber reihenweise vergeben wurden.

So scheitere Fatih Tuysuz nach 10 Minuten an Gästekeeper Andre Epker, Markus Waldrich hielt nach 19 Minuten drüber. Doch auch die Eintracht kam zu Möglichkeiten, so vergab Ex-Kääner Christopher Thomassen zweimal aus aussichtsreicher Position (19./21.).

In der 24. Minute fiel dann der ersehnte Führungstreffer für Erndtebrück: Philipp Böhmer setzte sich auf der linken Seite durch und flankte den Ball butterweich auf Andre Schilamow, der das Spielgerät an Ecker vorbei ins Tor köpfte. Danach boten sich Thomas Bednorz, Tokio Nakai und Markus Waldrich weitere Torchancen, allerdings ohne Erfolg.

3 Minuten nach der Pause erhöhte Philipp Böhmer auf 2:0, als er, von Andre Schilamow bedient, aus 10 Metern ins kurze Eck traf.

Auch danach blieb Erndtebrück am Drücker, versäumte aber, den Sack endgültig zuzumachen.

Nach 62 Minuten stellte Rheine in Person von Kevin Grewe den Anschluss  her, der eine Flanke von links per Kopf ins Tor beförderte.

Danach wogte das Spiel hin und her, wobei Erndtebrück Vorteile besaß. In der 82. Minute vergab der eingewechselte Jan-Patrick Kadiata per Kopf die nächste gute Möglichkeit für die Gastgeber. Doch 2 Minuten später erwies sich der ebenfalls neu gekommene Christian Runkel als wahrer Joker, als er eine feine Vorlage von Markus Waldrich per Direktabnahme ins lange Eck beförderte und somit den Endstand herstellte.

Rheines Trainer Uwe Laurenz bescheinigte, dass das Ergebnis so in Ordnung sei, weil Erndtebrück in puncto cleverneß Vorteile gegenüber seinem Team gehabt habe. Nicht ganz uneigennützig wünschte Laurenz seinem Kollegen Florian Schnorrenberg alles Gute, damit, im Falle eines Erndtebrücker Aufstieges, im nächsten Jahr die dreistündige „Kaffeefahrt“ entfalle.

„Schnorre“ machte seiner Mannschaft ein Kompliment, weil sie gegen den stärksten Aufsteiger verdient gewonnen habe. Lediglich die Chancenauswertung machte dem Erndtebrücker Übungsleiter zu schaffen. Florian betonte, dass es bis zum Saisonende Ziel sei, Woche für Woche gute Leistungen zu bringen und am Ende zu schauen, was dabei herausspringt.

Bereits am kommenden Gründonnerstag fährt unsere Erste zum schweren Auswärtsspiel nach Sprockhövel. Die Elf von Trainer Lothar Huber gab mit dem 3:0-Erfolg bei RW Ahlen schon mal ihre Visitenkarte ab.

Henning Lindner

Die ersten Fotos der Bambinis sind Online.

Eintracht Rheine kommt - und damit ein direkter Verfolger im Aufstiegskampf. Eine harte Nuss für den Fußball-Oberligisten - auch ob einiger bitterer Nachwirkungen.
Fußball-Oberligist TuS Erndtebrück läutet am Samstag den Schlussspurt in der Meisterschaft ein. Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg empfängt am Sonntag (15 Uhr) Aufsteiger Eintracht Rheine. Ein Blick in die Tabelle der Oberliga Westfalen genügt dabei: Das Team aus dem Grenzgebiet zu Niedersachsen ist der stärkste Neuling der Liga - und hat sogar die Regionalliga-Lizenz beantragt.

Ribeiro, Flender und Ziegler verletzt

Gleich drei neue Verletzungen muss der TuS Erndtebrück im Pulverwaldstadion kompensieren. Denn beim 1:1-Unentschieden in der Vorwoche gegen Rot-Weiß Ahlen kassierten die Wittgensteiner nicht nur den Ausgleich in letzter Sekunde, sondern mussten gleich drei Spieler in ärztliche Behandlung übergeben. Leonardo Lima Ribeiro zog sich gegen den Tabellenvierten einen Mittelhandbruch zu - weil es sich dabei um einen Spiralbruch handelt, muss er operiert werden. Verteidiger Patrik Flender laboriert ebenfalls an einem solche Bruch, entgeht dem OP-Tisch aber wohl. Er könnte mit einer speziellen Manschette auflaufen. Fraglich ist auch der Einsatz von Kapitän Thomas Ziegler, der sich eine schwere Beckenprellung gegen Rot-Weiß Ahlen zuzog. Bereits im Hinspiel hatte sich Offensivmann Christian Runkel einen Armbruch zugezogen.

Schnelles Umschaltspiel

„Zwei Spiele, ein Punkt - und den haben wir teuer bezahlt“, kommentierte Schnorrenberg die Verletzungen. Damit muss der TuS-Trainer auf bis zu sechs Spieler verzichten - definitiv fallen Özgür Öncü, Falko Wahl und Manuel Müther weiterhin aus. Die Ersatzspieler müssten nun brennen, forderte Schnorrenberg. Mit Eintracht Rheine gastiert ein Team im Pulverwald, das vor allem starke Qualitäten im Umschaltspiel besitzt. Zuletzt ließ das Team von Eintracht-Trainer Uwe Laurenz durch ein 5:5-Unentschieden gegen den Tabellenzweiten SpVg Erkenschwick aufhorchen.

SZ