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"Wir blicken dem Spiel ganz entspannt entgegen. Vor wenigen Wochen hätte sicherlich niemand damit gerechnet, dass es für uns in dieser Saison nochmal um etwas geht", war die Vorfreude auf das Spiel gegen Rot-Weiß Ahlen Erndtebrücks Trainer Florian Schnorrenberg deutlich anzumerken. Denn spätestens nach dem etwas glücklichen Sieg in Hüls ist der TuS zurück auf der "Oberliga-Aufstiegs-Bühne".

Auch wenn Schnorrenberg zu diesem Zeitpunkt davon noch nichts wissen will. "Wir haben noch zehn Spiele zu absolvieren. Am Wochenende entscheidet sich sicherlich noch nichts." Dennoch. Einem Sieg gegen Ahlen vorausgesetzt, könnten die Wittgensteiner am Sonntag erstmal in dieser Saison auf einen Aufstiegsrang springen. Der SuS Neuenkirchen, derzeit auf Rang auf fünf, muss am Sonntag beim souveränen Tabellenführer Arminia Bielefeld II antreten, die nach derzeitigem Stand - die Profis würden als 17. aus der 2. Bundesliga absteigen - nicht aufsteigen dürfte.

Doch bei allen Spekulationen und dem Bemühen sämtlicher Konjunktive darf man sicher nicht außer Acht lassen, dass mit dem früheren Zweitligisten sicher keine Laufkundschaft in den Pulverwald kommt. "Julius Richter und Arda Nebi machen auf den Außenbahnen schon gut Alarm. Bei ihren schnellen Vorstößen müssen wir hellwach sein", so der 36-Jährige. "Genauso wie bei ihren Standardsituationen." Mit Nico Niemeyer, dem früheren Siegener Feysel Khmiri und Maik Bollmann haben die Ahlener einige Kopfball-Spezialisten in ihren Reihen. In Ehrfurcht erstarren werden die Erndtebrücker, die die drittbeste Heimbilanz aller Oberligisten vorweisen können,  gerade vor heimischem Publikum und auf Grund der jüngsten Ergebnisse nicht.

"Ich habe im Jahr 2014 nicht viel auszusetzen. Wir haben in den bisherigen Spielen viel Selbstvertrauen getankt. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Spieler mit dem Erreichten schon zufrieden sind, sondern noch mehr erreichen möchten", zeigt sich der Brachbacher für die kommenden Aufgaben optimistisch.

Auch wenn Schnorrenberg den Ahlenern wegen ihrer Konstanz während der gesamten Saison die Favoritenrolle zuschiebt, erwartet er ein Duell auf Augenhöhe. "Das kann in beide Richtungen gehen. Der Ausgang ist für mich völlig offen."

Und auch wenn der A-Lizenz-Inhaber in punkto Aufstieg noch abwiegelt, so verriet er immerhin noch: "Ich habe mir in dieser Woche mal angeschaut, wann die Zweitliga-Saison zu Ende ist - das ist am 11. Mai." Das klingt nicht gerade danach, als würden sich die Wittgensteiner nicht mit der Regionalliga beschäftigen.

Neben Manuel Müther, der an einem alten Muskelfaserriss laboriert, ausfällt, muss der TuS auch mehrere Wochen auf Özgür Öncü verzichten. Der Youngster riss sich beim Abschlusstraining vergangenen Freitag beide Außenbänder im Knöchel, riss sich das Innenband an und obendrein splitterte ein Knochen am Sprunggelenk ab. Einer Operation muss er sich jedoch nicht unterziehen.

Der TuS Erndtebrück weist zudem darauf hin, dass am Sonntag der Gäste-Block geöffnet ist. Nachdem sich in der vergangenen Saison die Ahlener "Fans" nicht ganz den Regeln entsprechend verhielten, wollte der TuS kein Risiko eingehen.

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Es war ein hartes Stück, doch am Ende durfte das Team von Trainer Florian Schnorrenberg jubeln. Und blieb im Aufstiegsrennen - vor dem kleinen Gipfel.


Der TuS Erndtebrück hat den vierten Sieg in Serie gefeiert. Der Fußball-Oberligist setzte sich am Sonntag mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg beim VfB Hüls durch. Es dauerte aber bis zur Schlussphase, ehe Markus Waldrich (80.) und Anis Saidi (88.) per Foulelfmeter den Sieg der Wittgensteiner in trockene Tücher wickelten.


Eine Woche vor dem kleinen Aufstiegsgipfel gegen den Tabellenvierten Rot-Weiß Ahlen bleibt das Team von TuS-Trainer Florian Schnorrenberg damit im Rennen um den zweiten Regionalliga-Platz - den derzeit Ahlen belegt. Allerdings trennen den TuS Erndtebrück und RWA derzeit nur zwei Punkte. In der Tabelle der Oberliga Westfalen rangiert die Schnorrenberg-Elf nun auf Platz 6. Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit, ehe Waldrich und Saidi den Sieg vor 150 Zuschauern im Stadion „Am Badeweiher“ in Marl klarmachten. Mit viel Ballbesitz, aber nur wenigen Torchancen kam der TuS Erndtebrück in der Chemiestadt in der ersten Hälfte nur bedingt ins Spiel. Die gastgebende Elf von Trainer Martin Schmidt setzte indes auf Konter.


Erst in der zweiten Hälfte entwickelte der TuS Erndtebrück zunehmend Torgefahr. Am Ende gewann das Team aus dem Pulverwald das Spiel quasi von der Bank. Denn zunächst bereitete der eingewechselte Tokio Nakai den Waldrich-Treffer mit einer mustergültigen Flanke vor, ehe er acht Minuten später den Strafstoß gegen VfB-Keeper Rafael Hester herausholte. Den verwandelte dann Saidi staubtrocken - und hielt den TuS Erndtebrück damit weiterhin im Aufstiegsrennen.

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Auf die Frage, die wir vergangene Woche stellten, ob für den TuS Erndtebrück in dieser Saison noch etwas geht, hat der heimische Fußball-Oberligist die passende Antwort gegeben. Auch wenn die Partie gegen den Tabellenvorletzten TuS Dornberg sicherlich keine ansehbare war, so stand nach 90 Minuten am "Pulverwald" dennoch ein 2:1-Erfolg, der, dank der Patzer der Konkurrenz, die Wittgensteiner nun wieder an den Aufstiegsrängen schnuppern lässt.

Am Sonntag geht es für die Erndtebrücker nun zu Abstiegskandidat Hüls. Eigentlich dürften die Vorzeichen angesichts der Tabellensituation klar sein. Jedoch nicht für TuS-Coach Florian Schnorrenberg: "Die Tabellenkostellation interessiert uns nicht. Hüls hat, genau wie wir, in der Rückrunde vier Mal gewonnen. Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe." Gewarnt sein genug dürften die Erndtebrücker nicht zuletzt wegen des jüngsten 3:2-Auswärtserfolgs des VfB bei Aufstiegsaspirant Rot-Weiß Ahlen - und das in Unterzahl. "Sie werden sicherlich alles raushauen, um nach dem Abstieg aus der Regionalliga nicht durchgereicht zu werden", ist sich der Brachbacher sicher.

Um dieses Ziel zu erreichen, ging die Mannschaft vom "Badeweiher" in der Winterpause nochmal auf Einkaufstour. Mit Marko Onucka (SV Zweckel) und Don Niketta (Roland Beckum) kamen zwei Offensivkräfte jeweils von Liga-Rivalen nach Hüls. Wobei Erstgenannter allerdings gesperrt ist.

Bei allem Respekt vor dem kommenden Gegner ist für Schnorrenberg dennoch klar: "Wenn wir nicht selbstbewusst nach den jüngsten Erfolgen dort auftreten, dann weiß ich nicht wer sonst."

Patrik Flender, der wegen eines entzündeten Zahns und verhärteter Wade genauso am Mittwoch mit dem Training pausierte wie Torhüter Florian Hammel (Magen-Darm-Probleme) erwartet der A-Lizenz-Inhaber am Freitag zurück im Training. "Ich gehe davon aus, dass sie am Sonntag spielen können."

Während Benjamin Thorbeck, der zuletzt bei der Reserve spielte, wieder zum Kader gehört, sammeln Andreas Krolewski, José Matuwila und Manuel Müther am Freitag zunächst bei der Reserve im Spiel gegen den SC Neheim.

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Der Tabellenführer TuS Erndtebrück II besiegte am Freitag-Abend den SC Neheim (11.) am heimischen Pulverwald klar mit 4:1 (1:1). Damit bleiben die Wittgensteiner zu Hause weiter ungeschlagen und bauen gleichzeitig den Vorsprung zur SpVg. Olpe (2.), zumindest bis Sonntag, auf fünf Punkte aus. Auch wenn das Ergebnis es nicht erkennen lässt, so schlugen sich die abstiegsgefährdeten Gäste tapfer gegen den Liga-Primus und bereitete den Erndtebrückern einige Schwierigkeiten.

Zu Beginn zeigte die TuS-Reserve zunächst, dass sie gewillt war die drei Punkte am heimischen Pulverwald zu behalten. Schon in der fünften Minute hatte Stürmer Mike Brado das 1:0 auf dem Fuß. Er legte sich den Ball aber zu weit vor und verpasste es somit völlig frei auf den Neheimer Schlussmann zuzulaufen.

Nur zwei Minuten später machten es die Mannen von Michael Müller dann aber besser. Nach feinem Zuspiel aus dem Mittelfeld von Simeon Schmidt auf Lukas Faak,  hatte dieser dann keine Probleme dabei, den Ball souverän am herauseilenden Keeper vorbei, zur 1:0 Führung ins Tor zu schieben.

Auch nach dem Führungstreffer blieben die Wittgensteiner optisch klar überlegen, versäumten es aber diese Überlegenheit auch in Tore umzumünzen, um das beruhigende 2:0 nachzulegen. Simeon Schmidt hatte dann nach einer knappen halben Stunde noch die größte Einschussmöglichkeit der Hausherren im ersten Abschnitt. Seinen Distanzschuss aus 18 Metern konnte Ricardo-Peixoto Alves im Tor des SC Neheim allerdings souverän parieren.

Gleich im Gegenzug bestraften die Gäste den Tabellenführer dann für die Nachlässigkeit im Torabschluss. Nach schnellem Umschaltspiel musste Lukas Greis (38.) einen Querpass nur noch ins leere Tor weiterleiten und erzielte so noch vor dem Halbzeitpfiff das 1:1. „Nach einem guten Beginn und der verdienten Führung haben wir unsere Chancen anschließend sehr schlecht ausgespielt. Nach einer halben Stunde wurden wir dann viel zu offen und haben es den Neheimern dann zu leicht gemacht.", analysierte TuS-Coach Müller.

Die ersten zwanzig Minuten nach dem Seitenwechsel liefen dann ähnlich wie die Schlussphase des ersten Durchgangs. Der TuS kam nicht richtig ins Rollen und musste sich bis zur 66. Spielminute gedulden, ehe Kapitän Sascha Leicher sein Team wieder in Führung bringen konnte. Mirkan Kasikci hatte sich gut über außen durchgesetzt und auf Leicher durchgesteckt. Der hämmerte den Ball dann sehenswert zum 2:1 ins linke, untere Eck.

Diesmal stellten die Hausherren das Spiel nach der Führung nicht ein und so gelang es die Führung weiter auszubauen. Beim 3:1 zeigte sich Simeon Schmidt (72.) hellwach, als er dem Neheimer-Innenverteidiger den Ball abluchste und anschließend auch dem Torhüter keine Chance ließ. Der für den verletzten Lukas Faak eingewechselte Sven Hinkel, hatte dann noch einige Möglichkeiten die Führung weiter zu erhöhen, es fehlte allerdings die Zielstrebigkeit. "Wir haben unsere Chancen dann nicht mehr gut ausgespielt.", kritisierte der Übungsleiter des TuS.

In der 83. Spielminute zeigte Schiedsrichter Oliver Topp dann auf den Punkt. Den fälligen Handelfmeter verwandelte der spielende Co-Trainer Konstantin Volz souverän und machte so den Heim-Sieg seiner Mannschaft perfekt.

"An einem guten Tag muss das Spiel früher entschieden sein und dann eventuell auch noch höher ausfallen. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden und freue mich natürlich über die drei Punkte, aber über die Art und Weise, wie der Sieg zustande gekommen ist, muss ich mit den Spielern nochmal reden.", freute sich Michael Müller über die drei Punkte, zeigte sich aber zugleich unzufrieden mit der Spielweise seiner Mannen.

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Gegen den Tabellenletzten entwickelte sich von Beginn an ein schweres Spiel. Die Gäste hinderten die Erndtebrücker erfolgreich am konstruktiven Spielaufbau und wenn doch einmal ein Ball in die
Spitze durchrutschte, scheiterten Markus Waldrich in der 10. und 35. Minute oder Andre Schilamow in der 13. Minute an Dornbergs Keeper Kevin Hund. Auch ein Kopfball von Philipp Böhmer landete
genau in den Armen von Hund. Nach der Pause verstärkte der heimische TuS den Druck. In der 58. Minute ließen die Dornberger Thomas Bednorz am langen Pfosten völlig unbeachtet, der sich erfolgreich nach einem Böhmer-
Freistoß reckte und den Ball ins Gäste-Tor drückte. Damit schien der Bann gebrochen, doch 14 Minuten vor dem Ende kam das Tabellen-Schlusslicht zum überraschenden Ausgleich. Florian
Hammel konnte eine Ecke nur unzureichend abklatschen und Dornbergs vom Stürmer zum Verteidiger umfunktionierter Saliou Abou lenkte den Ball in die Maschen.
Durch den Gegentreffer ging allerdings nochmal ein Ruck durch die Pulverwald-Elf. Den Erndtebrückern gelang es zusehends, Dornberg in die eigene Hälfte zu drängen. Doch es dauerte bis
zur 87. Minute, ehe der Bann gebrochen wurde. Nachdem die Kugel wie bei einem Flipper kreuz und quer durch den Gäste-Strafraum flitzte, behielt Thomas Bednorz die Übersicht und spielte den Ball
auf Patrik Flender, dessen Zehn-Meter-Hammer die Reißfestigkeit des Tornetzes auf eine gehörige Belastungsprobe stellte.
Am Ende stand ein hart erarbeiteter 2:1-Sieg, der aufgrund der anderen Partien in der Oberliga sogar noch an Wert gewann.

Istvan Gal, Trainer der Dornberger, hätte gerne einen Zähler mitgenommen, ärgerte sich aber über individuelle Fehler, die von den Erndtebrückern gnadenlos bestraft wurden.
Florian Schnorrenberg war in erster Linie froh über den Erfolg. Dornberg habe es dem heimischen TuS schwer gemacht, aber Flo zeigte sich imponiert vom nach dem zwischenzeitlich erfolgten Ausgleich erwachten Siegeswillen seiner Mannschaft.

Henning Lindner