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Der TuS Erndtebrück II schaut wieder von ganz oben auf den Rest der Liga. Da die SpVg. Olpe (2.) gegen den SV Hüsten (10.) nicht über ein Unentschieden hinaus kam, zogen die Wittgensteiner, durch ihren souveränen 3:0 (2:0)-Heimsieg im Top-Spiel der Fußball-Landesliga gegen den den FC Borussia Dröschede (3.) wieder an den Kreisstädtern vorbei und belegen nun wieder den ersten Tabellenplatz.

Dabei hatte die Elf von Trainer Michael Müller in den ersten 15 Minuten einige Probleme und kam nicht so recht in die Partie. Nach Aussetzern von Mirkan Kasikci und Andreas Krolewski bewahrte der wieder genesene Schlussmann Jannik von der Heiden die Hausherren mit einigen guten Paraden vor dem frühen Rückstand.

Anschließend kam die TuS-Reserve dann aber immer besser ins Spiel und konnte von Minute zu Minute mehr Druck aufbauen. Müller musste gleich zwei mal ins Spiel angreifen und sowohl Anil Berber (Bänderdehnung), als auch Fuod Dodic (Fußprellung) verletzungsbedingt vom Feld nehmen. Die eingewechselten Sven Hinkel und Mike Brado machten ihre Sache dann aber gut und waren mit dafür verantwortlich, dass die drei Punkte am Pulverwald blieben. "Wir hatten sozusagen Glück im Unglück", erklärte der Übungsleiter anschließend.

Der Führungstreffer war dann auch eine Co-Produktion der beiden zuvor eingewechselten Akteure. Brado setzte sich im Sechszehner der Gäste gut durch, legte den Ball quer auf Hinkel und der versenkte den Ball unhaltbar zum 1:0 (36.) ins lange Eck. Jetzt witterten die Hausherren Morgenluft und konnten die Führung nur zwei Minuten später ausbauen. Nach feinem Spielzug, bei dem sich Kapitän Sascha Leicher aus der Innenverteidigung in die Offensive einschaltete, musste Benjamin Thorbeck den Ball nach einem Querpass nur noch rechts unten in die Ecke zum 2:0 (38.) einschieben.

Die Gäste waren sichtlich geschockt vom Doppelschlag der Müller-Elf und konnten TuS Keeper von der Heiden in der Folgezeit kaum noch ernsthaft prüfen.

Nach dem Seitenwechsel stand der neue Tabellenführer defensiv kompakt und ließ wenig zu. "Wir haben das Spiel ein Stück weit verwaltet, hatten aber auch noch ein paar Konterchancen. Wir sind zwar bis zur Grundlinie gut durchgekommen, der letzte Pass war oftmals aber zu ungenau", analysierte der Übungsleiter die zweiten 45 Minuten.

Mike Brado hatte die größte Möglichkeit die Führung weiter auszubauen, die scharfe Hereingabe von Lukas Faak rutschte ihm allerdings unter seinem "Schlappen" durch. Anschließend prüfte Sebastian Wanke Julian Schmahl im Tor von Dröschede, bei seinem Abschluss war Schmahl allerdings zur Stelle.

Die Gäste blieben auch im zweiten Abschnitt größtenteils ungefährlich. Einzig die Torchance von Top-Torjäger Arif Et, dessen Schuss Andreas Krolewski von der Linie kratzen musste, war wirklich gefährlich.

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Es dauerte bis zur Schlussminute ehe die Oberliga-Reserve den Deckel drauf machte. Diesmal schloss der TuS einen Konter in Person von Simeon Schmidt (90.) erfolgreich ab und konnte sich wenige Sekunden später über den wichtigen 3:0-Heimsieg freuen.

"Wir haben heute defensiv super gestanden und fast nichts zugelassen. Das einzige was ich meiner Mannschaft heute vorwerfen kann, ist, dass sie das Spiel nicht schon früher entschieden hat. Wir stehen zwar wieder auf Platz eins und wollen ihn nach Möglichkeit natürlich nicht mehr hergeben, aber ich kann mich nur wiederholen: Wir haben noch einige schwere Spiele vor uns, das nächste gegen die Sportfreunde Siegen. Es sind noch 15 Punkte zu vergeben", wollte Müller den Sieg nicht überbewerten.

Bild rechts: Die Entscheidung im Pulverwald. Simeon Schmidt (hinten) schiebt den Ball unhaltbar für Dröschedes Torhüter Julian Schmahl zum 3:0 ein.

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René Röthig, der Trainer der Erndtebrücker Dritten bewertete den Sieg so: „Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe vollauf in Ordnung. Feudingen hatte in der ersten Halbzeit zwei gute Möglichkeiten, die unser Torwart Timm Schniegeler mit Bravour vereitelt hat. Danach hatten wir das Spiel aber absolut im Griff“. Michael Skoumal (14) und René Röthig selbst (44.) ließen sich vor heimischem Publikum für ihre Treffer zum Pausenstand feiern.

„In der zweiten Halbzeit haben wir weiter Druck gemacht und schnell das dritte Tor erzielt. Das hat uns definitiv noch mehr Sicherheit verschafft, befand Röthig. Umut Akkent (48.) und erneut Spielertrainer Röthig (56.) bauten die Führung rasch aus. Über  den späten Gegentreffer von Jens Mengel (90.) ärgerte sich der Coach der Hausherren, der ein Sonderlob für den Schiedsrichter aussprach, trotzdem etwas: „Es wäre natürlich schön gewesen zu Null zu spielen, aber im Endeffekt haben wir gewonnen und das zählt“.

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Der TuS Erndtebrück hofft auf den großen Coup. Der Fußball-Oberligist tritt am Samstag (15 Uhr) zum Auswärtsspiel bei der U-23-Mannschaft von Arminia Bielefeld an. Die Ostwestfalen sind einsamer Spitzenreiter in der Tabelle der Oberliga Westfalen.

Der TuS Erndtebrück trifft sechs Tage nach dem mageren 0:0-Unentschieden gegen Westfalia Rhynern auf die Übermannschaft der Liga: 77 Punkte, 75 Tore und nur 22 Gegentreffer sind absolute Spitze in jeder Hinsicht. Bisher kassierten die Ostwestfalen erst eine Niederlage und spielten zwei Mal Remis - alle anderen Partien gewann Arminia Bielfeld souverän. Allein, sportlich ist die U-23-Mannschaft aufgestiegen, muss allerdings darauf hoffen, dass die Profis den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga doch noch schaffen.

Ansonsten dürfte sich der TuS Erndtebrück noch Hoffnungen auf den Nachrückerplatz machen - der 4. Rang würde zum Aufstieg in die Regionalliga West berechtigen. Um den Abstand dahin allerdings vor dem Saison-Endspurt nicht zu groß werden zu lassen, ist ein Sieg in der Bielefelder Rußheide quasi Pflicht - Konter könnten das Rezept zum Erfolg gegen die spielstarken Ostwestfalen sein. Personell steht TuS-Trainer Florian Schnorrenberg wohl derselbe Kader zur Verfügung wie schon gegen Rhynern. Zudem schreitet der Heilungsprozess bei Mittelfeldmann Özgür Öncü besser voran als gedacht - er befindet sich bereits im Lauftraining. Vor einem Comeback im Training steht auch der langzeitverletzte Manuel Müther.

SZ

Der Fußball-Oberligist begann bei der U 23 von Arminia Bielefeld stark. Dann kam es zu einer Verkettung unglücklicher Umstände.

Die einen feierten, die anderen trauerten: Der TuS Erndtebrück hat 1:2 (1:0) bei der U-23-Mannschaft von Arminia Bielefeld verloren. Die Ostwestfalen feierten damit am Samstag die Meisterschaft in der Oberliga Westfalen. Derweil sich die Fußballer aus Wittgenstein langsam aber sicher von ihren Aufstiegsträumen verabschieden. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen drei Spielen rückt in der Tabelle der vorläufige Aufstiegsplatz 4 immer weiter in die Ferne.

Dabei begann der TuS Erndtebrück vor 120 Zuschauern im Bielefelder Stadion „Rußheide“ mit erfrischendem Offensivfußball und überrumpelte den gastgebenden Primus auf diese Weise. TuS-Stürmer Markus Waldrich (21.) machte die Überraschung perfekt, als er zur Gästeführung einköpfte. Mustergültig vorbereitet hatte Jan-Patrick Kadiata den Treffer. Nach dem Seitenwechsel setzte Arminia Bielefeld stärkere Akzente - und glich durch ein umstrittenes Tor aus. Bevor Marcel Todte (62.) für die Seidenstädter getroffen hatte, hatte er TuS-Verteidiger Sebastian Wasem mit dem Arm derart ins Gesicht getroffen, dass dieser mit einem Verdacht auf Nasenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Allein, Schiedsrichter Waldemar Stor (SV Oetinghausen) unterbrach die Situation nicht.

„Es ehrt den Schiedsrichter, dass er mir gegenüber zugegeben hat, keinen guten Tag gehabt zu haben. Dennoch stehen wir jetzt ohne Punkte da“, haderte TuS-Trainer Florian Schnorrenberg. Der Mann an der Seitenlinie musste wenig später ansehen, wie Bielefelds Patrick Mainka (67.) die Partie nach einem Freistoß vollends drehte. Im nächsten Spiel empfängt der TuS Erndtebrück nun am nächsten Sonntag den TuS Ennepetal. Anstoß der Partie im Erndtebrücker Pulverwaldstadion ist um 15 Uhr.

SZ

Nach dem spielerisch überzeugendem 6:2-Auswärtssieg in der Vorwoche in Erlinghausen wartet nun im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) eine schwierige Aufgabe auf die Zweitvertretung des TuS Erndtebrück.

Das Aufeinandertreffen zwischen dem TuS und dem drittplatzierten FC Borussia Dröschede ist das absolute Top-Spiel des Spieltags. Die Gäste haben zwar schon einen großen Rückstand auf die Tabellenspitze, besitzen allerdings eine große Qualität und das ist auch im Lager der Wittgensteiner bekannt.

"Mit Olpe hatte ich Dröschede schon vor der Saison auf dem Zettel. Sie haben Westfalenliga-Erfahrung und sind mit vielen guten Spielern bestückt wie beispielsweise Petkovic und Liefermann in der Innenverteidigung, die eine große Erfahrung auf den Platz bringen. Dazu kommen noch viele junge, schnelle Spieler", ist Müller bestens informiert über die Stärken der Borussia.

Die 0:3-Niederlage in Olpe vor zwei Wochen zeigte allerdings auch, dass der FC anfällig und schlagbar ist, so dass die Müller-Elf als Favorit ins Spiel geht und versuchen sollte, den Erfolg aus Erlinghausen zu bestätigen. "Wir müssen an die Leistung in der Vorwoche anknüpfen, auch wenn Dröschede natürlich nochmal ein anderes Kaliber ist", gibt der Übungsleiter die Marschroute vor.

Eine stabile Defensive und schnelles Umschaltspiel sind laut Müller entscheidend, um die drei Punkte im Pulverwald zu behalten. "Wir müssen unnötige Ballverluste vermeiden und zu Hause natürlich von Beginn an auch den Weg nach vorne suchen", erwartet der Coach einen spielbestimmenden Auftritt seiner Elf.

Dabei kann Michael Müller auch wieder auf Sven Hinkel zurückgreifen, der nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder zur Verfügung steht. Ansonsten kann der Trainer aus dem vollen Schöpfen und höchstwahrscheinlich auch auf die angeschlagenen Lukas Faak und Sascha Leicher zurückgreifen.

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