Das News-Archiv

Florian Schnorrenberg hat keine guten Erinnerungen an diese Orte. Hamm, Ahlen - und nun auch noch Rhynern (8. Platz/15 Punkte). In der Peripherie am Ostrand des Ruhrgebiets gab es in dieser Spielzeit - gelinde gesagt - nur Prügel für den Trainer und den TuS Erndtebrück (6./17). "Ich denke, dass wir trotzdem eine Chance haben - auch wenn Westfalia Rhynern wieder im direkten Umkreis von Hamm liegt", schmunzelt der Coach des Fußball-Oberligisten vor der Partie am Sonntag (15 Uhr) auf dem Sportplatz Papenloh.

Allerdings, echte Albträume bereitet dem 36-jährigen A-Lizenz-Inhaber die geographische Lage nicht - trotz der desolaten Leistungen bei der Hammer SpVg (1:3) und bei Rot-Weiß Ahlen (0:3). "Für uns ist das eher ein Ansporn als ein Hindernis", konstatiert Schnorrenberg. Tatsächlich ist der Zeitpunkt für eine Rehabilitation in Hammer Gefilden günstig, zuletzt demonstrierte der TuS Erndtebrück gegen die TSG Sprockhövel (2:0) die wohl stärkste Saisonleistung. "Wir müssen unser Selbstbewusstsein und den Schwung in dieses Spiel übertragen", fordert der TuS-Coach. Dass sein Team erneut mit einer doppelten Sturmspitze aufläuft, gilt als sicher. "Die zwei Stürmer haben unserem Spiel gut getan. Wir haben wesentlich mehr Torgefahr ausgeübt", weiß der Brachbacher.

Ob die Offensivachse dabei erneut Markus Waldrich und Philipp Böhmer bilden, ist fraglich, denn letzter laborierte unter der Woche an einer Grippe. Allerdings hofft der TuS-Coach, den Sommerneuzugang zumindest eine Halbzeit lang bringen zu können. Zudem steht Tokio Nakai - zuletzt zurückgekehrt nach abgesessener Rotsperre - als Alternative bereit. Fraglich ist auch ein Einsatz von Thomas Bednorz, Der Sechser ist ebenfalls grippegeschwächt, ein Einsatz gilt aber als möglich.

Gleiches gilt auch für Timo Bäcker. Der Keeper hat seine Rückenverletzung schneller als gedacht auskuriert und könnte bereits wieder zwischen den Pfosten stehen. "Die Chancen stehen fünfzig zu fünfzig", verrät Schnorrenberg, der aber definitiv weiterhin auf Leonardo Lima Ribeiro verzichten muss - an Alternativen mangelt es aber nicht. Das jedenfalls bewies der TuS Erndtebrück beim jüngsten Sieg. "Wir haben viele Einzelgespräche geführt und intensiv trainiert. Und dann freut man sich, wenn Sachen, die im Training funktionieren, auch auf dem Platz stattfinden", erklärt der TuS-Trainer, der mit seinem Team nun nachlegen will.

Allerdings hebt Schnorrenberg vor der Partie bei Westfalia Rhynern den mahnenden Zeigefinger. "Trainer Björn Mehnert muss quasi jedes Jahr enorme personelle Verluste kompensieren. Trotzdem gilt seine Mannschaft als Team für die vorderen Ränge. Der Coach macht einen guten Job", weiß Schnorrenberg. Allerdings nimmt der Mann an der Seitenlinie eher sein eigenes Team ins Gebet. Nach zuletzt zwei Spielen ohne Gegentor und deutlich gesteigertem Offensivpotenzial im Spiel gegen Sprockhövel, hofft er nun auf mehr Effizienz - etwa von Markus Waldrich. Zweifel am Stürmer hat der Coach aber keine. "Markus ist extrem selbstkritisch. Er hatte zuletzt zwei Mal die Chance zu einem frühen Tor - irgendwann muss der Knoten platzen", weiß Schnorrenberg. In Rhynern beispielsweise - bevor sich aus schlechten Erinnerungen noch Horrorvorstellungen entwickeln an den "Kreis Hamm" entwickeln.

SZ

Es ist wieder Derbyzeit am Pulverwald. Zuletzt im Westfalenpokal standen sich der TuS Erndtebrück und die Sportfreunde Siegen gegenüber. Im September des letzten Jahres triumphierten die Wittgensteiner über die klassenhöheren Siegerländer. Nun treten ihre beiden Reserve-Teams in der Landesliga gegeneinander an. Die Vorzeichen dieses Lokalduells sind indes klar: Diesmal ist die zweite Welle der Erndtebrücker, die nach dem Abstieg aus der Westfalenliga die Tabellenführung inne hat, der Favorit. Die U23 der Sportfreunde Siegen, die seit Saisonbeginn von Matthias Hagner betreut wird, reist nach der gleichen Anzahl von Erfolgen und Misserfolgen in der laufenden Spielzeit als Tabellenneunter ins Wittgensteiner Land.

Doch zu unterschätzen sind die Siegener nicht. „Siegens Zweite ist eine kleine Wundertüte“, beschreibt TuS-Coach Michael Müller. Was er damit meint, nennt sein Pendant Matthias Hagner schon seit Wochen beim Namen. „Wir sind nicht konstant genug“, so der Ex-Profi. Da gab es einen 4:0-Heimsieg gegen Hünsborn, doch dann verlor man nach schwacher Vorstellung zwei Wochen später gegen Neheim. Es fehlt weiterhin die Beständigkeit im Spiel der jungen Siegener Truppe.

„Wenn man sie spielen lässt, wird es für jeden Gegner schwer“, warnt Michael Müller seine Mannschaft. Den Kontrahenten aus der Krönchenstadt, der am Sonntag (15 Uhr) auf die Erfolgsspur zurückkehren will, bewertet er indes als spielstark. „Von Anfang an gilt es die Zweikämpfe zu gewinnen und ihnen den Schneid abzukaufen“, so Müller weiter. Bei seinem Team ist es derweil die Chancenverwertung, die noch verbesserungswürdig erscheint.

Letztlich hat aber jedes Derby seinen besonderen Reiz. „Wir freuen uns auf das Spiel und wollen als Sieger vom Platz gehen“, lautet die Erndtebrücker Ansage. Fast das halbe Team dürfte bei dieser Paarung einen Motivationsschub erhalten. Denn nicht weniger als fünf Akteure des aktuellen Erndtebrücker Reserve-Kaders haben eine Vergangenheit beim Sportfreunde-Nachwuchs. Mit Ali Genc, der ebenso wie Simeon Schmidt weiter ausfällt, fehlt ein weiterer Ex-Siegener.

Quelle Expressi

Trotz einer 0:1 (0:1)-Niederlage im Spitzenspiel bei Borussia Dröschede bleibt die Reserve des TuS Erndtebrück an der Tabellenspitze der Fußball-Landesliga. „Für uns war das viel mehr drin. Dass wir dieses Spiel verloren haben, ist ärgerlich“, sagte Trainer Michael Müller nach den 90 Minuten Auf der Emst. In der Tat waren die Wittgensteiner die spielbestimmende Mannschaft und hatten gute Chancen, die jedoch nicht genutzt wurden. Zwei Abseitstore wurde aberkannt. Am Ende stand eine unglückliche Niederlage in Dröschede.

Schon nach fünf Minuten hätte Narciel Mbuku seine Farben in Führung bringen können. Er traf jedoch nur den Pfosten. Mehr Glück hatte das Borussia Dröschedes Patrick Jakubczyk, der in der 27. Minute mit einem fulminanten Volleyschuss in die Maschen traf. Die Hausherren führten nun. Davon unbeeindruckt zeigten sich indes die Erndtebrücker.

Sie hatten auch im zweiten Durchgang die besseren Tormöglichkeiten gehabt. Ein Leicher-Kopfball verfehlte nur knapp sein Ziel. Dann hatte zwar Falko Wahl für die Gäste getroffen, doch Schiedsrichter Robin Kluthke gab diesen Treffer wegen Abseitsstellung des Spielers nicht. Auch als Konstantin Volz wenig später den Ball querlegte und zwei seiner Mitspieler einschussbereit am langen Pfosten warteten, ging die Fahne hoch.

„Diese Spielszene wurde viel zu früh abgepfiffen“, haderte Michael Müller mit dem Referee, der auch diesmal auf Abseits entschied. Im Schlussspurt des Spiel machte Erndtebrück auf, wodurch Dröschede noch zu zwei guten Gelegenheiten kam. Beide Versuche der Borussia parierte jedoch TuS-Keeper Marcel Eichler und verhinderte dadruch Schlimmeres.

Quelle Expressi

Es bleibt dabei. Der TuS Erndtebrück ist zu Hause weiterhin eine Macht. Die Wittgensteiner gewannen gegen die TSG Sprockhövel mit 2:0 und holten damit bei einem Unentschieden den vierten Sieg im fünften Heimspiel. In der Tabele kletterte das Team von Trainer Florian Schnorrenberg vorübergehend auf den fünften Rang.

Es waren gerade einmal 60 Sekunden im Pulverwald gespielt, als Markus Waldrich das 1:0 für seine Farben auf dem Schlappen hatte. Doch der Torjäger des TuS scheiterte an Gäste-Torhüter Patrick Knieps. Sieben Minuten später war es dann der Ex-Betzdorfer Anis Saidi, der die Führung erzielen musste. Nach schöner Vorarbeit von Philipp Böhmer schoss Saidi den Ball jedoch über den leeren Kasten der Huber-Elf.

Erndtebrück war auch danach das spielbestimmende Team, zwingende Torchancen hatten die Wittgensteiner jedoch nicht mehr. Aber auch Sprockvövel zeigte, warum sie die letzten drei Spiele gewonnen hatten und fand mit zunehmender Spielzeit immer besser ins Spiel. Und so hatten die Gäste ihrerseits die Chance in Führung zu gehen. Hhino Kadiu traf aber mit der Hacke nur den Pfosten des Erndtebrücker Tores.

Nach dem Wechsel entwickelte sich die Partie zu einem richtig guten Oberligaspiel. Beide Teams spielten offensiv nach vorne und versuchten ihrerseits die drei Zähler zu verbuchen. Als Schnorrenberg nach einer Stunde zu einem Doppelwechsel griff und für den verletzten Sebastian Wasem André Schilamow in die Partie brachte und Andreas Krolewski zu seinem Oberliga-Debüt verhalf und für Özgür Öncü einwechselte, erzielte nur 60 Sekunden später Benjamin Thorbeck die Führung für den TuS. Saidi spielte den Ball auf Thorbeck, der im Strafraum einen Gästespieler stehen ließ und den Ball unhalbar unter den Querbalken drosch.

Sprockhövel machte nach dem Rückstand auf und drängte auf den Ausgleich, aber die bessren Chancen hatte der TuS. Aber weder Schilamow, der den Ball noch einmal uneigennützig quer legte und besser selbst den Abschluss gesucht hätte, noch Fatih Tuysuz, der an Knieps scheiterte, konnten das beruhigende 2:0 erzielen. Auf der Gegenseite hatte der TuS sogar Glück, dass nicht der Ausgleich fiel. Der Schuss von Emre Yesilova ging nur an den Innenpfosten.

In der dritten Minute der Nachspielzeit fiel dann die Entscheidung. Nachdem Knieps bei einem Eckball mit aufgerückt war, spielte der überragende Thorbeck das Leder auf José Matuwila und der hatte keine Mühe ins verwaiste Tor zum 2:0 einzuschieben.

"Die Erleichterung ist riesig. Nicht nur, weil wir gewonnen haben, sondern auch kämperisch alles gegeben haben. Wir haben mit zwei Spitzen gespielt und wollten ein frühes Tor erzwingen, aber das ist uns leider nicht gelungen. Dennoch bin ich mit dem Spiel zufrieden. Das war unser stärkster Auftritt in dieser Saison", freute sich Schnorrenberg über den starken Auftritt seines Teams, dass es auf dem anschließenden geplanten Mannschaftsabend richtig krachen lassen wollte.

"Ich bin natürlich enttäuscht. Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Beim ersten Gegentreffer haben wir geschlafen. Danach haben wir alles versucht, um noch den Ausgleich zu erzielen, haben es leider nicht geschafft. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Unter dem Strich ist der Erndtebrücker Sieg verdient", berichtete TSG-Trainer Lothar Huber.

In den nächsten beiden Heimspielen erwartet die Erndtebrücker dann die Cremé de la Cremé am Pulverwald. Während am 27. Oktober zunächst Arminia Bielefeld II nach Erndtebrück kommt, ist 14 Tage später der Titelfavorit und Liga-Krösus SV Rödinghausen bei den Wittgensteinern zu Gast.

Quelle Expressi

Es war ein hartes Stück Arbeit gegen den VfB Hüls - am Ende blieben die Wittgensteiner im Pulverwald aber weiter ungeschlagen.

Am Ende musste der TuS Erndtebrück zittern. Der Fußball-Oberligist sicherte sich beim 1:1 (1:1)-Unentschieden gegen Regionalliga-Absteiger VfB Hüls aber dennoch einen Punkt. Nachdem Patrik Flender (6.) das Team von Trainer Florian Schnorrenberg vor 130 Zuschauern im Pulverwaldstadion in Front gebracht hatte, sorgte Hüls-Kicker Sinan Kurt (18.) am Sonntag für den schnellen Ausgleich.

Nach einer überaus starken Anfangsphase und dem schnellen Führungstreffer verlor der TuS Erndtebrück den Faden im Spiel. Nachdem Patrik Flender nach einer Ecke per Kopfball getroffen hatte, nutzte der VfB Hüls erste Schwächen der Wittgensteiner. Allerdings blieb Sinan Kurt das einzige Hülser Tor vorbehalten - mit einem "Sonntagsschuss" in den Winkel des Tores von TuS-Keeper Timo Bäcker. Vor allem nach dem Seitenwechsel riss das Gäste-Team von Trainer Martin Schmidt die Partie mehr und mehr an sich. Torschütze Sinan Kurt hatte in der 78. Minute sogar die Führung für das Team vom Hülser Badeweiher auf den Fuß. Seinen Freistoß parierten allerdings TuS-Keeper Timo Bäcker und der Innenpfosten seines Tores.

Mit nunmehr 13 Zählern in der Oberliga Westfalen steht für den TuS Erndtebrück am Mittwoch (20 Uhr) die nächste Partie auf dem Programm. Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg tritt dann im Wersestadion bei Ex-Zweitligist Rot-Weiß Ahlen an.

Quelle SZ