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Für das Landesliga-Schlusslicht SuS Niederschelden geht es am kommenden Wochenende darum, ein Stück weit Konstanz in die eigene Leistung bringen zu können und das Remis aus der Vorwoche zu bestätigen. Die Zweitvertretung der Sportfreunde Siegen (4.) kann bei ihrem Heim-Auftritt gegen Tabellenführer SpVg Olpe in den Aufstiegskampf eingreifen und dabei dem TuS Erndtebrück II (2.), auf den bei RW Erlinghausen eine knifflige Aufgabe wartet, Schützenhilfe leisten.

 

Zunächst aber müssen die Mannen von Trainer Michael Müller auf ihr eigenes Spiel schauen. Mit dem Tabellenzehnten RW Erlinghausen treffen die Wittgensteiner am Sonntag (15 Uhr) auf ein Team, dass in der Rückrunde genauso viele Punkte gesammelt hat wie der TuS selbst. Die „Rot-Weißen“ stehen in der Rückrunden-Tabelle auf dem vierten Rang, holten in der Rückserie schon jetzt mehr Zähler als in der kompletten Hinrunde und haben sich somit ein Vier-Punkte-Polster auf einen Abstiegsplatz erarbeitet. Es wartet also ein harter Brocken auf den TuS und eine Leistungssteigerung im Vergleich zur „unterirdischen“ (Müller) 0:1-Niederlage in der Vorwoche gegen Lennestadt (6.) ist zwingend erforderlich.

Durch den Patzer musste die Müller-Elf den „Platz an der Sonne“ räumen und ist nun in die Position des „Jägers“ gerückt, der einen Punkt hinter der SpVg. Olpe rangiert. "Das war letzte Woche wirklich mehr als enttäuschend. Wir waren unkonzentriert und hatten nicht die richtige Einstellung. So dürfen wir uns einfach nicht präsentieren. Ich erwartet auf jeden Fall, dass meine Mannschaft jetzt eine Reaktion zeigt und Charakter beweist", findet Müller deutliche Worte zur Pleite gegen Lennestadt.

Das Ziel lautet demnach sich die Tabellenführung zurück zu erobern, aber der TuS muss zudem noch darauf hoffen, dass die U23 der Sportfreunde Siegen am Sonntag zumindest einen Punkt holt. "Wir haben schon im Hinspiel gesehen, dass Erlinghausen Qualität hat und jetzt stimmen bei ihnen auch die Ergebnisse. Wir werden sie keinesfalls unterschätzen und brauchen daher im Vergleich zur Vorwoche eine große Leistungssteigerung", warnt Müller seine Elf vor einem ähnlich lustlosen Auftritt wie gegen Lennestadt.

Verzichten muss der TuS dabei allerdings auf Alexander Husser, für den die Saison auf Grund eines Jochbeinbruchs frühzeitig beendet ist. Hinzu kommen der Ausfall von Sven Hinkel (Gelb-Rot) und die Frage, wer am Sonntag zwischen den Pfosten stehen wird. "Sowohl Tersteegen, als auch von der Heiden sind verletzt und weil sich auch in der ersten ein Torhüter verletzt hat, weiß ich noch nicht, wer bei uns am Sonntag im Tor stehen wird", erklärte der Übungsleiter.

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Bekommt der TuS Erndtebrück II im Aufstiegskampf kalte Füße? Die Wittgensteiner, die seit dem zweiten Spieltag die Tabelle der Fußball-Landesliga anführten, mussten die Tabellenspitze am 23. Spieltag räumen. Durch die unerwartete Heimniederlage gegen den FC Lennestadt und den gleichzeitigen 3:0-Sieg der SpVg Olpe im Spitzenspiel gegen den Tabellendritten Borussia Dröschede liegen die Wittgensteiner nun einen Zähler hinter Olpe zurück.

"Die erste Halbzeit war einfach unterirdisch von uns. Ich würde sagen, dass das die schlechtesten 45 Minuten in dieser Saison waren", fand Erndtebrücks Co-Trainer Konstantin Volz deutliche Worte für den Auftritt in Hälfte eins.

Das Spiel der Wittgensteiner war geprägt von vielen einfachen Abspielfehlern, so dass erst gar kein Spielfluss aufkam. Einzig ein Lattenkopfball von Andreas Mayer nach einer Standardsituation konnten die Hausherren in der ersten Halbzeit verzeichnen. Die Lennestädter, die kompakt standen und die Räume geschickt eng machten, hatten kurz vor der Pause die beste Möglichkeit zur Führung. In Unterzahl, Patrick Kaufmann hatte zuvor wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen (40.), tauchte Samed Baser frei vor TuS-Torhüter Marcel Eichler auf, schoss den Ball aber über den Kasten.

DSC09994Sascha Leicher und Mike Brado (von links) ließen ihre Chancen ungenutzt, so dass der Sieg der Lennestädter nicht einmal unverdient war.Nach einem Doppelwechsel in der Pause, Mirkan Kasikci und Sven Hinkel kamen für Simeon Schmidt und Jan-Peter Stein ins Spiel, lief es zunächst besser für die Erndtebrücker. Doch weder ein Freistoß von Volz, den Lennestadts Torhüter Steffen Dicke noch um den Pfosten lenkte, noch gleich mehrere Kopfbälle von Kapitän Sascha Leicher fanden den Weg ins gegnerische Tor. Und auch Mike Brado, der Dicke schon umspielt hatte, wurde von einem Lennestädter in letzter Sekunde noch geblockt.

Wie man seine Chancen eiskalt nutzt, zeigten dann die Gäste. Nach einem Abschlag Dickes gewann Dominik Allebrodt den Luftkampf gegen Alexander Husser und netzte anschließend zum 1:0 (71.) ein. Und zwei Minuten nach der Gäste-Führung erwies der eingewechselte Sven Hinkel seiner Mannschaft auch noch einen Bärendienst. Nachdem Hinkel zunächst den Abstand bei einem Lennestädter Freistoß nicht einhielt und dafür Gelb sah, kommentierte er seine Verwarnung schließlich noch und wurde mit Gelb-Rot vom Platz geschickt.

Auch wenn der TuS die letzte Viertelstunde weiter tonangebend war, blieb es letztlich beim 1:0-Sieg für die Gäste. "In dieser Form haben wir sicherlich mit ganz oben nichts zu tun. Nun ist Olpe der Gejagte und nun müssen wir sehen, wie sie mit dieser Rolle klar kommen", so Volz.

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Bei der TSG Sprockhövel kann der Fußball-Oberligist erstmals in dieser Spielzeit auf einen Aufstiegsplatz springen. Zumindest vorläufig.

Der TuS Erndtebrück hat erstmals in dieser Saison die Chance, auf Platz 4 zu springen. Der Fußball-Oberligist gastiert am Gründonnerstag (20 Uhr) bei der aufstrebenden TSG Sprockhövel. Mit einem Sieg würde das Team von Trainer Florian Schnorrenberg zumindest bis Ostermontag auf einen vorläufigen Aufstiegsplatz in der Tabelle der Oberliga Westfalen springen.


Ein Blick auf die bloße Rückrunden-Tabelle (!) verrät indes: Der Tabellendritte gastiert beim -vierten - und damit könnte die Partie im Stadion „Im Baumhof“ zum Duell auf Augenhöhe avancieren. Vier Tage nach dem 3:1-Erfolg gegen den FC Eintracht Rheine treten die Wittgensteiner allerdings mit viel Selbstvertrauen an - und möglicherweise auch mit Thomas Ziegler. Der TuS-Kapitän, der am vergangenen Sonntag mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss in der Wade ausgewechselt wurde, könnte mit einer Muskelquetschung davon kommen. Aufschluss darüber, ob er zum Einsatz kommt, gibt es aber erst im Abschlusstraining.


Allerdings ist auch die TSG Sprockhövel derzeit vom Erfolg verwöhnt. Zuletzt feierte das Team von Ex-Profi Lothar Huber einen 3:0-Erfolg gegen den direkten TuS-Aufstiegskonkurrenten Rot-Weiß Ahlen. Selbiger entließ daraufhin Trainer Carlos Castilla und verpflichtete Marco Antwerpen als Nachfolger, wie der Verein auf seiner Internetseite mitteilte.

SZ

Der TuS Erndtebrück (5.) hat im Kampf um den begehrten vierten Rang, der zum Regionalliga-Aufstieg berechtigen würde, einen Dämpfer hinnehmen müssen. Bei der TSG Sprockhövel mussten sich die Wittgensteiner, nach einem turbulenten Spiel, mit 1:2 (0:0) geschlagen geben und verpassten es somit, zumindest bis zum Ostermontag auf einem Aufstiegsplatz zu stehen.

Sollten Rot-Weiss Ahlen (7.)  oder aber der SuS Neuenkirchen (6.) ihre Spiele am kommenden Montag jeweils gewinnen, so muss die Schnorrenberg-Elf auch den fünften Tabellenplatz räumen.

Von Beginn an bekamen die rund 300 Zuschauer ein "hochklassiges Oberliga-Spiel" (Schnorrenberg) geboten, mit viel Tempo und hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten. Die erste Möglichkeit hatte Sprockhövel in der dritten Minute durch Emre Yesilova, sein Schuss traf allerdings nur den Pfosten. Im direkten Gegenzug tauchten dann aber auch die Gäste das erste Mal gefährlich vor TSG-Schlussmann Patrick Knieps auf. Nach feinem Zuspiel von Spielmacher Philipp Böhmer, stand Markus Waldrich frei vor dem Tor, scheiterte mit seinem Schuss allerdings am Keeper. In der 15. Spielminute jubelten dann die Gäste über das vermeintliche 1:0. Fatih Tuysuz hatte eingenetzt, der Schiedsrichter pfiff den Treffer auf Grund einer Abseitsstellung berechtigterweise allerdings wieder zurück. Sprockhövel setzte auf schnelles Umschaltspiel und kam so zu einer Vielzahl von Tormöglichkeiten, die sie im ersten Durchgang allesamt ungenutzt ließen. "Sie hatten im ersten Abschnitt sicher ein, zwei Torchancen mehr. Deshalb kann man ruhig sagen, dass wir mit dem 0:0 ein Stück weit glücklich in die Halbzeit gingen", erklärte der TuS-Coach. Die Mannschaft aus dem Siegerland hätte aber durchaus auch mit einer Führung in die Kabine gehen können, denn in der 40. Spielminute versäumten es die Gäste den Ball im leeren Tor unter zu bringen. Nach einem Torwart-Fehler landete der Ball plötzlich bei Philipp Böhmer, sein Schuss ging allerdings knapp neben das leere Gehäuse.

Nach dem Seitenwechsel folgte dann ein Paukenschlag für die Gäste. Innerhalb von fünf Minuten schlugen die Hausherren gleich zwei Mal zu und die Führung war, bis dahin, nicht unverdient. Nach einer Ecke war Top-Torjäger Xhino Kadiu (47.) zur Stelle und besorgte so die 1:0 Führung, nur vier Minuten später erhöhte dann Sebastian Greitemann (51.) auf 2:0. Der Tabellen-Fünfte ließ sich von dem plötzlichen Rückstand allerdings nicht beirren und setzte sein eigenes Spiel fort. Ab der 65. Minute hatte der TuS dann klar das Heft in die Hand, verpasste es allerdings frühzeitig den Anschlusstreffer zu erzielen. "Die letzte halbe Stunde haben wir sozusagen ein Power-Play aufgezogen. Kurz vor Schluss war Sprockhövel dann stehend k.o.", zeigte sich Schnorrenberg zufrieden mit der letzten halben Stunde seiner Elf. Die zwei größten Chancen auf den Anschlusstreffer, hatte Andre Schilamow auf dem Fuß. Seine Abschlüsse fanden aber nicht den Weg ins Tor, sondern knallten gegen die Latte bzw. den Pfosten. Auch der eingewechselte Jan-Patrick Kadiata sorgte nochmal für "frischen Wind". "Er hat über Außen nochmal viel Tempo reingebracht, wir hatten dadurch dann noch einige Standard-Situationen", erklärte der Übungsleiter. Eine dieser Standards sollte dann auch den späten Anschlusstreffer besorgen. Der Kopfball vom eingewechselten Christian Runkel (87.) landete zunächst noch an der Latte, beim Nachschuss macht der es dann aber besser und bringt den Ball über die Linie. In der Nachspielzeit dann doch noch die Riesen-Chance zum Ausgleich. Den Schuss vom eingewechselten Jan Matuwila konnten die Hausherren aber im letzten Moment noch von der Linie kratzen. "Hätte das Spiel noch zehn Minuten länger gedauert, hätten wir das Spiel wahrscheinlich noch drehen können", zeigte sich Schnorrenberg erfreut über die Schluss-Offensive seiner Elf. "Kein Vorwurf an meine Mannschaft. Wir haben das Spiel sicherlich in den fünf Minuten nach der Halbzeit hergeschenkt. Nach dem Rückstand waren wir dann besser im Spiel und auch überlegen, wir haben es aber einfach nicht geschafft früher den Anschlusstreffer zu erzielen", analysierte der TuS-Trainer den Gast-Auftritt seiner Elf "im Baumhof".

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Landesliga-Spitzenreiter TuS Erndtebrück II hat souverän die Tabellenführung verteidigt und hält die Verfolger somit weiter auf Distanz. Mit 5:0 (2:0) fertigten die Wittgensteiner den SV Rothemühle (12.), der in den letzten Wochen stark aufspielte, ab. Durch den Auswärts-Sieg befördern die Mannen von Coach Michael Müller den SV wieder mitten in den Abstiegskampf und halten selbst den Zwei-Punkte-Vorsprung zur SpVg. Olpe (2.), die zeitgleich mit 2:0 in Erlinghausen siegte.

In den ersten Minuten zeigten die Hausherren zunächst, dass sie vor heimischer Kulisse durchaus gewillt waren, dem Liga-Primus ein Bein zu stellen und den Aufwärts-Trend der Vorwochen zu bestätigen.

Nach knapp zehn Minuten fanden die Gäste aber besser ins Spiel und hatten fortan das Heft in der Hand. "Danach haben wir die Zweikämpfe richtig angenommen und auch gefährlich nach vorne gespielt", zeigt sich Müller mit dem Auftritt seiner Elf ab Minute zehn zufrieden.

Folgerichtig fiel nach 22 Spielminuten die 1:0-Führung für die Müller-Elf. Nach einem Foul an Simeon Schmidt zeigte Schiedsrichter Bastian Börner korrekterweise auf den Punkt. Der spielende Co-Trainer Konstantin Volz scheiterte mit seinem Strafstoß zunächst an Schlussmann Manuel Wolff, reagierte anschließend aber am schnellsten und schob den Ball im zweiten Versuch zur Führung über die Linie. Knapp zehn Minuten später konnte Kapitän Sascha Leicher (32.) nach einem Eckball auf 2:0 erhöhen.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff drohte das Spiel dann nochmal zu kippen, weil der TuS den Hausherren wieder mehr Räume überließ. Innenverteidiger Alexander Husser klärte in höchster Not auf der Linie und sicherte somit den 2:0-Vorsprung.

Hatte Müller in den Vorwochen zumeist die zweite Hälfte seiner Elf kritisiert, so gab es in Rothemühle keinen Grund, mit dem zweiten Abschnitt unzufrieden zu sein. "Heute habe ich wieder den unbedingten Willen bei den Spielern gesehen, die Tore zu machen. Das hat mir in den letzten Spielen ein Stück weit gefehlt", freute sich der Übungsleiter über die Leistungs-Steigerung seines Teams.

Der TuS machte nach dem Seitenwechsel dort weiter, wo er vor dem Halbzeitpfiff aufgehört hatte. So konnte dann sieben Minuten nach Wiederanpfiff Mike Brado (52.) auf 3:0 für seine Farben erhöhen. Nach feiner Vorarbeit von Fouad Dodic, umkurvte der Ex-Rothemühler Brado SV-Keeper Wollff und schob das Leder ins leere Tor ein.

Der vierte Treffer fiel dann wieder nach einer Ecke von Jan-Peter Stein. Andreas Mayer (72.) sprang am höchsten und konnte mit dem 4:0 den Auswärts-Sieg endgültig perfekt machen. Aber auch das reichte den Wittgensteinern noch nicht. Sie spielten weiter nach vorne und wurden in den Schlussminuten für ihre offensive Spielweise nochmals belohnt. Stein (83.) ließ gleich zwei Defensiv-Spieler des SV Rothemühle stehen, vernaschte anschließend noch den Torhüter und sorgte mit seinem Tor für den 5:0-Endstand.

Der Sieg hätte durchaus auch noch höher ausfallen können, Stein und Wanke scheiterten mit ihrem Torabschlüssen aber jeweils Manuel Wolff.

"Ich bin heute mehr als zufrieden. Wir haben heute wieder das umgesetzt, was wir immer von den Jungs erwarten. Das Zweikampf-Verhalten und das Offensiv-Spiel stimmten absolut. Es war auch in dieser Höhe absolut verdient und hätte durchaus noch höher ausfallen können", freute sich Müller über den klaren Auswärts-Sieg.

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