Das News-Archiv

Der TuS Erndtebrück II hat es in der Fußball-Landesliga am Freitagabend verpasst, vorzulegen und somit ein wenig Druck auf die Verfolger auszuüben. Bei der SG Finnentrop/Bamenohl verloren die Wittgensteiner mit 0:2 (0:0) und laufen nun Gefahr, am Sonntag vom Tabellenzweiten SpVg Olpe nach Punkten eingeholt zu werden.

"Wir hatten einfach zu viele Passfehler in unserem Spiel und haben aus unerklärlichen Gründen fast ausschließlich mit langen Bällen operiert. Einige Spieler waren einfach von der Rolle, so dass wir sicherlich verdient verloren haben", bilanzierte Erndtebrücks Trainer Michael Müller.

Doch chancenlos war sein Team vor allem im ersten Durchgang nicht. Sebastian Wanke, der aus spitzem Winkel SG-Torhüter Marcel Grajewski in die Arme schoss und Anil Berber, dessen 17-Meter-Schuss knapp am Finnentroper Gehäuse vorbei strich, waren ein Beleg dafür. Finnentrop hatte jedoch auch seine Möglichkeiten, scheiterte aber gleich zweimal am gut reagierenden TuS-Keeper Marcel Eichler.

Nachdem auch nach der Pause keine Besserung im TuS-Spiel eintrat, waren es die Hausherren die vor 125 Zuschauern für Zählbares sorgten. Nach einer Ecke war der eingewechselte Tobias Kleppel mit dem Kopf zur Stelle und markierte das 1:0 (72.). Als der nach langer Verletzungspause nach etwas mehr als einer Stunde ins Spiel gekommene Mike Brado die große Chance auf den Ausgleich vergab, fiel vier Minuten vor dem Abpfiff die Entscheidung. Ein als Flanke gedachter Ball von Philipp Hennes schlug nicht ganz unhaltbar im langen Eck ein und bescherte den 2:0-Endstand.

"Nach den guten Auftritten zuletzt, wo wir um die 70 Prozent Ballbesitz hatten, war das ein Rückschritt. Zudem hat mir nicht gefallen, dass einige Spieler oft mit dem Schiedsrichter diskutiert haben, statt sich auf's eigene Spiel zu konzentrieren", kritisierte Müller.

Expressi

Bereits am Freitagabend (19.30 Uhr) tritt Landesliga-Tabellenführer TuS Erndtebrück II bei der SG Finnentrop/Bamenohl an. Auch beim Achtplatzierten wollen die Wittgensteiner gewinnen. Doch die Sauerländer gelten als heimstark. Und die Ergebnisse sprechen für sich: Die Spitzenteams Borussia Dröschede (1:0) und FC Lennestadt (3:2) konnten die Finnentroper am Sportplatz Bamenohl bereits zu Saisonbeginn schlagen. Ein Achtungserfolg war auch die Nullnummer gegen den BSV Menden. Das allein ist für die Erndtebrücker Reservisten Warnung genug: „Finnentrop hat eine gute Mannschaft. Das wird nicht einfach“, so Trainer Michael Müller.

Zumal der kommende Erndtebrücker Gegner wie die TuS-Elf bislang nur zwei Niederlagen einstecken musste. Finnentrop/Bamenohl ist derzeit der Remis-König der Liga. „Sollten wir nur Unentschieden spielen, wäre das auch nicht schlimm“, so Müller. Doch angestrebt ist natürlich ein Auswärts-Dreier. „Wir müssen an unsere Leistungen der letzten Wochen anknüpfen“, so der Erndtebrücker Coach.

In Bamenohl lautet daher weiterhin die Devise: „So wenig Fehler wie möglich zu machen, im Spiel nach vorne die Seiten verlagern und über die Außen zum Erfolg zu kommen“, gibt Müller die Marschroute aus. Während mittels des Flügelangriffs die Finnentroper Abwehr geknackt werden soll, müsse man bei Kontern des Gegners stets auf der Hut sein und das Tempo hochhalten. „Und die Ruhe bewahren“, fordert Müller.

Zuletzt ließ die Erndtebrücker Verteidigung nichts anbrennen. Drei Spiele in Folge stand die „Null“. Das soll auch im Sauerland der Fall sein. „Mit der Abwehrleistung bin ich sehr zufrieden. Auch das Spiel nach vorne klappt immer besser“, lobt Müller seine Jungs. Beim Heimspiel gegen Meschede zog sich Lukas Faak derweil einen Bänderriss zu und wird ausfallen. Nach seinem Muskelfaserriss ist allerdings Mike Brado wieder an Bord.

Expressi

Erneut reichte der zweiten Welle des TuS Erndtebrück ein knapper Sieg, um die Tabellenführung auszubauen. Die Mannschaft von Trainer Michael Müller hat nun drei Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten SpVg Olpe. „Die Saison ist aber noch lang. Für uns ist wichtig, dass wir drei Punkte eingefahren haben“, so Müller nach dem Schlusspfiff. Mit dem Auftritt seiner Jungs beim 1:0 (0:0)-Heimsieg am Pulverwald gegen den SSV Meschede war er rundum zufrieden. „Besonders lobenswert ist die Defensivarbeit, die wir schon seit einigen Wochen leisten“, lobte Müller.

In der Tat ließen die Wittgensteiner auch diesmal nichts anbrennen. Hinten stand man solide, hatte über 90 Minuten das Spiel bestimmt – einzig im Angriff hätte man die eine oder andere Chance konsequenter nutzen müssen, um frühzeitig die Entscheidung herbeizuführen. Doch selbst bei dem knappen Spielstand ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen und brachte den Vorsprung mit Bedacht über die Zeit.

Gegen die tief stehenden Mescheder hatte man mit verschiedenen Mitteln versucht, zum Torerfolg zu kommen. Jan-Peter Stein und Andreas Mayer probierten es in der Anfangsphase aus der Distanz. Dann nahm Sebastian Wanke eine Flanke von Dominik Meiswinkel volley und der Ball ging nur knapp über den SSV-Kasten (25.). Bei einem Angriff von Torben Schneider, der sich bis zur Grundlinie durchgetankt hatte, fehlte der letzte Pass.

Somit musste ein Elfmeter für das Siegtor herhalten. Nach einem Pass von Anil Berber in die Spitze, war der überzeugende Fuod Dodic durch. Er konnte von Meschedes Christian Klur nur mit einem Foul im Sechzehner gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Konstantin Volz sicher (57.). Nach 70 Minuten hätte Dodic für die Vorentscheidung sorgen können. Aus spitzem Winkel traf er aber nur das Außennetz. Eine Viertelstunde vor Schluss vergab Sascha Leicher per Kopfball nach einer Stein-Flanke die letzte gute Torgelegenheit.

Expressi

Zugegeben, der TuS Erndtebrück (10. Platz/18 Punkte) ist in dieser Saison nicht gerade auf Rosen gebettet. Im Gegenteil: Rückschläge hat es in den ersten 13 Partien en masse gegeben. Eines kann und will Florian Schnorrenberg seiner Mannschaft aber trotzdem – oder besser: gerade deshalb – nicht absprechen: ihren Charakter. „Mein Team hat die richtige Mentalität und zeigt den nötigen Willen“, konstatiert der Trainer. Seit nunmehr drei Spielen warten die Fußballer in der Oberliga Westfalen auf einen Sieg – ausgerechnet gegen die vermeintliche Übermannschaft der Liga soll der Knoten platzen. Die Chancen stehen dafür am Sonntag (14.30 Uhr) im Pulverwaldstadion nicht gänzlich schlecht, denn der SV Rödinghausen (2./30) befindet sich derzeit in seiner bis dato schwächsten Phase dieser Saison – ein fußballerisches Feuerwerk brannte das Team zuletzt von Trainer Mario Ermisch schließlich nicht ab, sondern servierte eher Magerkost.

Aber effizient, denn unter dem Strich reicht dies aber immer noch für sieben Punkte aus den vergangenen vier Spielen für das Team mit einem der höchsten Etats der Liga. „Die Überzeugung ist da, dass wir Rödinghausen schlagen können. Wir wollen mindestens einen Punkt holen – und ganz sicher nicht bloß das Ergebnis in Grenzen halten“, konstatiert Schnorrenberg. Allerdings gastiert mit dem Neuling aus Ostwestfalen die spiel-, offensiv- und defensivstärkste Mannschaft der Liga (39:9 Tore) im Pulverwald. „Wir wollen einen offenen Schlagabtausch – und Rödinghausen nicht ins Spiel kommen lassen. Denn dann ist diese Mannschaft schwierig zu stoppen“, weiß Schnorrenberg.

Der 36-jährige Brachbacher dürfte mehr als nur drei Kreuze machen, sollte die Woche mit einem Erfolgserlebnis enden. Nach der gefühlten Niederlage beim TuS Ennepetal (1:1), lief auch das Training unter der Woche eher schlecht als recht. Am Dienstag fiel der erste Schnee im Pulverwald, fünf Zentimeter der weißen Pracht auf dem Kunstrasen machten ein Training mit Ball unmöglich. Am Mittwoch zog sich nach Innenverteidiger Falko Wahl auch Defensivmann Fatih Tuysuz einen Nasenbeinbruch zu. Während Wahl eine Operation erspart bleibt, muss Tuysuz am Montag in Bonn unters Messer – er ist Nummer acht auf der Verletztenliste. Es war am Ende nur ein weiterer Rückschlag, von dem sich Schnorrenberg und sein Team nicht zurückwerfen lassen wollen.

SZ

Fußball-Oberligist TuS Erndtebrück tritt weiterhin auf der Stelle. Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg kam am Sonntag nicht über ein 1:1 (1:1)-Unentschieden beim TuS Ennepetal hinaus. Abdulah El Youbari (19.) sorgte per Foulelfmeter für die Führung der Hausherren. Der eingewechselte Patrik Flender sicherte dem TuS Erndtebrück mit seinem Treffer (32.) vor 200 Zuschauern im Ennepetaler Bremenstadion einen Zähler. Geplant war die Einwechslung des Innenverteidigers nicht - zumindest nicht zu einem derartig frühen Zeitpunkt. In der 14. Minute war der Torschütze des TuS Erndtebrück ins Spiel gekommen, weil sich Falko Wahl nach einem unglücklichen Zusammenprall verletzte. Der Defensivmann wurde ins Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte einen Nasenbeinbruch diagnostizierten.

Flender gleicht aus
Vor der Partie hatte TuS-Trainer Florian Schnorrenberg mehr Ball- und Passsicherheit gefordert. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten und dem Strafstoßtor von Abdulah El Youbari, setzte sein Team diese Vorgaben zunehmend um. Nach einer Ecke sorgte Patrik Flender für den zeitnahen Ausgleich per Kopf und sicherte den Wittgensteinern einen Zähler - es war erst der fünfte Punkt in der Fremde in dieser Saison. Unter dem Strich zu wenig, um den Anschluss ans vordere Tabellendrittel wiederherzustellen. Gegen den in dieser Partie Offensiv schwach aufgetretenen TuS Ennepetal erspielten sich die Gäste immer wieder gute Chancen, ließen sie letztlich aber ungenutzt.

SV Rödinghausen kommt
Nach dem Remis beim Team von Trainer Imre Renji hat der TuS Erndtebrück nun 18 Zähler auf dem Konto und steht auf Platz 10 der Tabelle der Oberliga Westfalen. Im nächsten Spiel am kommenden Sonntag trifft die Elf von Trainer Florian Schnorrenberg nun auf den SV Rödinghausen. Anstoß der Partie gegen den Tabellenzweiten im Pulverwaldstadion ist um 14.30 Uhr.

SZ