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Diese Mannschaft ist eine echte Supermacht. Und ausgerechnet der TuS Erndtebrück (8. Platz/17 Punkte) will sie stürzen. "Ich traue meinen Jungs alles zu - auch einen Heimsieg", konstatiert der Trainer Florian Schnorrenberg. Ungeschlagen steht die U-23-Mannschaft von Arminia Bielefeld (1./29) derzeit an der Tabellenspitze der Fußball-Oberliga Westfalen. Es scheint, als könnte einzig Lokalrivale SV Rödinghausen der Zweitliga-Reserve das Wasser reichen. Doch TuS-Coach Schnorrenberg glaubt eben nicht daran, dass die ostwestfälische Elite unschlagbar ist. Und will am Sonntag (15 Uhr) im Erndtebrücker Pulverwaldstadion mit seinem Team auf Punkteklau gehen.

"Wir könnten die erste Mannschaft sein, die den Arminen eine Niederlage beibringt", hofft der Mann an der Seitenlinie. Klar ist aber nicht nur dem 36-jährigen Brachbacher, dass da etwas Gewaltiges auf sein Team zukommt. "Wir gehen hochmotiviert in diese Partie. Deshalb haben wir uns weniger mit der Bielefelder Mannschaft als solche beschäftigt, sondern vielmehr damit, wie wir sie bespielen können", will der A-Lizenz-Inhaber sich nicht zu tief in die Karten schauen lassen. Nur so viel: "Es gibt bestimmte Zonen, in denen wir gegen die Arminia besonders präsent sein müssen. Wir können nicht 90 Minuten ausschließlich verteidigen", weiß Schnorrenberg. Mit der jüngsten 1:3-Auswärtsniederlage bei Westfalia Rhynern haben sich der Coach aus dem AK-Land und sein Team nur noch flüchtig beschäftigt, die Fehler kurz und prägnant analysiert - das wars. Denn es waren individuelle Fehler, Ballverluste, die vor allem in der ersten Hälfte zur Niederlage führte - manchmal ist Fußball eben einfach. Und einfach bitter.

Über die unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen der vergangenen Wochen will sich der Coach aber nicht mehr weiter grämen. "Vielleicht gleichen sich die Entscheidungen während der Saison aus", hofft Schnorrenberg, der seinen Fokus voll und ganz auf die kommende Partie gelegt hat. Zuletzt beobachtet hat der 36-Jährige die Ostwestfalen beim 3:2-Auswärtssieg in Hüls, als der Primus die Partie in Unterzahl drehte - eine echte Spitzenmannschaft eben. "Wie die Jungs ihre Vorgaben derzeit umsetzen, ist einfach gut mit anzusehen", erklärte jüngst Bielefeld-Coach Daniel Scherning das Erfolgsgeheimnis seiner Mannschaft.

Dass zudem drei bis vier Profis mit in den Pulverwald reisen könnten, macht die Aufgabe für die Wittgensteiner nicht einfacher. Denn bereits am Freitagabend hat der Zweitligist seine Partie gegen den 1. FC Köln ausgetragen. Der TuS Erndtebrück selbst muss indes auf den wegen einer Gelb-Roten Karte gesperrten Innenverteidiger Patrik Flender verzichten, ebenso wie auf den verletzten Kapitän Thomas Ziegler. Der Sechser zog sich am vergangenen Sonntag eine starke Bänderdehnung unterhalb des Schlüsselbeins zu, außerdem laboriert er nun auch wieder an einer alten Verletzung: Knochenabsplitterungen im Bereich des Schultereckgelenks - zwei bis drei Wochen Ruhepause stehen für ihn nun auf dem Programm. "Das ist ein herber Verlust für uns", weiß Schnorrenberg.

Weiterhin fehlt auch Leonardo Lima Ribeiro, der an einer Fußverletzung laboriert. Ganz zu schweigen von den langzeitverletzten Ivan Markow, Manuel Müther, Christian Runkel und Jan-Philipp Gelber. Immerhin kehrt Sven Hinkel zurück in den Kader - eine echte Alternative für die Außenbahn. Zudem könnte für den verletzten Ziegler Thomas Bednorz in die Start-Elf rücken. Zuletzt hatte der Mittelfeldmann zumeist auf der Position des Sechsers gespielt - als Joker. Beklagen will sich Schnorrenberg über die Ausfälle aber nicht, im Gegenteil: Er sucht Mittel um Wege, um endlich eine gewisse Kontinuität in das Spiel und die Leistungen seiner Mannschaft zu bringen. Einmal mehr soll der Startschuss dafür im Pulverwaldstadion fallen. Denn dort ist der TuS Erndtebrück noch immer ungeschlagen in dieser Saison. Dabei soll es bleiben. Ausgerechnet im Kracher gegen die Supermacht Arminia Bielefeld - durch den ersten Punkteklau dieser Spielzeit.

SZ

Mit breiter Brust reist die zweite Mannschaft des TuS Erndtebrück am Sonntag nach Hüsten. Gestärkt durch den deutlichen 5:0-Derbysieg gegen die U23 der Sportfreunde Siegen am letzten Wochenende tritt der Landesliga-Spitzenreiter beim Tabellenzwölften an, um den nächsten Dreier zu landen. Auf dem Hüstener Rasenplatz möchte die Müller-Elf an die gute Leistung anknüpfen. „Wir fahren hin, um drei Punkte zu holen“, so der TuS-Coach gewohnt ehrgeizig. Doch ein Selbstläufer erwartet die Wittgensteiner auch diesmal nicht.

„Vollgas geben“, lautet die Devise, die Michael Müller seinem Team vorgibt. Besonders angetan war der Erndtebrücker Trainer von der konsequenten Chancenverwertung im Spiel gegen Siegen. „Unsere Möglichkeiten haben optimal genutzt“, lobte er seine Jungs. Zuletzt habe man vor dem gegnerischen Tor oft Pech gehabt. Die Effektivität zahlte sich im Ergebnis aus.

Zu unterschätzen sei aber auch der SV Hüsten nicht, der nach drei Siegen, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen derzeit elf Punkte auf dem Konto hat. Zwölf Zähler weniger als Erndtebrücks Reservisten. Was auf dem Papier nach einer klaren Angelegenheit aussieht, kann auf dem Platz anders verlaufen. Immerhin rang Hüsten auch der SpVg Olpe bereits ein 1:1-Unentschieden ab.

Die Müller-Truppe ist also gewarnt. „Nach vorne hat Hüsten Qualität“, so Michael Müller, der hier vor allem Angreifer Georg Voß nennt. „Wenn wir eine ähnliche Leistung zeigen, wie am vergangenen Sonntag, bin ich guter Dinge, dass wir unser Ziel erreichen“, meint der Übungsleiter. In Hüsten muss er neben den Langzeitverletzten Ali Genc und Simeon Schmidt derweil auch auf Mike Brado verzichten, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat.

Expressi

Der TuS Erndtebrück ist endgültig im Mittelmaß der Oberliga Westfalen angekommen. Die Fußballer von Trainer Florian Schnorrenberg unterlagen am Sonntag 1:3 (0:2) bei Westfalia Rhynern. Damit blieben die Wittgensteiner auch im dritten Saisonspiel im Einzugsbebiet der kreisfreien Stadt Hamm erfolglos. Maßgeblichen Anteil am Erfolg der Hausherren hatte Burak Yavuz (6., 87.) mit zwei Treffern, zudem verwandelte Mahmut Yavuszaslan (35.) vor 350 Zuschauern im auf dem Sportplatz Papenloh. Zu mehr als dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Tokio Nakai (51.) reichte es indes nicht für den TuS Erndtebrück. Bereits in der ersten Hälfte hätte Westfalia Rhynern die Partie mit dem dritten Tor entscheiden können, allerdings parierte TuS-Keeper Jannik von der Heiden einen Foulelfmeter gegen Felix Bechthold (21.). Nach dem Seitenwechsel sah Patrik Flender eine fragwürdige Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels (54.). Rhynerns Thorben Menne prallte mit dem Kopf voraus in den Erndtebrücker Innenverteidiger.

Wahl feiert Comeback
Erst nach dem Platzverweis drehten die Gäste aus dem Pulverwald wirklich auf und riefen zumindest teilweise ihr Potenzial ab. Denn bis zur umstrittenen "Ampelkarte" von Schiedsrichter David Hennig (Herne) war Westfalia Rhynern klar spielbestimmend. Vor allem bei den ersten beiden Gegentoren sah die Defensive des TuS Erndtebrück alt aus. Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg hingegen entwickelte kaum einmal Torgefahr vor dem Gehäuse von Westfalia-Keeper Dennis Wegner. Bitterer Höhepunkt der Partie für die Gäste: Nach dem Platzverweis gegen Patrik Flender, der für die kommende Partie gegen die U 23 von Armina Bielefeld (Sonntag, 15 Uhr) fehlt, müssen die Wittgensteiner auch um  Thomas Ziegler bangen. Der Kaptiän des TuS Erndtebrück verließ das Feld mit Verdacht auf Eckgelenkssprengung im Schulterbereich. Für ihn kam Falko Wahl (75.) ins Spiel. Der Innenverteidiger feierte nach meheren Wochen Verletzungspause sein Comeback, vermochte an der Niederlage des TuS Erndtebrück aber nichts mehr zu ändern. Durch die neuerliche Niederlage fiel das Team von Trainer Florian Schnorrenberg in der Tabelle von Platz 6 auf den 8. Rang zurück.

SZ

Die Zweitvertretung des TuS Erndtebrück landete vor 145 Besuchern im Pulverwald einen ungefährdeten 5:0 (1:0)-Erfolg über die Reserve der Sportfreunde Siegen und ist weiterhin Spitzenreiter der Fußball-Landesliga. Da sowohl der BSV Menden, als auch Borussia Dröschede ebenfalls „Dreier“ einfuhren, liegen die ersten drei Teams nach Punkten weiter gleichauf. An diese Gefilde braucht Coach Matthias Hagner gar nicht zu denken, vielmehr droht seine Mannschaft immer weiter abzufallen und hat nur noch vier Zähler Vorsprung auf Platz 14, den ersten Abstiegsrang.

Dementsprechend enttäuscht zeigte sich der Ex-Profi auch nach den 90 Minuten: "Das hatte ein wenig was von Jugend- gegen Seniorenfußball. Uns fehlt die Abgezocktheit in den Zweikämpfen" so Hagner, der seiner Mannschaft das Bemühen auch diesmal nicht abschreiben konnte.

Nach nach zwei Spielminuten lagen die "Freunde" schon im Hintertreffen, Alexander Husser traf per Kopf, was Hagner sichtlich missfiel: "Wir stehen daneben, greifen aber nicht ein!" Erndtebrücks Trainer Michael Müller war natürlich hochzufrieden: "Wir wollten Siegen direkt unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen. Das hat gut funktioniert!“ Und auch bis zum Halbzeittee änderte sich das Bild nicht. Die Heimelf war spielerisch überlegen und gewann vor allen Dingen auch fast alle Zweikämpfe. Und wenn Siegens eigentlicher Jugendtorwarttrainer Marco Thielmann, der für Florian Saeglitz (im Regionalliga-Kader) das Tor hütete, nicht noch glänzend gegen Lukas Faak gerettet hätte – das Derby hätte frühzeitig seinen Reiz verloren.

So war die Partie vor 145 Zuschauern zumindest vom Ergebnis her spannend, was sich aber recht schnell nach Wiederbeginn ändern sollte.

Die auf sechs Positionen veränderten Sportfreunde waren kaum auf dem Platz, da hatten ihnen die TuS-Kicker zwei weitere Tore eingeschenkt. "Wir hatten uns in der Halbzeit vorgenommen, schnell das 2:0 zu machen“ so Müller, was seine Mannschaft perfekt umsetzte.

Lukas Faak (nach einer halben Stunde für den am Oberschenkel gezerrten Mike Brado gekommen) erzielte nach einer tollen Kombination über Andreas Mayer und Sven Hinkel das 2:0 (47.), nur zwei Minuten später köpfte Sascha Leicher nach einer Jan-Peter-Stein-Ecke zum vorentscheidenden 3:0 ein.

"Danach haben wir es etwas ruhiger angelassen lassen“ skizzierte TuS-Übungsleiter Müller den weiteren Spielverlauf, in dem seine Mannschaft weiterhin die Oberhand behielt. Erdinc Solak und Julian Quaas hatten zwar zwei ordentliche Einschussgelegenheiten für die Siegener Reserve, aber auch die Wittgensteiner hatten ihre Möglichkeiten.

In der Schlussphase schlug der Spitzenreiter dann wieder zu: Erst profitierte Stein von einem hanebüchenen Rückpass der Sportfreunde und netzte ein (82.), dann zirkelte Stein einen Freistoß auf den Kopf von Leicher, der mit seinem zweiten Treffer den "auch in der Höhe verdienten Sieg“ (Müller) eintütete.

Expressi

Florian Schnorrenberg hat keine guten Erinnerungen an diese Orte. Hamm, Ahlen - und nun auch noch Rhynern (8. Platz/15 Punkte). In der Peripherie am Ostrand des Ruhrgebiets gab es in dieser Spielzeit - gelinde gesagt - nur Prügel für den Trainer und den TuS Erndtebrück (6./17). "Ich denke, dass wir trotzdem eine Chance haben - auch wenn Westfalia Rhynern wieder im direkten Umkreis von Hamm liegt", schmunzelt der Coach des Fußball-Oberligisten vor der Partie am Sonntag (15 Uhr) auf dem Sportplatz Papenloh.

Allerdings, echte Albträume bereitet dem 36-jährigen A-Lizenz-Inhaber die geographische Lage nicht - trotz der desolaten Leistungen bei der Hammer SpVg (1:3) und bei Rot-Weiß Ahlen (0:3). "Für uns ist das eher ein Ansporn als ein Hindernis", konstatiert Schnorrenberg. Tatsächlich ist der Zeitpunkt für eine Rehabilitation in Hammer Gefilden günstig, zuletzt demonstrierte der TuS Erndtebrück gegen die TSG Sprockhövel (2:0) die wohl stärkste Saisonleistung. "Wir müssen unser Selbstbewusstsein und den Schwung in dieses Spiel übertragen", fordert der TuS-Coach. Dass sein Team erneut mit einer doppelten Sturmspitze aufläuft, gilt als sicher. "Die zwei Stürmer haben unserem Spiel gut getan. Wir haben wesentlich mehr Torgefahr ausgeübt", weiß der Brachbacher.

Ob die Offensivachse dabei erneut Markus Waldrich und Philipp Böhmer bilden, ist fraglich, denn letzter laborierte unter der Woche an einer Grippe. Allerdings hofft der TuS-Coach, den Sommerneuzugang zumindest eine Halbzeit lang bringen zu können. Zudem steht Tokio Nakai - zuletzt zurückgekehrt nach abgesessener Rotsperre - als Alternative bereit. Fraglich ist auch ein Einsatz von Thomas Bednorz, Der Sechser ist ebenfalls grippegeschwächt, ein Einsatz gilt aber als möglich.

Gleiches gilt auch für Timo Bäcker. Der Keeper hat seine Rückenverletzung schneller als gedacht auskuriert und könnte bereits wieder zwischen den Pfosten stehen. "Die Chancen stehen fünfzig zu fünfzig", verrät Schnorrenberg, der aber definitiv weiterhin auf Leonardo Lima Ribeiro verzichten muss - an Alternativen mangelt es aber nicht. Das jedenfalls bewies der TuS Erndtebrück beim jüngsten Sieg. "Wir haben viele Einzelgespräche geführt und intensiv trainiert. Und dann freut man sich, wenn Sachen, die im Training funktionieren, auch auf dem Platz stattfinden", erklärt der TuS-Trainer, der mit seinem Team nun nachlegen will.

Allerdings hebt Schnorrenberg vor der Partie bei Westfalia Rhynern den mahnenden Zeigefinger. "Trainer Björn Mehnert muss quasi jedes Jahr enorme personelle Verluste kompensieren. Trotzdem gilt seine Mannschaft als Team für die vorderen Ränge. Der Coach macht einen guten Job", weiß Schnorrenberg. Allerdings nimmt der Mann an der Seitenlinie eher sein eigenes Team ins Gebet. Nach zuletzt zwei Spielen ohne Gegentor und deutlich gesteigertem Offensivpotenzial im Spiel gegen Sprockhövel, hofft er nun auf mehr Effizienz - etwa von Markus Waldrich. Zweifel am Stürmer hat der Coach aber keine. "Markus ist extrem selbstkritisch. Er hatte zuletzt zwei Mal die Chance zu einem frühen Tor - irgendwann muss der Knoten platzen", weiß Schnorrenberg. In Rhynern beispielsweise - bevor sich aus schlechten Erinnerungen noch Horrorvorstellungen entwickeln an den "Kreis Hamm" entwickeln.

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